REDMOND/LUXEMBURG
MM

Planetary Rescources schickt Sonde Arkyd-6 ins All

Das an der Initiative „SpaceResources.lu“ beteiligte Unternehmen Planetary Resources im US-Bundesstaat Washington gab am Freitag den erfolgreichen Start seines Weltraumteleskops Arkyd-6 bekannt, ein mit Infrarotsensor ausgestattetem Würfel zur Erkennung von Wasserressourcen im Weltraum. „Das Team hat bereits begonnen, Telemetriedaten von Arkyd-6 zu empfangen“, teilte Planetary Resources mit. Die Sonde wurde am Donnerstag (Ortszeit) vom Satish Dhawan Space Centre im indischen Sriharikota von einer indischen PSLV-Rakete ins All geschossen. „Das ist der Beginn des Explorationsprogramms für Weltraumressourcen des Unternehmens“, wie Planetary Resources gestern in der Pressemitteilung schrieb.
Die Daten, die mit dem Arkyd-6 gewonnen wurden, würden bei der Entwicklung der nächsten Weltraumplattform der Planetary Resources von Arkyd-301 und beim Beginn des Weltraumforschungsprogramms des Unternehmens wertvoll sein, hieß es.
Bei der Entwicklung des Arkyd-6 war das Team von Planetary Resources in der Lage, kommerzielle Hardware für den Einsatz im Weltraum zu modifizieren, was die Möglichkeit von Weltraummissionen zu stark reduzierten Kosten ermögliche.


Suche nach Wasser und anderen Elementen
Chris Lewicki, Präsident und CEO von Planetary Resources, sagte: „Wir werden diese Methoden auch weiterhin bei der Entwicklung der Arkyd-301 und darüber hinaus einsetzen, während wir uns unserer Weltraumforschungsmission nähern.“
Von den 17 Elementen, die während des Fluges von Arkyd-6 getestet werden, ist eine der wichtigsten Technologien der integrierte Mittelwellen-Infrarot-Bildsensor. Basierend auf den Erkenntnissen aus diesem ersten Flug wird Planetary Resources diese Sensortechnologie zu der fortschrittlichsten Hardware zur Wasserressourcenerkennung weiterentwickeln, die in Arkyd-301 integriert wird.
Arkyd-6 wird zusätzlich Technologien wie Stromerzeugung, Lagebestimmung, Instrumentenbedienung und Kommunikation testen. Obwohl das Raumfahrzeug vollständig autonom ist und alle Funktionen unabhängig ausführen kann, wird es weiterhin mit Mission Control über jeden kritischen Kontrollpunkt kommunizieren.
Planetary Resources hatte vor Arkyd-6 bereits Kleinsatelliten gebaut. Der erste war Arkyd-3, der 2014 zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollte. Die Trägerrakete des US-Raumfahrtunternehmens Orbital ATK explodierte aber kurz nach dem Start.
Planetary Resources war 2016 das zweite Unternehmen, das sich an Luxemburgs Initiative „SpaceResources.lu“ zur Erkundung und friedlichen Nutzung von Weltraum-Rohstoffen beteiligte. Das Großherzogtum ist mit 25 Millionen Euro an Planetary Resources beteiligt.

Zur Entwicklung der Sonde sehen Sie hier den Film von Planetary Resources:

www.planetaryresources.com/arkyd-6