Wahlbezirk Süden

Proporzgemeinden

Bettemburg - In Bettemburg, wo eine CSV/déi gréng/DP-Koalition regiert, waren diesmal 15 statt wie bisher 13 Mandate zu besetzen. Die CSV um Bürgermeister Laurent Zeimet konnte einen Sitz dazu gewinnen (auf 5), die Grünen und die DP mit Einbussen ihre zwei respektive einen Sitz halten. Die Sozialisten verbuchen sechs Sitze, büssten aber im Vergleich zu 2011 2,8 Prozent an Stimmen ein, wobei der ehemalige Bürgermeister Roby Biwer die meisten Stimmen erhielt und LSAP-Rat Guy Frantzen die zweitmeisten. Rechnerisch könnte die bestehende Koalition fortgesetzt werden. Neu dabei ist die ADR, die mit Fernand Ahles einen Sitz holt. CSV und DP zeigten sich bereit die bestehende Zusammenarbeit fortzuführen. Der Meinung sind auch die Grünen, die "Zünglein an der Waage" in Bettemburg waren - die Dreierkoalition wird demnach weiter geführt.

Es war schon kurz nach den Kommunalwahlen klar, dass in Bettemburg die Dreierkoalition aus CSV, Grüne und DP weitermachen will. Die LSAP würde weiterhin in der Opposition bleiben. Im Bettemburger Rat sind nach diesen Wahlen fünf Fraktionen vertreten: LSAP (6), CSV (5), déi Gréng (2), DP (1) und adr (1). Nun haben die drei Ratsfraktionen ihr neues Koalitionsabkommen für die Legislaturperiode von 2017 bis 2023 unterzeichnet. Neu ist, dass der Schöffenrat um eine Stelle erweitert wird. In Zukunft wird die CSV, neben Bürgermeister Laurent Zeimet, mit Christine Dörner eine zweite Schöffin stellen. In der abgelaufenen Legislaturperiode hatte es zeitweise ein Zerwürfnis zwischen Bürgermeister Zeimet und der damaligen Rätin Dörner gegeben. Das Amt der formal Ersten Schöffin behält Josée Lorsché von den Grünen. Ebenfalls wird Gusty Graas (DP) weiterhin als Schöffe amtieren. 

 

Differdingen -  "Déi Gréng" um Bürgermeister Roberto Traversini konnten in Differdingen einen Stimmenzuwachs von sage und schreibe 20,3 Prozent gegenüber 2011 verbuchen. Sie gewinnen vier Sitze hinzu und kommen nunmehr auf sieben. Abgestürzt sind hingegen die Liberalen, die 22 Prozent der Stimmen verlieren und nunmehr auf 12 Prozent und zwei Sitze kommen. Während der Grünen-Koalitionspartner LSAP vier Prozent einbüsst, gewinnt die CSV 5,3 Prozent hinzu und zieht mit der LSAP gleich, was die Sitzzahl anbelangt (jeweils vier Sitze). Linke und KPL behalten ein Mandat im Gemeinderat. Bürgermeister Traversini führte Koalitionsgespräche mit der CSV, am Montagabend stand die "Entente". Die Schöffen heissen Georges Liesch, Laura Pregno (beide Grüne) sowie Robert Mangen (CSV).
Am Donnerstagabend verschickte die Gemeindeverwaltung folgende Mitteilung: "Déi gréng et le CSV, sortis vainqueurs à Differdange des élections communales du 8
octobre 2017, viennent de signer l’accord de coalition qui servira de base à la politique
communale des six prochaines années.
Ressorts
Les ressorts seront répartis de la façon suivante:
Roberto Traversini, déi gréng, bourgmestre
• Ressources humaines
• Finances communales
• Sport et associations sportives
• Intégration
• Communication
• Logement et AIS Kordall
• Sapeurs-pompiers
• Commerce et industrie
• Capitale européenne de la culture 2022
Tom Ulveling, CSV, 1er échevin
• Bâtiments publics
• CID
• Affaires culturelles et associations culturelles
• Festivités
• Aires de jeux
• Capitale européenne de la culture 2022
Georges Liesch, déi gréng, échevin
• Environnement
• Urbanisme et développement urbain
• Circulation
• Énergie
• Agents municipaux
• Informatique
Laura Pregno, déi gréng, échevine
• Affaires scolaires et structures d’accueil
• Jeunesse
• Égalité des chances
Robert Mangen, CSV, échevin
• Affaires sociales
• Sécurité publique
• Tourisme
• Séniors
• Santé publique
• Cultes
• Capitale européenne de la culture 2022
• Président du Comité de prévention"

Dippach - In Dippach war eine LSAP/DP-Koalition am Ruder. Die LSAP um Bürgermeisterin Manon Bei-Roller sieht ihre fünf Sitze bestätigt. Auch die DP behält ihre zwei, obwohl sie 2,4 Prozent der Stimmen einbüsste. Ein Debakel erlebte die CSV, die 15,5 Prozent der Stimmen verlor und zwei Sitze einbüßte. Die gingen an die "Biergerlëscht" um Sven Schaul. LSAP und DP haben beschlossen, ihre Koalition weiter zu führen. Inzwischen protestierte die "Biergerlëscht" dagegen, dass Bürgermeisterin Manon Bei-Roller kein Gespräch mit der Liste gesucht hat, ob wohl sie die "eigentlichen Wahlgewinner" seien. Allerdings hat die formal erst vor wenigen Wochen gegründete Bürgerliste eine politische Vorgeschichte, die einige Jahre zurückreicht und das in einem Schöffenrat notwendige Vertrauensverhältnis belasten, wenn nicht unmöglich machen würde. Am Samstagmorgen kam diese Mitteilung:
"Avec la présente les sections locales de Dippach des partis LSAP et DP confirment vouloir continuer leur coalition. Ainsi un accord de coalition pour les années 2017 à 2023 vient d’être signé. Lors des élections du 8 octobre 2017 les deux partis se sont vus confirmés et le collègue échevinal sera composé des trois premiers élus de la commune.
Nous tenons encore à remercier les électeurs et promettons de continuer notre travail dans leur sens les années à venir." Signiert: Manon Bei-Roller (LSAP, Bürgermeisterin), Max Hahn (DP, 1. Schöffe), Jean-Paul Bleser (LSAP, 2. Schöffe).

