LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Das nationale Sportstadion entsteht zwischen Kockelscheuer und Cloche d’Or

Das definitive Projekt des nationalen Sportstadions für Fußball und Rugby besteht seit vergangener Woche: Zwischen Kockelscheuer und Cloche d’Or wird für rund 60 Millionen Euro das nationale Sportstadion nach den Plänen des „Groupement d’architecte Gerkan Marg + Partner“ et Bureau d’architectes Beng“ errichtet.

Baubeginn im September kommenden Jahres

Im Mai kommenden Jahres werden die Erdhubarbeiten in Angriff genommen. Der eigentliche Baubeginn ist im September 2017, im Oktober 2019 soll dann der erste Ball im neuen Sportstadion rollen. In der Sitzung von 5. Dezember, wie am Donnerstag auf eine Pressekonferenz im Rathaus auf „Knuedler“ mitgeteilt wurde, soll der Gemeinderat der Stadt Luxemburg das definitive Bauvorhaben verabschieden. Erst dann kann die Verwirklichung in Angriff genommen werden, unterstrichen Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer und Sportminister Romain Schneider.

Die leicht höheren Kosten (bislang waren rund 58 Millionen in der Diskussion) werden auf das Verlegen eines Naturrasens, der durch künstliche Fasern verstärkt wird (ein sogenannter Hybridrasen) sowie verschiedene zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zurückgeführt.

Platz für Konzerte oder „Public Viewing“

Gleich neben dem Nationalstadion soll eine Fläche eingerichtet werden, die für Konzerte oder „Public Viewing“ genutzt werden kann. 15.000 Zuschauer werden hier Platz finden. Hier sollen - neben einem großen Parkplatz - auch die neuen Räumlichkeiten des hauptstädtischen „Service des Sports“ entstehen.

Das neue nationale Sportstadion hat ein Fassungsvermögen von 9.385 Sitzplätzen und entspricht somit den Minimalanforderungen des europäischen Fußballverbandes UEFA. Im Schnitt sollen jährlich 25 sportliche Veranstaltungen in der neuen Arena - die noch immer namenlos ist - organisiert werden.