LUXEMBURG
SVEN WOHL

Zahlreiche Waldbrände lassen sich leicht verhindern

Waldbrände sind keine Seltenheit in Luxemburg. Alleine dieses Jahr mehrten sich die Fälle. Bestes Beispiel: Der Brand in einem Waldstück bei Schlindermanderscheid, der acht Hektar Wald einforderte. Oft ist der Mensch Ursprung dieser Brandkatastrophen. Unachtsamkeit spielt dabei die größte Rolle, weshalb die Brandursachen sich relativ leicht bekämpfen lassen.

Achtlos weggeworfene Zigaretten und andere Gefahrenquellen

So weist das Umweltministerium auf seiner Homepage darauf hin, dass vor allem bei längeren Perioden der Trockenheit und Hitze das Risiko eines Waldbrandes akut steigt. Selbst kurze Schauer würden an diesem Umstand wenig ändern. Im Wald oder am Waldrand zu grillen mag für viele nach einer verlockenden Idee klingen, doch das Risiko, dass hierbei ein Waldbrand entstehen könnte, ist alles andere als gering.

Die achtlos weggeworfene Zigarette ist dabei nicht bloß ein Klischee, sondern bittere Realität: Sie sind einer der größten Verursacher von Waldbränden. Ebenfalls gefährlich sind Glasscherben oder Glasflaschen, die wie eine Lupe wirken und so ein Feuer entzünden können.

Als Fußgänger lebt man gefährlich

Es sind jedoch nicht nur die kleinen Objekte, von denen eine Gefahr ausgeht. Auch der eigene Wagen sollte hier nicht unterschätzt werden und niemals in der Gegend eines brennbaren Gegenstandes oder Vegetation stehen.

Selbst wer zu Fuß unterwegs ist, sollte achtsam sein. So sollten nur gekennzeichnete oder leicht erkennbare
Wege genutzt werden, damit man im Falle eines Brandes leicht aus dem Wald heraus findet und man nicht Gefahr läuft, ins Feuer zu geraten. Dabei sollte man sich so schnell wie möglich vom Brand entfernen.

Wer eine Rauchwolke entdeckt, sollte unverzüglich die Notdienste informieren. Versuchen sie, so präzise wie nur möglich anzugeben, wo der Brand zu sehen ist. Auch sollten sie präzisieren, welche Personen präsent sind, ob Wohnhäuser in der Nähe zu finden sind und in welche Richtung sich das Feuer entwickelt. Bleiben sie am Telefon, bis der Leiter der Notrufzentrale alle Informationen gesammelt hat, die benötigt werden, um den Brand effizient zu bekämpfen.

Wälder bedecken 34 Prozent der Fläche Luxemburg, erfasst das STATEC. Das sind umgerechnet 88.000 Hektar.