Düdelingen - Mit 50,3 Prozent der Stimmen sichert sich die LSAP in Düdelingen die absolute Majorität von zehn Sitzen, trotz Stimmverlusten von 3.6 Prozent. Die CSV gewinnt vier Prozent dazu und kommt nunmehr auf 5 Sitze (+2). Die Grünen halten zwei Mandate, Linke und ADR eins. Dan Biancalana bleibt demnach Bürgermeister. "Unsere Gemeinde hat nun über 20.000 Einwohner, wir haben also die Möglichkeit, einen vierten Schöffen zu bekommen", erklärt Biancalana. Bei einer Mitgliederversammlung der LSAP-Sektion am 24. Oktober werde er die Namen der Nächstgewählten auf der LSAP-Liste vorschlagen. Das sind Loris Spina, René Manderscheid, Josiane Di Bartolomeo-Ries und Claudia Dall’Agnol. Die Gattin des "Chamber"-Vorsitzenden Mars Di Bartolomeo wäre demnach neu im Schöffenrat. 

Esch-Alzette - In Esch-Alzette zeichnete sich schon am frühen Nachmittag eine bittere Niederlage für die LSAP ab. In der Tat mussten die Sozialisten um Bürgermeisterin Vera Spautz 10,6 Prozent der Stimmen und drei Sitze abgeben und wurden nur zweite politische Kraft hinter der CSV, die 11,7 Prozent der Stimmen gewann - sowie zwei Sitze. Die Christlich-Sozialen um Rat Georges Mischo, der mehr persönliche Stimmen holte als Bürgermeisterin Spautz, haben nun sechs Mandate, genauso viel wie die Sozialisten. Der Grüne LSAP-Koalitionspartner konnte einen Sitz hinzu gewinnen (auf drei), und auch die DP legte einen zu (auf zwei). Die Linke bleiben bei zwei Sitzen. Der Ball für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen liege nun bei der CSV, sagt Bürgermeisterin Vera Spautz (LSAP). CSV-Spitzenkandidat Georges Mischo will Gespräche mit allen Parteien führen. Er dürfte allerdings Bürgermeister werden. Allerdings hat die LSAP noch nicht aufgegeben: Am Mittwoch kündigte sie an, Gespräche mit allen anderen Parteien aufnehmen zu wollen.
Am Donnerstagmorgen verschickte die CSV Esch folgende Pressemitteilung:  "Am Mittwoch 11. Oktober 2017 haben sich eine Delegation der CSV Esch und von Déi Gréng Esch zu einem Sondierungsgespräch getroffen. Das Gespräch verlief positiv und konstruktiv, so dass beide Parteien ihren jeweiligen Gremien den Vorschlag unterbreiten werden Koalitionsverhandlungen miteinander aufzunehmen". Am Donnerstagabend folgte dann diese Mitteilung: "Nach erfolgreichen Sondierungsgesprächen mit den Verhandlungsdelegationen von Déi Gréng Esch und der DP Esch, hat die Verhandlungsdelegation der CSV Esch am heutigen Donnerstag-Abend den Escher CSV-Delegierten vorgeschlagen Koalitionsverhandlungen mit Déi Gréng und DP aufzunehmen.
Das zuständige Gremium hat einstimmig den CSV-Verhandlungsführern das Mandat zu Koalitionsverhandlungen ausgesprochen." Am Dienstagabend, dem 24.10 kam es zur definitiven Koalitionsbildung: „Nach rund zwei Wochen Verhandlungen, wurde am heutigen Abend in den respektiven Gremien der lokalen Parteisektionen der CSV, Déi Gréng und DP das ausgehandelte Koalitionsabkommen nach Abstimmung angenommen.

Das Koalitionsabkommen, welches von Georges Mischo, Martin Kox und Pim Knaff, unterzeichnet wurde, beinhaltet 23 ’Zukunftsthemen‘ in welchen die gemeinsamen Ziele der neuen Koalition dargelegt werden.

Der politische Wechsel ist da, was niemand für möglich gehalten hatte ist perfekt: Das einstmals „rote Esch“ hat einen Schöffenrat ohne Sozialisten! Am Dienstagabend unterzeichneten die drei Partner CSV, déi gréng und DP ihr Koalitionsabkommen um die Geschicke der Stadt Esch/Alzette in den nächsten sechs Jahren zu lenken. Die LSAP, déi Lénk und der mittlerweile unabhängige Dan Codello werden die Oppositionsbank besetzten.

Am Dienstagabend hatten die drei Partner folgende Erklärung herausgegeben: „Nach rund zwei Wochen Verhandlungen, wurde am heutigen Abend in den respektiven Gremien der lokalen Parteisektionen der CSV, Déi Gréng und DP das ausgehandelte Koalitionsabkommen nach Abstimmung angenommen. Das Koalitionsabkommen, welches heute von Georges Mischo, Martin Kox und Pim Knaff, unterzeichnet wurde, beinhaltet 23 'Zukunftsthemen' in welchen die gemeinsamen Ziele der neuen Koalition dargelegt werden. Das Bürgermeisteramt wird Georges Mischo bekleiden. CSV, Déi Gréng und DP werden jemals mit einem Schöffen im Schöffenrat vertreten sein. Der verbleibende Schöffenposten wird geteilt, so dass die ersten drei Jahre ein Vertreter von Déi Gréng und die letzten drei Mandatsjahre ein Vertreter der CSV das Amt übernehmen werden.“

Die Schöffenämter werden von Martin Kox (déi gréng) – der dem Schöffenrat schon vorher angehörte - , Pim Knaff (DP) und André Zwally (CSV) besetzt. Der vierte Schöffenposten fällt an Mandy Ragni („déi gréng“) wird dieses aber 2020 an Frunnes Maroldt (CSV) abgeben.

Frisingen  - In Frisingen hält die oppositionelle "Är Equipe" mit 45,2 Prozent der Stimmen die Spitzenposition und fünf Mandate. Die beiden Koalitionspartner CSV (um Bürgermeisterin Marie-Louise Aulner) und LSAP büssen jeweils 8,5 Prozent (auf 26,5 Prozent der Stimmen) und 2,6 Prozent (auf 16,1 Prozent der Stimmen) und kommen gemeinsam auf fünf Mandate, was nicht für ein. Neu dabei ist die DP, die 12,2 Prozent der Stimmen für sich verbuchte. Carlo Raus zieht für die Liberalen in den Gemeinderat ein. Nach den Wahlen kommen die bisherigen Koalitionspartner CSV (die Partei von Bürgermeisterin Maire-Louise Aulner büsste einen Sitz ein) und LSAP zusammen nur auf fünf Sitze. Die “Equipe” hält auch fünf Mandate. Die DP, die in Frisingen einen Sitz erlangte wird zum “Königsmacher” und koaliert mit der “Equipe”.

