CLAUDE KARGER

Da dachten wir schon, das Zukunftspaket der Rechtsüberholer im Rückwärtsgang bei den Alternativen Demokraten erschöpfe sich darin, überall „Ëlwen“-Schilder aufzuhängen und dann das: „ADR stellt Wahlprogramm vor: Gott in der Schule, Sexualität zu Hause“, titelte das „T“ am Samstag. „Der Teufel steckt aber im Detail. Die Wachstumskritik, die bei der ADR im Mittelpunkt steht, wird auch von anderen Parteien geübt. Allerdings ist sie bei der ADR vor allem ein Vorwand, um den vorsichtig formulierten Nationalismus zu legitimieren“, meint derweil der Leitautor aus der Escher Kanalstrasse. Die Liste 7 verspricht übrigens sogar eine Kommission, „déi lëtzebuergesch Ausdréck fannen oder formuléiere soll, fir nei Institutiounen ze benennen a friem Ausdréck (z.B. „Maison relais“) ze ersetzen“. Lasen wir jedenfalls im Partei-Web, das auf Deutsch vor „Cookies“ (Kichelcher?) warnt... Auf die Luxemburgisierung des „Croissant“ sind wir jedenfalls schon mächtig gespannt. Inspiration für solche Verrenkungen gibt es in der Lexikon-Kolumne des „Trierischer Volksfreund“, die diese Woche dem Kaffee gewidmet war. Schlechten „bezeichnet man auf Luxemburgisch als Eileseech (Eulenpipi), Kakerlaken, Muckefuck, Schluutchen oder Spullwaasser (Spülwasser).“ Wie halt manche Wahlprogramme schmecken.