MERSCH
CORDELIA CHATON

Feierliche Überreichung des „Prix Servais“ an Nico Helminger

Der Preisträger war bekannt, am Sonntagvormittag folgte dann die feierliche Überreichung: Nico Helminger erhielt den „Prix Servais“ für das Jahr 2018 anlässlich einer Feierstunde im „Centre national de littérature“ in Mersch. Die „Fondation Servais“ würdigt mit diesem Preis einmal im Jahr das bedeutendste veröffentlichte schriftstellerische Werk in Luxemburg.

Nico Helminger erhielt es für sein Werk „Kuerz Chronik vum Menn Malkowitsch sengen Deeg an der Loge”. Das 500-Seiten-Buch ist auf Luxemburgisch bei Editions Guy Binsfeld erschienen. Der Preis ist seit 2013 mit 6.000 Euro dotiert und wird seit 1992 vergeben.

Germaine Goetzinger, Präsidentin der „Fondation Servais“, würdigte den Autor, anschließend erläuterte Jury-Präsidentin Jeanne E. Glesene die Entscheidung für das Werk das „ein starker, neuer Moment in der Entwicklung des postmodernen Romans“ sei. Glesener ist Lehrbeauftragte an der Universität Luxemburg. Dann konnte Nico Helminger - nicht zu verwechseln mit seinem ebenfalls schriftstellerisch aktiven Bruder Guy - den Preis entgegen nehmen.

Kulturstaatssekretär Guy Arendt fand erfreute Worte und Jeff Schinker, Kulturredakteur beim „Tageblatt“ hielt die Rede zur Würdigung des Autors, bevor dieser selbst zu Wort kam und Auszüge seiner schriftstellerischen Arbeit zum Besten gab - nicht, wie auch Schinker, ohne die Geschichte mit dem Tweet von Kulturminister Bettel zu kommentieren, der einst irrtümlicherweise Guy Helminger zum „Servais“-Preis gratulierte. Im Anschluss an die Feierlichkeiten lud die „Fondation Servais“ noch zu einem Glas ins literarische Café ein. Dabei waren die Laureaten anwesend und konnten mit dem interessierten Publikum diskutieren. Unter den Gästen waren auch Vertreter des „OEuvre nationale de secours Grande-Duchesse Charlotte“ vertreten, das den Preis seit 2013 finanziell unterstützt.