Die frühere Bürgermeisterin von Frisingen, Marie Louise Aulner, will ihr Mandat im Gemeinderat aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Wie aus einer Mitteilung der CSV, die seit den Kommunalwahlen die Oppositionsbank drücken muss, hervorgeht, wird Michèle Hansen-Houllard nachrücken.

Habscht –  Die Gemeinden Hobscheid und Simmern fusionieren zum 1. Januar. Gewählt wird in Hobscheid nach dem Proporzsystem und in Simmern nach dem Majorzsystem. In Simmern waren 491 Wähler eingetragen. Manou Decker bekam 266 Stimmen, Astrid Mosel-Kneip 178, Roger Franck 150 und Mély Steinbach 146. Sie werden also künftig im Gemeinderat von Habscht sitzen. In Hobscheid wurde die Mannschaft von CSV-Bürgermeister Serge Hoffmann mit 64,9 Prozent der Stimmen bestätigt (-8,5 Prozent), und hält die absolute Majorität. Die LSAP verliert einen Sitz, dafür kommt die DP aus dem Stand auf zwei Sitze, die an Mireille Roemer und Jean-Paul Lickes gehen. Damit sitzt eine neue politische Kraft im Gemeinderat von Hobscheid.

Käerjeng – Hier wurde zum ersten Mal nach der Fusion zwischen Bascharage und Küntzig nach dem Proporzsystem auf dem ganzen Gebiet der Gemeinde gewählt. Die Wahl war besonders spannend, da ein Koalitionspartner, die "Biergerinteressien Gemeng Kéinzeg", die mit der CSV und den Grünen regierte, nicht mehr antrat. Wie es scheint sind ihre Stimmen vor allem der CSV um Bürgermeister Michel Wolter zugute gekommen, die 7,3 Prozent und drei Sitze dazugewinnt (auf 7). Die Grünen verlieren leicht und bleiben bei zwei Sitzen. Die DP gewinnt 1,8 Prozent hinzu, bleibt aber bei einem Sitz. Die ADR kommt auf 4,8 Prozent, schafft es aber nicht in den Gemeinderat. Die LSAP verliert mit 7,9 Prozent deutlich, behält aber fünf Sitze. Merke: Die Zahl der Mandate in Käerjeng ist angestiegen. CSV und Grüne haben am Dienstag einen Kooperationsvertrag für die Legislatur 2017-2023 unterzeichnet. Die Details sollen in den kommenden Tagen noch ausgearbeitet werden und das Koalitionsabkommen von den Parteiinstanzen abgesegnet werden. Die CSV bekommt den Bürgermeister und zwei Schöffen. Der Posten des 1. Schöffens geht an die Grünen.

Kayl - Die LSAP konnte zwar ihre Position als erste politische Kraft mit 40,3 Prozent der Stimmen (-3,7 Prozent) verteidigen, verliert aber einen von sechs Sitzen. Die CSV legt um 5,1 Prozent zu und erringt einen zusätzlichen Sitz (auf vier). Der bisherige LSAP-Koalitionspartner legt leicht zu auf 17 Prozent (2 Sitze), die DP verliert 2 Prozent, behält aber zwei Sitze. Bürgermeister John Lorent behält die meisten Stimmen, büsst aber ein. Die rot-grüne Koalition wird hier weiter geführt. 

Kehlen - Der LSAP-Koalitionspartner CSV holt einen zusätzlichen Sitz in Kehlen (auf fünf) und hat mit Félix Eischen den bestgewählten Politiker. Die LSAP um Bürgermeister Guy Scholtes verliert gleich zwei Sitze (auf 3), die Grünen bekommen eine weiteren Sitz (auf zwei), die DP legt zwar um 2 Prozent zu auf 12,9 Prozent, es reicht aber nur für einen Sitz. 5,5 Prozent der Stimmen entfielen in Kehlen auf die Piraten. Félix Eischen wird neuer Bürgermeister und führt die Koalition mit der LSAP weiter. Am Montagabend wurde der Koalitionsvertrag unterzeichnet.

Kopstal – In Kopstal findet heute gleichzeitig ein Referendum statt, ob die Gemeinde weiter im Süd-Wahlbezirk bleiben soll oder dem Zentrumswahlbezirk zugeordnet werden soll. 63 Prozent der Wähler sprachen sich für einen Wechsel in den Zentrumswahlbezirk aus. Politisch gesehen ist die CSV mit +14,2 Prozent der Stimmen der Wahlgewinner. Die nunmehr stärkste politische Kraft in der Gemeinde legt einen Sitz auf 4 zu, das gleich ist der Fall beim Koalitionspartner "Aër Equipe". Die DP behält drei Mandate und legt leicht zu (+0,3 Prozent). Der amtierende Bürgermeister Romain Adam landet stimmenmässig allerdings nur auf Platz fünf. Thierry Schuman (CSV) holt mit 662 die meisten Stimmen. DP und CSV haben sich bereits auf eine Koalition geeinigt. Carlo Schmit, Erstgewählter auf der liberalen Liste, wird Bürgermeister, Schuman und Raoul Weicker Schöffe. Nach drei Jahren soll dann einer der beiden CSV-Schöffen Bürgermeister werden. Die DP behält dann ein Schöffenamt.

Mamer - Die Resultate für Mamer liegen vor: Hier bleibt die CSV mit 41,37 Prozent der Stimmen und sechs Mandaten (Roth, Feller, Schmit, Beissel, Buchette, Kerschenmeyer) die stärkste Kraft und musste gegenüber 2011 nur leicht (-0,6 Prozent) abgeben. Saurer ist hier schon der Verlust der Sozialisten: -3,1 Prozent auf 20,6 Prozent. Sie behalten aber ihre drei Sitze (Negri, Trausch, Rosenfeld). Die Grünen legen indes 3,1 Prozent zu auf 26,2 Prozent. Aber auch sie bleiben bei drei Sitzen (Weydert, Schaaf-Haas, Besch-Glangé). Die DP verbessert sich leicht um 0,6 Prozent auf 11,8 Prozent, bleibt aber bei einem Mandat (Sven Bindels). Bürgermeister Gilles Roth erhält die meisten Stimmen, büsst aber fünf Prozent gegenüber 2011 ein. CSV-Schöffe Luc Feller hingegen legt um 20,5 Prozent Stimmen zu. Neu im Gemeinderat sind Adèle Haas-Schaaf (gréng) und DP-Spitzenkandidat Sven Bindels. CSV und LSAP beschlossen am späten Nachmittag bereits, die Koalition fortzuführen.

