LUXEMBURG
SVEN WOHL/DPA

Die Kiki-Challenge greift in den sozialen Netzwerken um und verführt zu Leichtsinn im Straßenverkehr

Das Internet ist nicht nur die Quelle von unendlich vielem Wissen und Informationen. Nein, auch die gefährlichsten Dinge finden dort ihre Verbreitung. Dabei sind nicht unbedingt alle Beispiele so leicht zu erkennen, wie etwa eine Hackerattacke oder ein Virusbefall. Denn viele gefährliche Trends starten als unterhaltsamer Scherz oder sogar als gut gemeinte Aktion.

Ein weiterer Trend schwappt zu uns rüber

Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die so genannte „Kiki-Challenge“. Ein leichtsinniger Social-Media-Trend, der aus den USA herüberschwappt. Bei der „Kiki-Challenge“ steigen Beifahrer aus einem Auto aus und tanzen bei langsamer Fahrt neben der offenen Fahrzeugtür zur Musik des Sängers Drake. Filmchen von solchen Auftritten fluten seit einigen Tagen die sozialen Medien. Inzwischen warnen in Deutschland Polizisten davor, das nachzumachen.

Lustig und schmerzhaft

US-Comedian Shiggy hatte den Tanz zu dem Hit „In my feelings“ des kanadischen Rappers zuerst aufgeführt. Mittlerweile gibt es unzählige Aufnahmen, wie Nachahmer sich zu den Textzeilen „Kiki, do you love me? Are you riding? Say you’ll never ever leave from beside me ’Cause I want ya, and I need ya“ verrenken. Manche von ihnen legen eine sexy Show hin, manche scheitern bitter. Ungefährlich ist es nie.

Auf Internet Videoplattformen wie Youtube lassen sich zahllose Videos zu dem Thema finden. Denn die Mutprobe wird hier eben als Challenge verstanden, die es in den sozialen Netzwerken möglichst Publikumswirksam umzusetzen gilt.

Auch beliebt: „Fail“-Videos. Die Facetten des Scheiterns kennen hier eine bemerkenswerte Bandbreite. Während die meisten beim Aussteigen die Geschwindigkeit des eigenen Wagens unterschätzen und gleich fallen, schaffen es einige gerade noch, sich an der Wagentür festzuhalten, um einige Meter weit über den Straßenbelag geschleppt zu werden, ehe sie sich wieder ins Innere ihres Wagens retten können.

Von Internet-Stars gepusht

Wer sein Auto nicht kennt und die Tür zufallen lässt, kriegt sie nach der Tanzeinlage eventuell auch nicht mehr auf, was ein erhöhtes Gefahrenpotenzial mit sich bringe. Auch bekannte Persönlichkeiten, wie etwa die Rapperin Dani Leigh oder die Schauspielerin und Tänzerin Chachi Gonzales führen diesen wagemutigen Tanz auf. Auf Instagram werden sie mit Millionen von Aufrufen dafür belohnt. Gefährlich bleibt die Aktion nichts desto trotz.