LUXEMBURG
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Gesundheitsministerium veröffentlicht Ursachenstatistiken: Bei Tod infolge von Herz-Kreislauferkrankungen Rückgang über den Zeitraum von zehn Jahren

Von fast 4.000 Todesfällen auf dem Territorium des Landes waren 93,3 Prozent 2016 auf eine Krankheit zurückzuführen. Das geht aus den jährlichen vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Statistiken über die Todesursachen hervor. Demnach sind vor zwei Jahren statistisch gesehen jeden Tag elf Menschen gestorben. Gegenüber dem Vorjahr ist es eine leichte Zunahme um 1,1 Prozent.

Mehr als die Hälfte verstarben 2016 im Krankenhaus, etwa ein Viertel in einem Altersheim und 17 Prozent in ihrem Zuhause. Wie auch in den Jahren zuvor waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch 2016 die häufigste Todesursache und damit für fast ein Drittel der Fälle verantwortlich. Die gute Nachricht: Im Verlauf des letzten Jahrzehnts ist ein Rückgang des Anteils der Todesfälle durch Herz-Kreislauferkrankungen festzustellen, von 36,9 auf 31,8 Prozent.

Krebs bleibt zweithäufigste Todesursache

Krebs ist weiter die zweithäufigste Todesursache in Luxemburg mit einem Anteil von 28,2 Prozent. Die drei gefährlichsten Krebserkrankungen sind bei Männern Lungen-, Darm- und Prostatakrebs. Bei den Frauen sind es Brust-, Lungen- und Darmkrebs. Dritthäufigste Todesursache sind Atemwegserkrankungen mit einem Anteil von 7,5 Prozent.

An vierter Stelle folgt Tod durch äußere Einwirkung, beispielsweise durch Verkehrsunfälle. Aus den Statistiken lässt sich ebenfalls ein Rückgang der Suizide herauslesen. 61 Menschen haben sich demnach 2016 das Leben genommen oder die Fälle sind nicht eindeutig geklärt. Im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren sind es weniger Suizidfälle. In der Altersklasse zwischen 25 und 39 bleibt es aber eine der Haupttodesursachen. Die offiziellen Statistiken belegen, dass Frauen (80 Jahre) im Durchschnitt länger leben als Männer (76). 55 Menschen sind 2016 infolge eines Sturzes verschieden. 38 Menschen sind durch Verkehrsunfälle umgekommen. Gegenüber den vergangenen fünf Jahren stellt das Ministerium bei der Kindersterblichkeit eine Zunahme fest: 25 Fälle und damit zehn mehr als im Fünfjahrestrend wurden verzeichnet. Die Sterblichkeit im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen steigt indes seit 2011, von 99 Fällen auf 233 in 2016.