Monnerich - Auch wenn Bürgermeisterin Christine Schweich die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte: Die LSAP verliert die absolute Majorität in Monnerich und büsst von sieben Sitzen zwei ein (-elf Prozent). Grosse Gewinnerin ist die CSV (+15,4 Prozent der Stimmen), die mit der Abgeordneten Nancy Kemp-Arendt in den Wahlkampf gegangen war. Sie wurde Zweitgewählte auf der CSV-Liste. Die DP behält zwei Sitze und die Grünen einen. CSV und DP beschlossen am Montagabend eine KoalitionJeannot Fürpass (CSV) wird Bürgermeister, Jean Kihn Schöffe. Der zweite Schöffenposten wird zwischen Serge Gaspar (DP) und Nancy Kemp-Arendt (CSV) „gesplittet“.

Petingen - Wegen eines Problems bei der Stimmenauszählung wurden die Resultate hier erst am frühen Montagmorgen bekannt. Die CSV um Bürgermeister Pierre Mellina gewinnt 41,3 Prozent der Stimmen und baut ihren Vorsprung aus um 0,9 Prozent und konsolidiert ihre acht Sitze. Die LSAP verliert 7,1 Prozent und büsst einen Sitz ein auf 4. Die Grünen verlieren leicht und behalten ihre zwei Sitze. Die DP verliert 5,1 Prozent und behält ihren Sitz. Die "Konservativen" um Ex-ADR-Rat Joe Thein bekamen 2,4 Prozent der Stimmen und schafften den Einzug in den Gemeinderat nicht. Auch die ADR kamen nicht rein (-3 Prozent).  Das Gleiche gilt für "déi Lénk", die aus dem Stand 4 Prozent erreichten. Die Überraschung waren die Piraten: 9,2 Prozent aus dem Stand und zwei Sitze. Am Donnerstag haben CSV und LSAP einen Koalitionsvertrag unterschrieben. Pierre Mellina bleibt Bürgermeister. Sein Vorgänger im Amt, der jetzige Abgeordnete und Ex-Minister Jean-Marie Halsdorf (CSV) wird 1. Schöffe, und Raymonde Conter-Klein (CSV) 2. Schöffin. Das dritte Schöffenamt geht an Romain Mertzig (LSAP).

Roeser - Die LSAP um Bürgermeister Tom Jungen verbucht 46,3 Prozent der Stimmen (+2,4 Prozent), die CSV legt 7,6 Prozent und einen Sitz zu. Die Grünen büssen 7,4 Prozent ein, bleiben aber bei 2 Sitzen. Das Gleiche gilt für die DP, die 2 Prozent einbüsst.

Rümelingen - In Rümelingen verliert die LSAP die absolute Majorität und büsst zwei von sieben Sitzen ein (Stimmen: 48 Prozent). Die CSV legt leicht zu auf 32 Prozent und holt einen zusätzlichen Sitz (vier). Die KPL behält ihren Sitz. Der DP, die erstmals seit 1999 dort wieder antrat, gelange es 10,8 Prozent der Stimmen zu holen. Spitzenkandidat Patrick "Mini" Wagner zieht in den Gemeinderat ein. In Rümelingen kommt es zu einer Koalition zwischen LSAP und KPL, wie am Abend des Mittwochs 18. Oktober beschlossen wurde, Henri Haine (LSAP) bleibt Bürgermeister und Viviani Biasini (LSAP) 1. Schöffin. 2. Schöffe wird der langjährige Rat Edmond Peiffer (KPL). Ein Koalitionsabkommen werde in den kommenden Wochen ausgearbeitet. Der Zusammenschluss von LSAP und KPL müsse noch von den jeweiligen Generalversammlung der jeweiligen Parteisektionen abgesegnet werden, heisst es.

Sanem - In Sanem gab es am Sonntag 17 statt bisher 15 Gemeinderäte zu bestimmen. Bürgermeister Georges Engels LSAP büsste gegenüber 2011 acht Prozent der Stimmen ein, behält aber sieben Sitze. Der LSAP Koalitionspartner Grüne hingegen büssen 4,6 Prozent an Stimmen ein und verlieren einen Sitz auf zwei insgesamt. Grösster Gewinner in Sanem ist die CSV mit +9,4 Prozent und zwei Sitzen mehr (auf 5 insgesamt). Es folgen "déi Lénk", für die die frühere grüne Schöffin Myriam Cecchetti kandidierte. Sie kommen auf 13 Prozent der Stimmen, legen 6,4 Prozent zu und haben nun zwei statt einem Mandat im Gemeinderat. Die DP verlor 1,3 Prozent der Stimmen, hält aber weiterhin ein Mandat. Bürgermeister Georges Engels LSAP büsste Stimmen ein, behält aber sieben Sitze. Er braucht noch zwei für eine Majorität, die bislang eine Rot-Grüne war. Die Frage ist, mit wem er nun koalieren könnte. Gewinner in Sanem waren die CSV (+2 auf 5 Sitze) und „Déi Lénk“ (+1 auf zwei Sitze), für die die Ex-Grünen-Schöffin Myriam Cecchetti und Ex-LSAP-Rat José Piscitelli in den Rat kommen. Sie hatten eine Mehrheitsbeteiligung bereits am Wahlabend ausgeschlossen. Die Sanemer LSAP führt Sondierungsgespräche mit den Grünen und der CSV.

Am 17. Oktober hat sich die LSAP dazu entschlossen ihren Weg zu gehen: : „…Nachdem die LSAP mit der CSV und déi Gréng konstruktive Sondierungsgespräche geführt hat, hat die Fraktion der LSAP Gemeng Suessem (…) mit großer Mehrheit beschlossen, die Gespräche mit der CSV fortzusetzen um ein Koalitionsabkommen auszuarbeiten... . Fest steht schon, dass Georges Engel (LSAP) Bürgermeister bleibt.

Die neue „déi lénk“ Suessem reagierte auf die Ankündigung ziemlich ungnädig: Man nehme die Bildung einer großen Koalition zur Kenntnis, wörtlich heißt es dann „Zu Ende ist somit die zwölfjährige Koalition mit den Grünen. Machtansprüche der LSAP, mangelnde Transparenz und Versagen in wesentlichen sozialen und ökologischen Fragen haben zu einem letztendlichen Scheitern dieses Bündnisses geführt. Die Grünen haben sich aus reinen Machterhaltungsgründen selber aufgegeben und sind neben der LSAP der zweite große Verlierer. Déi Lénk, die (…) der eigentliche lokale Gewinner dieser Wahl sind, (…)  wurden vom Bürgermeister am Wahlabend als möglicher Koalitionspartner ausgeschlossen, wohl weil er eine Entwicklung nach links in der Gemeinde Sanem für ausgeschlossen hält.“.

