LUXEMBURG
MM

Großherzogtum rückt in die Gruppe der Innovationsführer vor

Luxemburg zählt im neuen „Europäischen Innovationsanzeiger“ der Europäischen Kommission neben Ländern erstmals zu den „Innovationsführern“. „Dies ist ein großer Schritt für das junge luxemburgische Forschungs- und Innovationsökosystem und eine wichtige Anerkennung der kontinuierlichen Bemühungen des Landes, eine erstklassige Forschungs- und Innovationslandschaft zu entwickeln“, teilte am Freitag der nationale Forschungsfonds (FNR) mit.

Schweden und Dänemark stehen auf Platz 1 und zwei des „European Innovation Scoreboard 2018“, Luxemburg folgt vor Frankreich, Irland und Belgien auf Platz 3.

Wie die EU-Kommission darauf hinweist, wurden in Luxemburg in den letzten zehn Jahren beträchtliche Fortschritte bei der Verdopplung der Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation erzielt.

Demnach war der luxemburgische nationale Forschungsfonds (FNR) einer der Schlüsselfaktoren, um Luxemburg durch Wissenschaft, Forschung und Innovation zu einer führenden wissensbasierten Gesellschaft zu machen. In den vergangenen vier Jahren habe der FNR öffentlich-private Partnerschaftsprogramme weiterentwickelt und die Budgets für Programme erhöht, die den Wissenstransfer zur erfolgreichen kommerziellen Nutzung von Forschungsfunden unterstützen, teilte der FNR dazu mit. Und weiter: „Attraktive Forschungssysteme und geistiges Eigentum sind [Luxemburgs] stärkste Innovationsdimension.“

EU-Staaten holen auf

Im „Europäische Innovationsanzeiger“ wurde die Innovationsleistung der EU-Ländern mit anderen verglichen. Es bewertet die
relativen Stärken und Schwächen der nationalen Innovationssysteme und hilft den Ländern, die Bereiche zu identifizieren, die sie angehen müssen.

Im Vergleich zur EU mit dem Rest der Welt sieht es so aus, dass die EU weiter ihre Position gegenüber den Vereinigten Staaten, Japan und Kanada verbesserte. Im Vergleich zu Südkorea ist die EU zurückgefallen, für die nächsten Jahre wird jedoch ein allmähliches Aufholen erwartet. Im Durchschnitt hat die Innovationsleistung der EU seit 2010 um 5,8 Prozentpunkte zugenommen.

Elzbieta Bienkowska, Kommissarin für den Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU, erklärte: „Wie der Innovationsanzeiger 2018 bestätigt, mangelt es in Europa keineswegs an Talent und Unternehmergeist. Wir müssen aber mehr dafür tun, dieses Potenzial erfolgreich zu nutzen. Die EU, die Mitgliedstaaten, die Regionen, die Industrie und auch die vielen KMU müssen zusammen an der Allokationseffizienz arbeiten, also die Ressourcen in unserer Wirtschaft effizienter verteilen.“ Die Funktionsweise des Binnenmarkts müsse verbessert werden, damit Europa in Sachen Innovation „weltweit führend bleibt“, so Bienkowska.