CLAUDE KARGER

Uff, das ist ja noch mal gut gegangen. Die Mayas hatten unrecht mit ihrer Weltuntergangsprognose - bestimmt aber haben sie sich bloß verrechnet. Auf jeden Fall darf heute jemand den ersten Tag einer weiteren möglicherweise noch längeren Regierungskarriere erleben. „Wenn ich bis dahin nicht den Eindruck bekommen sollte, dass man mich nicht mehr will - ja, dann werde ich wohl wieder dabei sein“, flüsterte JCJ dem „Wort“ zum Thema Wahlen 2014. Das „tageblatt“ hinterfragt, richtig: „Ist es eine politische Leistung? Zeichen eines außergewöhnlichen politischen Talents? Ist es vielleicht aber auch ein Ausdruck davon, dass es Politiker gibt, die einmal an der Macht gerochen, nicht mehr davon lassen können? Oder ist es ein Armutszeugnis für die Politik eines Landes, wenn kein würdiger Nachfolger für eine bestimmte Person gefunden werden kann?“ Und selbst der „Wort“-Leitartikler kann sich nicht verkneifen zu bemerken, dass der Jubilar als Staatsminister aus den Erträgen des Luxemburger Erfolgsmodells schöpfen und den eigenen Erfolg mittels Gießkannenprinzip zementieren konnte. Nun aber müsse ein „längerfristig lebensfähiges Post-Krisen-Szenario“ her, „Es geht um eine „Exit-Strategie“, so der Autor. Fragt sich, ob er dabei lediglich an die Krise dachte.