 

Schifflingen - In Schifflingen waren diesmal 15 statt 13 Mandate zu bestimmen.  Die LSAP, die ohne den langjährigen Bürgermeister Roland Schreiner angetreten war, büsst zwar 6,1 Prozent ihrer Stimmen ein, verteidigt aber ihre sechs Sitze. Gleich zwei Sitze zu legt die CSV (auf sechs), die Grünen behalten zwei und die DP einen Sitz. Bestgewählter war der bisherige Schöffe Carlo Feiereisen (LSAP), vor Paul Weimerskirch (CSV), ebenfalls Schöffe und CSV-Parteipräsident Marc Spautz. Wie zu erfahren war, wird die CSV am Mittwoch Koalitionsgespräche mit den Grünen aufnehmen. Sollten eine solche Koalition zustande kommen und die LSAP in die Opposition verbannt werden, könnte Paul Weimerskirch (CSV) Bürgermeister werden. Und der bisherige "déi gréng"-Rat Albert Kalmes in den Schöffenrat aufrücken. "D'LSAP hellt zur Kenntnis, dass CSV an déi Gréng déi zukünfteg Majoritéit bilden an d'LSAP an Oppositioun schécken. D'LSAP wäert och an der Oppositioun eng Politik fir Bierger leeschten. Mir wenschen eise gewielte Vertrieder Bonne Chance fir des nei a grouss Erausfuerderungen", heisst es in einem Facebook-Post der Schifflinger LSAP. 

Die sowieso schon verfahrene Lage in Schifflingen, zwei Brüder in unterschiedlichen Parteien auf den Spitzenplätzen, wird jetzt durch einen Todesfall weiter verkompliziert. Der fünftgewählte auf der LSAP-Liste, Jean-Paul Braquet, ist überraschend verstorben. Der erste Nachrücker auf der LSAP-Liste wäre Yves Fiorelli als siebtgewählter.

Genau einen Monat nach der Wahl steht seit dem 8. November die CSV/déi gréng-Koalition, wie einer Mitteilung der beiden lokalen Parteisektionen zu entnehmen ist:  "Auf Grund der Resultate der Gemeinderatswahlen vom 8. Oktober 2017 und angesichts einer gemeinsamen Grundphilosophie in Sachen Gemeindeführung und Gemeindepolitik haben sich die Schifflinger Sektionen der CSV und „déi gréng“ geeinigt eine Koalition zu bilden und für die kommenden sechs Jahre gemeinsam den Schöffenrat zu führen.

Am Mittwochabend gaben die zuständigen Gremien grünes Licht.

Die Zuständigkeitsbereiche werden wie folgt festgelegt:

-Bürgermeister Paul Weimerskirch (CSV): Finanzen und Budget, Administration und Personal, Bildung, Schule, Kultur und Kultus, Klimateam, Ansprechpartner für Bürgerkommission, Regionales Zusammenarbeiten und Städtepartnerschaft, Öffentliche Sicherheit und ziviler Schutz, Entwicklungshilfe sowie Öffentlichkeitsarbeit

-Erster Schöffe Albert Kalmes („déi gréng“): Ansprechpartner für die Abteilung SUDD mit folgenden Zuständigkeitsbereichen Stadtentwicklung, Bauten, Sozialer Wohnungsbau, Energie, Umwelt- und Naturschutz (Schöffe für Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit)

-Schöffe Marc Spautz (CSV) mit folgenden Aufgabengebieten: Wirtschaftliche Entwicklung, soziale Kohäsion, Integration, Jugend, Senioren, Sport, Freizeit und Soziales sowie Ansprechpartner für Atelier (Schöffe für Integration, Soziales und wirtschaftliche Entwicklung)

-Schöffe Carlo Lecuit (CSV): Ansprechpartner für STNI mit den Zuständigkeitsbereichen für Infrastrukturen, Verkehr und Verkehrssicherheit. Außerdem alle Fragen betreffend Chancengleichheit. (Schöffe für Infrastrukturen, Verkehr und Chancengleichheit)

Die Schwerpunkte des Koalitionsabkommen bilden u.a. ein Mehr an Bürgerbeteiligung, die Erstellung und schnellstmögliche Verabschiedung eines Masterplans betreffend eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Aufstellung eines modernen Verkehrskonzeptes mit Schwerpunkt „Mobilité active“, eine moderate Wohnungsbaupolitik und die Schaffung eines kinder- und seniorengerechten Umfeldes, auch nach dem Prinzip des „Design for all“."

Steinfort - In Steinfort müssen sowohl die Koalitionäre CSV (weniger einiger Sitz) als auch die DP (es bleibt bei einem Sitz) empfindliche Verluste hinnehmen (CSV: -4,4 Prozent, DP -6,3 Prozent) sondern auch die LSAP (-4,5 Prozent). Allerdings behält sie fünf Sitze. Die Grünen kommen auf 15,3 Prozent der Stimmen. Yann Wunsch zieht für sie in den Gemeinderat ein. Am Mittwochabend kam die Nachricht, dass LSAP und „Déi Gréng“ eine Koalition geschmiedet haben. Bürgermeister wird Guy Pettinger, der bereits zwischen 2004 und 2011 in dieser Funktion war. Sammy Wagner (LSAP) wird erster Schöffe, Yann Wunsch zweiter.

Majorzgemeinden

Garnich - Bürgermeister Georges Fohl ging mit 756 Stimmen deutlich als Erstgewählter aus der Wahl hervor. Auf den folgenden Plätzen wurden in den Rat gewählt: Marie-Josée Glodt-Dondlinger (539 Stimmen), Arsène Muller (524), Karin Hirsch-Nothum, austretende Rätin (517), Lou Dondlinger, austretender Rat (488), Serge Backendorf (480), Sonia Fischer-Fantini (474), Yolande Drui-Majerus (406) und Sascha Urbanzick, austretender Rat (402). 

