LUXEMBURG
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DP zieht zuversichtliche Bilanz ihrer Wahlkampagne

Parteipräsidentin Corinne Cahen brachte es auf den Punkt: „Unsere Kampagne lief hervorragend“, erklärte Cahen gestern. „Wir waren voll motiviert mit unseren 60 Kandidaten im ganzen Land unterwegs, haben uns mit viel Engagement gezeigt und positioniert, und uns im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern hervorragend aufgestellt“, meinte sie weiter. Insgesamt schloss die DP ihre Wahlkampagne in ihrer vorerst letzten Veranstaltung demnach sichtlich positiv ab.

Zudem sei der DP mit ihrem knapp 120 Seiten umfassenden Programm ein detaillierteres Zukunftsmodell für das Großherzogtum gelungen als jeder anderen Partei. „Niemand hat so präzise gearbeitet wie wir“, betonte Cahen. „Bei uns weiß jeder ganz genau, was wir vorhaben.“ Dass das Programm zudem nicht nur in den drei Landessprachen zur Verfügung gestellt wurde, sondern in seiner Kurzform darüber hinaus auf insgesamt fünf Sprachen sowie in „einfacher Sprache“ und als Hörbuch erschienen. „Damit hatte wirklich jeder die Chance, unser Programm zu verstehen - für ein Maximum an Transparenz“, meinte die Parteipräsidentin. Gleichzeitig sei dies in Form und Funktion ein insgesamt einmaliges Bekenntnis zur luxemburgischen Sprache und zur Mehrsprachigkeit zugleich: „Wir sprechen nicht nur über Inklusion, sondern leben sie vor.“

Mehr Inhalte im Gespräch

Zudem habe die DP mit einem Akzent auf Inhalte und mit Gesprächen mit den Bürgern stärker punkten können. „Xavier Bettel war mit Abstand der Spitzenkandidat, der sich am meisten in der Öffentlichkeit, auf Versammlungen und bei Diskussionsrunden gezeigt hat und nicht davor zurück schreckte, den Dialog mit den Wählern zu suchen“, unterstrich Cahen. Insgesamt neun Mal wird der Noch-Premierminister quer durch das Land verteilt Rede und Antwort gestanden haben, wenn die Kampagne am heutigen Freitag ein Ende nimmt. „Und ,De Premier bei Iech' war ein voller Erfolg; die Wähler nutzten die Chance zum Gespräch, alle Events waren stets voll gefüllt“, meinte Cahen.

Dass aber nicht nur der Spitzenkandidat unterwegs war, sondern sich auch die anderen 59 Kandidaten der DP-Listen möglichst oft dem Dialog mit dem Bürger gestellt hätten, sei „ganz wichtig“ gewesen. Das habe bestens vermittelt, wie ernst es der Partei bei der Umsetzung des Programms sei. „Wir wollen das Land voran bringen und weiter in die richtige Richtung entwickeln“, unterstrich sie abschließend. „Diese Botschaft ist eindeutig angekommen.“

Das betonte gestern auch Spitzenkandidat Bettel. „Es war menschlich in den vergangenen Wochen und Monaten. Bei den Gesprächen gab es stets interessierte Zuhörer und Fragensteller und einen regen Austausch“, meinte er. „Natürlich gab es dann und wann auch mal Kritik, und dabei zuzuhören war mir extrem wichtig. Dabei konnte ich dann auch angesprochene Entscheidungen erklären; denn Politik ohne Entscheidungen geht nicht. Aber: An diesem Sonntag entscheiden nicht wir - dann entscheiden die Bürger. Sie entscheiden, ob wir weiter positiv in die Zukunft arbeiten, oder ob wir lieber mit Ängsten geschaffene Vorschläge angehen“, betonte er mit Blick auf Programme anderer Parteien.

„Wir glauben an das Erfolgsmodell Luxemburg und sind stolz auf das, was wir in den vergangenen Jahren geleistet haben und freuen uns deshalb für die Zukunft“, unterstrich Bettel deshalb. Das DP-Programm - modern und dennoch traditionell, multikulturell und doch luxemburgisch, multilinguistisch und dennoch auf die Nationalsprache besinnt - zeige, dass sich dennoch Gemeinsamkeiten finden lassen. „Das sind alles andere als Widersprüche“, betonte Bettel.

„Es geht uns allen besser als vor fünf Jahren - das sollte so weiter gehen“, meinte er gestern zum Abschluss. „Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft dieses Landes!“