LUXEMBURG/DUBLIN
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„European Contest for Young Scientists“ in Irland: Fünf junge Forscher für Luxemburg

Jung und den Kopf voller toller Ideen: Lex Muller, Valentin Ringlet, Maverick Schmit, Romain Haas und Ozgu Gomustekin haben bei der 30. Ausgabe des „European Contest for Young Scientists“ (EUCYS) erfolgreich mitgemacht und sind dafür nach Irland gefahren. Bei dem Forscherwettbewerb haben die Jugendlichen Luxemburg vertreten. Der Wettbewerb fand vom 14. bis 18. September in Dublin statt und versammelte junge Forscher aus 38 Ländern aus der ganzen Welt.

Häuser aus dem 3D-Drucker

Die fünf luxemburgischen Teilnehmer waren dabei, weil sie im vergangenen März den nationalen Wettbewerb der „Jonk Fuerscher” gewonnen und sich damit für den EUCYS qualifiziert hatten. In drei Teams stellten sie sich der internationalen Konkurrenz. Keine kleine Nummer, denn der EUCYS ist der größte und wichtigste Wettbewerb für junge Forscher auf europäischer Ebene.

Das erste Projekt, der „Modular concrete 3D printer” von Alex Muller, Valentin Ringlet und Maverick Schmit, ist ein Ingenieurkonzept zur Verbesserung der Wohnsituation in Luxemburg. Der Drucker soll die Gesamtkosten für den Bau eines Gebäudes reduzieren und ist mobiler als die Bautechniken, die heute üblicherweise genutzt werden. Die drei Schüler haben sich am „Lycée Aline Mayrisch“ für ihre Idee zusammengetan.

Romain Haas vom „Lycée de Garçons“ aus Esch/Alzette hat sich mit einem ganz anderen Problem befasst. Er hat mit dem Projekt „Le gangstérisme et le progrès scientifique de 1930 représentés à Tintin et Milou” an dem europaweiten Wettbewerb teilgenommen. In seinem sozialwissenschaftlichen Projekt analysierte Romain die Phänomene des Gangstertums vor dem Zweiten Weltkrieg und den wissenschaftlichen Fortschritt. Als Beispiel nahm er die berühmte Tintin- Comicserie von Hergé.

Im dritten Projekt war der Fokus wiederum ganz auf die Biologie gerichtet: Ozgu Gomustekin befasste sich mit Mehlwürmern, den Larven des Mehlkäfers. Das Projekt trug den Titel „The effect of dietary L-carnitine supplementation on the growth, development and respiration rate of Tenebrio molitor Larvae”. Ozgu ging von der Hypothese aus, dass die Larven, wenn ihre Nahrung durch L-Carnitin ergänzt wird, mehr Sauerstoff aufnehmen und dabei mit der Zeit mehr atmen als Larven aus der Kontrollgruppe. L-Carnitin ist eine chemische Verbindung, die in Lebewesen aus Aminosäuren hergestellt wird. Es spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel, etwa beim Transport von Fettsäuren.

Aufwertung für „Expo-Sciences Luxembourg“

Unterdessen wurde auch eine neue offizielle Vereinbarung zwischen Vertretern des EUCYS und der „Fondation Jeunes Scientifiques Luxembourg“ (FJSL) getroffen. Durch diese Vereinbarung wird die Teilnahme an der „Expo-Sciences Luxembourg“, die jährlich von der FJSL gleichzeitig mit dem nationalen Wettbewerb „Jonk Fuerscher“ organisiert wird, offiziell zu den Preisen gehören, die an einen jungen EUCYS-Gewinner vergeben werden.

Dieses Abkommen erweitert also die internationalen Beziehungen auf europäischer Ebene. „Expo-Sciences Luxembourg 2019“ wird damit also auch Simon Meehan, den Sieger des irischen nationalen Wettbewerbs sowie des EUCYS 2018 willkommen heißen.

Die „Fondation Jeunes Scientifiques Luxemburg“ organisiert seit 1971 unter anderem den nationalen Wettbewerb „Jonk Fuerscher“. Das Hauptziel des Wettbewerbs ist es, junge Menschen zu einer wissenschaftlichen Karriere zu ermutigen und ihr Interesse an Naturwissenschaften zu wecken.


Weitere Informationen unter www.fjsl.lu