Koerich - In Koerich landet Bürgermeisterin Pia Flammang-Risch mit 554 Stimmen nur auf dem dritten Platz hinter den austretenden Räten Jean Wirion (647 Stimmen) und Norbert Velu (558 Stimmen). Im Gemeinderat sind auch Yves Weiland, Jasmine Lanckohr, Eugène Kemp, Marc Jacobs, Vanessa Fernandes Cavaco und Véronique Scherer-Thill.

Reckingen-Mess - Der austretenden Bürgermeister Carlo Muller wird mit 730 Stimmen bestätigt. Rat Robert Leclerc ist Zweitgewählter mit 662 Stimmen, der austretende Schöffe Christian Tolksdorf mit 576 Stimmen dritter. In den Gemeinderat gewählt wurde auch der austretenden Schöffe Lucien Franck, Rätin Nicole Thorn, Marc Ludwig, Dominique Da Costa, Sonja Ries und Esther Schortgen.

Wahlbezirk Zentrum

Proporzgemeinden

Bissen – Die Gemeinde Bissen hat erstmals nach dem Proporzsystem gewählt. Nur zwei Listen traten hier an. Mit 51,81 Prozent errang die CSV hier die absolute Majorität. Die Liste "Är Leit" kam auf 48,19 Prozent; deren Spitzenkandidat und bisheriger Schöffe David Viaggi errang allerdings mit 1.243 Stimmen mehr Stimmen als der bisherige Bürgermeister und Spitzenkandidat der CSV, Jos Schummer, der nur 1.107 Stimmen bekam. Zu vergeben waren elf Mandate, angetreten sind 22 Kandidaten. Bei "Är Leit" gewählt sind außerdem noch Roger Saurfeld (771 Stimmen), Kevin Englebert (634), Georges Lucius (581) und Loïc Brune (579). Bei der CSV gewählt wurden neben Jos Schummer Carlo Mulbach (844), der bisherige Schöffe Frank Clement (926), Joëlle Fagny ép. Kraus (678), Cindy Barros Dinis ép. Seyler (655), und Christian Hoscheid (584).  Jos Schummer will auch in den nächsten sechs Jahren das Bürgermeisteramt übernehmen.

Bartringen - In Bartringen, wo sich für 13 Mandate 52 Kandidaten gemeldet hatten, bekam die DP mit 49,88 Prozent die absolute Mehrheit und konnte einen Sitz dazu gewinnen. Bürgermeister Frank Colabianchi erhielt mit 2.161 Stimmen die meisten Stimmen. Die CSV kam auf 24,16 Prozent der Stimmen, die Grünen auf 16,15 Prozent und die LSAP auf 9,81 Prozent. Bei der DP gewählt sind außerdem Monique Smit-Thus (1.546), Emile Krier (1.536), Patrick Michels (1.506), Frank Demuyser (1.212), Youri De Smet (1.153) und Jessy Krier (1.132). Bei der CSV sind Carlo Lux (911), Guy Weirich (905) und Nadine Schares (725( gewählt, bei den Grünen Mohammed Ben Khedher (603) und Roger Miller (502), und bei der LSAP Fernand Caas (642). Nach dem die DP mit sieben von dreizehn Sitzen die absolute Mehrheit erringen konnte, steht nun auch die Zusammensetzung des Schöffenrates fest.

Bürgermeister bleibt Frank Colabianchi, den Platz der ersten Schöffin nimmt Monique Smit ein. Die Überraschung folgt beim zweiten Schöffen, dieses Amt übernimmt nun Patrick Michels, da der bisherige langjährige Amtsinhaber Emile Krier und drittgewählter auf der DP-Liste auf sein Ratsmandat verzichtet. Keineswegs aus Frust, sondern aus väterlichem Großmut: Emile „Mules“ Krier verzichtet zugunsten seiner Tochter Jessy Krier, die so ihr erstmals erzieltes Ratsmandat annehmen kann.

 

Contern - In Contern gewinnt die CSV, die 44,52 Prozent der Stimmen errang, einen Sitz dazu, derweil die DP, die 16,97 Prozent der Stimmen bekam, einen Sitz abgeben muss. Die CSV-Rätin Marion Zovilé-Braquet erhielt die meisten Stimmen (1.214), mehr als der bisherige Bürgermeister Fernand Schiltz (1.038) von der LSAP, der nur Drittgewählter wurde; Zweitgewählter wurde Jim Schmitz (1.158). Bei der CSV wurden außerdem Digi Di Genova (906), Laurent Lakaff (804) und Tom Jungblut (760) gewählt; bei der LSAP Olivier Unsen (400). Bei der DP wurden Guy Lorent (488)  und Eric Eifes (382) gewählt; bei den Grünen Ari Arrensdorff (596) und Claude Schmit (507). Die bisherigen Koalitionspartner um LSAP-Bürgermeister Fernand Schiltz sollen sich schon am Wahlabend einig geworden sein, die rot-blau-grüne Koalition fortzusetzen. Allerdings steht die DP nicht mehr für Koalitionsgespräche zur Verfügung. In einer Pressemitteilung am Mittwochabend heisst es: "Après une première analyse des résultats obtenus dimanche passé à l’issue des élections communales, le Demokratesch Partei – Sektioun Conter estime qu’une participation à une majorité au sein du conseil communal ne correspond pas aux votes exprimés. Voilà pourquoi, en ce moment, le comité du Demokratesch Partei – Sektioun Conter vient de prendre la décision de ne pas entrer en des négociations de coalition. Nous continuerons à nous engager pour le bien-être de notre commune et de ses citoyens. Nous mènerons une analyse approfondie de nos résultats et mettrons tout en oeuvre pour regagner la confiance perdue auprès de nos concitoyennes et de nos concitoyens, afin que nous puissions aussi nous investir pendant les années à venir pour répondre aux défis futurs auxquels notre commune devra répondre."

Eine Bürgermeisterin für Contern

In Contern scheiterte die ursprüngliche Absicht, die rechnerisch mögliche Dreierkoalition aus LSAP, déi gréng und DP fortzusetzen am Rückzug der Grünen. Auch eine Partnerschaft mit der CSV wurde nach einem Vorgespräch ausgeschlossen. Die DP schloss sich nach weiteren Gesprächen mit der CSV dem Weg in die kommunalpolitische Opposition an.

