LUXEMBURG

Tipps, damit nicht die Feuerwehr vorbeikommen muss

Adventskränze, Tannenbäume und Kerzen sind eine brenzlige Mischung. Eines der bekanntesten Verse zum Advent lautet: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt/erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier / dann steht das Christkind vor der Tür.

Damit nicht die Feuerwehr vor der Tür steht, sollten Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Das beginnt bereits beim Verpackungsmaterial. Kleinkinder werden fast magisch von den Tüten angezogen, in denen Adventskränze aus dem Supermarkt verpackt sind. Sie duften zudem angenehm nach Tannennadelöl. Zieht sich ein Kind eine Tüte über den Kopf, kann es darunter ersticken. Das Verpackungsmaterial gehört sofort und sicher in die Mülltonne.

Adventskranz und Weihnachtsbaum sicher aufstellen

Adventskränze und Tannenbäume sind meist mit Kerzen bestückt. Sie gehören immer in Halterungen oder Ständer, deren Material feuerfest und brandsicher ist. Zwei Kerzenflammen auf einem Adventskranz sollten mindestens einen Abstand von zehn bis 15 Zentimetern haben. Auch bei elektrischen Kerzen ist ein Sicherheitsabstand einzuhalten, da auch diese heiß werden können. Brennen echte Kerzen in einem Raum, sollte kein Durchzug herrschen. Sonst brennen die Kerzen schief ab und Wachs läuft in den Adventskranz.

Kerzen aus Wachs sind offene Feuerstellen. Man zündet sie nie in unmittelbarer Nähe zu Gardinen, Vorhängen oder anderen brennbaren Dekorationsgegenständen an. Brennende Adventskranz, Teelichter und Weihnachtsbaum niemals ohne Aufsicht lassen. Weihnachtsbäume sollten in einem festen Standfuß stehen. Adventskränze sollten nicht in einem Regal aufgestellt werden. Die Hitze über den Kerzen kann das darüber liegende Brett in Brand setzen.

Adventskränze sollten auf einer feuersicheren Unterlage stehen. Ein Porzellanteller oder eine Keramikschale, die etwa fünf bis zehn Zentimeter mehr im Durchmesser misst als das Gebinde, sind geeignet.

Sicherer Umgang mit Kerzen

Wenn die Flamme einer Kerze zu hoch brennt oder raucht, kürzt man den Docht mit einer Schere. Abgebrannte Kerzen ersetzt man durch Kerzen gleicher Größe, die in die Halterungen passen. Für größere Kerzen sind die Halter nicht ausgelegt und die Feuergefahr erhöht sich.

Am besten verwendet man selbstverlöschende Kerzen mit Auslaufschutz. Sie sind am Fuß so präpariert, dass der Docht erlischt, wenn das Ende naht und nicht in flüssigem Wachs oder Paraffin um- oder aus der Halterung herausfällt. Für den Notfall sollte ein Feuerlöscher bereitstehen. Zu Not tut es auch ein Eimer Wasser.

Adventskranz und Kinder

Kinder sind besonders gefährdet. Der Adventskranz und seine Dekorationen sind kein Spielzeug. Sie können Gefahren noch nicht richtig einschätzen. Das gilt auch für ältere und verwirrte, pflegebedürftige Personen.

Diese können Gefahren nicht mehr richtig einschätzen. Haustiere können Gefahren gar nicht einschätzen. Ein Katzenschwanz oder Hundeschweif ist in der adventlichen Freude schnell einmal durch die Flamme gezogen. Muschi oder Struppi versuchen vor ihrem glimmenden Schwanz zu fliehen und rennen als gefährliche Lunte durch die Wohnung. Da versteht es sich ganz von selbst, dass Wellensittich Puschi und Kanarienvogel Hansi keinen Freiflug bekommen sollten, wenn Kerzen brennen.

Adventskränze sind oft mit künstlichem Zubehör geschmückt. Tannenzapfen, Pilze und allerlei Plastikfigürchen. Sie gehören nicht in Kindermund, denn sie sind mit Sicherheit nicht kindersicher hinsichtlich Umweltgiften und Farben. Entsorgt wird ein Adventskranz komplett über die Restmülltonne. Befreit man das Tannengrün von Bindedraht und den Dekorationsgegenständen, kann es auch die Komposttonne. LJ/openPR