Was blieb war ein Bündnis zwischen CSV und LSAP, gewissermaßen der „Status quo ante“. Gestern war es dann laut Pressemitteilung  der CSV-Contern so weit: „… unterzeichneten die ‘CSV Conter’ und die ‘LSAP Conter’ ein Koalitionsabkommen für die nächsten sechs Jahre, welches am 25. Oktober von den Mitgliedern der beiden Parteien in getrennten außerordentlichen Generalversammlungen gut geheißen wurde. Bürgermeisterin wird Marion Zovilé-Braquet (CSV), den ersten Schöffenposten bekleidet Fernand Schiltz (LSAP), während der ehemalige CSV-Bürgermeister Jim Schmitz den weiteren Schöffenratsposten besetzt….“

Hesperingen - In Hesperingen erhält die CSV um Bürgermeister Marc Lies die meisten Stimmen und erreicht einen Stimmenanteil von 45,76 Prozent, was ihr einen zusätzlichen Sitz bringt. Zweitstärkste Kraft wird die DP mit 21,13 Prozent, die aber einen Sitz verliert. Drittstärkste Kraft sind die Grünen (19,86 Prozent), gefolgt von der LSAP (8,72) und den "déi Lénk" (4,53). Da Bürgermeister Marc Lies die absolute Majorität bekommen hat, braucht er seinen bisherigen Koalitionspartner DP nicht mehr.

Lorentzweiler - In Lorentzweiler, wo sich 44 Kandidate für 11 Mandate gemeldet hatten, bekam die Mannschaft des aktuellen Schöffenrats, "Är Leit", mit 48,67 Prozent die meisten Stimmen, gefolgt von der CSV (24,15%), den Grünen (16,33%) und der DP (10,85%). Der bisherige Bürgermeister Jos Roller bekam 1.307 Stimmen, von der Liste "Är Leit" wurden außerdem Marguy Kirsch-Hirtt (1.040 Stimmen) gewählt, Paul Bach (872), Arno Mersch (820), Frazer Alexander (791) und Billy Kremer (765). Bei der CSV wurden Léon Wietor (760) und Georges Groff (589) gewählt; bei den Grünen Carole Ney ép. Prim (499) und Armand Kremer (366); und bei der DP Joëlle Schmit (312). Bürgermeister bleiben wird hier Jos Roller mit seiner Liste „Är Leit“.

Luxemburg - In der Hauptstadt bleibt die DP um Bürgermeisterin Lydie Polfer stärkste Partei, muss allerdings einen Sitz abgeben. Um dem Wählerwillen Rechnung zu tragen, will die DP, die bislang in einer Koalition mit den Grünen war, laut Polfer nun ebenfalls mit der CSV sprechen, die sechs Prozent an Stimmen und zwei Sitze zugelegt hat (auf sieben Sitze). Deren Spitzenkandidat Serge Wilmes  zeigt sich seinerseits überzeugt, dass jetzt kein Weg mehr an der CSV vorbeigehe, gehe diese doch als Wahlsieger in der Hauptstadt hervor. Am Abend teilte die „CSV Stad“ dann auch mit, dass sie an diesem Mittwoch die Koalitionsgespräche mit der DP aufnehmen werde. Letztere sei „trotz Verluste in Prozentpunkten stärkste Kraft in der Hauptstadt und daher erster Gesprächspartner“. Eine entsprechende Mitteilung über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen kam einige Minuten später auch von der DP. Bei der DP dürfte indes die Tänzerin Sylvia Camarda nachrücken, da auf der DP-Liste sowohl Vrony Krieps und Héloïse Bock - Mutter und Tochter - gewählt wurden. Vronny Krieps wird wohl zugunsten ihrer besser gewählten Tochter auf ihr Mandat verzichten, so dass Camarda nachrücken dürfte. Eine diesbezügliche Entscheidung will die „DP Stad“ in den nächsten Tagen treffen. Zwischen DP und CSV sind noch einige Verhandlungsrunden vorgesehen.

Koalition steht

In der Hauptstadt sind die Würfel gefallen. Am Freitag (10. November) werden der neue siebenköpfige Schöffenrat - bisher bestand der Rat nur aus sechs Mitgliedern - und die Grundzüge des DP/CSV-Koalitionsvertrags vorgestellt.

Mersch - Stärkste Kraft in Mersch bleibt die DP (36,37 Prozent), die mit Michel Malherbe bislang auch den Bürgermeister stellte. Mit 29,51 Prozent landet die CSV auf dem zweiten Platz, derweil die Grünen mit 23,17 Prozent auf dem zweiten Platz landen. Die LSAP,kommt in Mersch nur auf 10,95 Prozent und landet auf dem letzten Platz. DP-Bürgermeister Michel Malherbe würde die Koalition mit der CSV am liebsten fortsetzen, die CSV will sich ihrerseits alle Optionen offenhalten.

Niederanven - In Niederanven ist die CSV mit 45,74 Prozent der große Gewinner. Auf dem zweiten Platz landet die LSAP (24,39 Prozent), auf dem dritten Platz die DP (16,73) und auf dem letzten Platz die Grünen (13,15). Erstgewählter wird der amtierende CSV-Bürgermeister Raymond Weydert (2.418 Stimmen), der die bisherige Koalition mit der LSAP fortsetzen will. Same procedure as every year - Die seit zwei Legislaturperioden bestehende Koalition aus CSV und LSAP wird weitergeführt. Auch das Duo aus Bürgermeister Raymond Weydert (CSV) und seinem ersten Schöffen Jean Schiltz (LSAP) besteht weiter. Zweiter Schöffe wird Fred Ternes (CSV).

Sandweiler - In Sandweiler, wo bislang eine CSV/LSAP-Koalition am Ruder war, erhält die CSV, die auch die bisherige Bürgermeisterin Simone Massard-Stitz stellte, 36,81 Prozent der Stimmen, gefolgt von den Grünen (25,63 Prozent), der Sozialisten (20,74) und der DP (16,83 Prozent). Die CSV, die einen Sitz zugunsten der Grünen verlor, muss nun mit allen Parteien Koalitionsgespräche führen.

Eigentlich sah alles nach einer klaren Sache aus: Schwarz und Rot könnten ihre Koalition und damit den bisher einzigen rein weiblichen Schöffenrat (Bürgermeisterin Simone Massard-Stitz und die zweite Schöffin Yolande Roller-Lang für die CSV; Jacqueline Breuer für die LSAP) im Großherzogtum fortführen.  Doch ist es offenbar im Rahmen des Kommunalwahlkampfs zu Reibungen zwischen CSV und LSAP gekommen. Allerdings gibt es auch ein sachliches Zerwürfnis zwischen den bisherigen Mehrheitsparteien. Die LSAP hat sich gegen eine Renovierung des Gemeindehauses für über zwei Millionen Euro ausgesprochen. Der Beschlussantrag dazu musste im Gemeinderat zurückgezogen werden. Die CSV will aber weiter an diesen Plänen festhalten. In Sandweiler verhandelt im Augenblick jeder mit jedem, selbst eine Dreierkoalition scheint nicht ausgeschlossen zu sein.

Sandweiler – das Ende von schwarz-rot ist perfekt

Der einzige rein weibliche Schöffenrat, den es in Luxemburg gab ist zerbrochen. Bürgermeisterin Simone Massard deren CSV einen Sitz verloren hat, macht nicht mehr weiter mit der bisherigen Koalitionspartnerin Jacqueline Breuer (LSAP) Massard hat sich zu einer Zusammenarbeit mit den Grünen, die auf drei Sitze kamen, entschieden. Jean-Paul Roeder wird erster Schöffe. Yolande Roller behält ihr Amt als zweite Schöffin für die nächsten vier Jahre. Die letzten beiden Jahre übernimmt ein noch zu bestimmendes Ratsmitglied der Grünen das Amt.

Schüttringen - In Schüttringen wird die DP um den bisherige Bürgermeister Jean-Pierre Kauffmann mit 32,1 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Auf dem zweiten Platz landet die Liste "Schëtter Bierger" mit 28,39 Prozent der Stimmen, gefolgt von der CSV (14,04). Die LSAP stürzt ihrerseits von 29,25 auf nur noch 12,86 Prozent regelrecht ab. Die Grünen erhalten 12,61 Prozent der Stimmen. Der Spitzenkandidat der „Schëtter Bierger“, der bisherige Schöffe Jean-Paul Jost, erhielt allerdings mehr Stimmen als Kauffmann. Am Dienstnachmittag teilten die „Schëtter Bierger“ mit, dass sie nach zwei Unterredungen mit der DP, die bislang den Bürgermeister stellten, „feststellen mussten, dass keine für uns akzeptable Einigung möglich war“. Sie seien sich daraufhin mit CSV, LSAP und Grünen einig geworden, eine Koalition zu schmieden. Der Bürgermeisterposten und ein Schöffenmandat gehen an die „Schëtter Bierger“, der zweite Schöffenposten werde im Einverständnis mit den Partnern über die nächsten Jahre geteilt. „Ich bin nun schon 36 Jahre in der Gemeindepolitik dabei, einen solchen Coup habe ich aber noch nie erlebt“, sagte dem „Journal“ gegenüber Noch-Bürgermeister Jean-Pierre Kauffmann, der sich bitter enttäuscht über die Bildung der Koalition zeigte, umso mehr noch am Nachmittag weitere Gespräche zwischen „Schëtter Bierger“ und DP stattfinden sollten und die Liberalen ihrem bisherigen Koalitionspartner den Bürgermeisterposten angeboten hatten - unter der Bedingung, zwei Schöffen stellen zu dürfen. Als „unfair und unehrlich“ brandmarkten die Liberalen am Nachmittag das Gebahren der Bürgerliste, das zudem dem Wählerwillen in Schüttringen nicht entspreche. Die DP wirft zudem die Frage auf, wie vier Parteien die Gemeinde effizient führen können. "DP Schëtter wäert sech als Oppositiounspartei konsequent fir den Interessi vun alle Biergerinnen a Bierger asetzen an zoumools waachen dass keng Partikularintressien zum droe kommen", heisst es abschliessend.

Auf die Koalitionsbildung in Schüttringen reagierte auch Innenminister Dan Kersch auf Facebook: "Véirerkoalitioun géint déi stärkst Partei? Esou ennergrieft een de Rescht Politikvertrauen, waat nach do ass. Dem demokratesche Wettbewerb vun den Iddien ass dat e Bierendingscht geleescht, Demokratiegéigner könne sech an d’Féischtchen laachen. Sorry Kamerode vu Schoetter, mee dofiir hun ech kee Verständnis.

Esou lues réift d’Iwerzeegung a mär, dass een dene Magouille muss iwert d’Gesetz een Enn setzen. Ech wärt als Inneminister moar all am Parlament vertrueden Parteien uschreiwen an zu engem Treffen alueden, fir ze kuken ob een e iwerparteilechen politesche Konses fënnt, fir géint des Entwécklung virzegoën." Auch der CSV-Abgeordnete Laurent Mosar zeigte sich auf Twitter entrüstet: "Waat do an der Gemeng Schetter oofleeft huet mat Respekt vum Wielerwellen net mei daat gerengst ze din. Hoffen datt meng Partei daat Spill do net matmecht!" 
Wenige Zeit später kam dann folgende Mitteilung der CSV Schüttringen: "
Nein zur Viererkoalition - Im Anschluss an die Gemeindewahlen in Schüttringen kamen die Gewählten von Schëtter Bierger, CSV, LSAP und déi Gréng in einer ersten Phase überein, eine Koalition zu bilden. Die CSV-Sektion Schüttringen hat nach eingehender Analyse des Wahlresultats beschlossen, dass ein solches Viererbündnis nicht im Interesse der Gemeinde Schüttringen ist und steht demnach nicht für eine solche Koalition bereit". 
Am Mittwochmorgen gab es auch eine "Klarstellung" der "Schëtter Bierger": "
Als Schëtter Bierger wëlle mer kloer stellen dat mir, wa mir als Koalitiounspartner no 6 Joer aplatz vun enger bequemer Majoritéit zu 2 fir eng Zesummenaarbecht mat veschiddenen Partner optéieren schonn eis Grënn hunn. Mir hunn eis dës Décisioun bestëmmt nët einfach gemat. Mir wëllen d’Problemer tëscht eis an eisem Koalitiounspartner nët op der ëffentlecher Platz diskutéieren mäi mir sinn awer der Meenung dat géigesäitege Respekt a Vertrauen tëscht Koalitiounspartner déi wichtegst Punkte sinn. Dëst war awer leider nët méi ginn. Mir hunn iwwer déi läscht Joer ëmmer eenzeg an eleng am Interessi vun alle Bierger an dëser Gemeng geschafft an dorunner wäert sech och näischt änneren. Mir bedaueren och zudéifst dat mir elo och nach Partikularintressien ënnerstallt kréien, mäi sou ass Politik."
Am Donnerstagmorgen steht fest: "
Zu Schëtter ass dann och elo den Accord fir eng dreier Coalitioun definitiv ënnerschriwwen. D ’Geschécker vun der Gemeng ginn iwwer déi nächst sechs Joer vun enger Majoritéit aus Déi Gréng, LSAP a Schëtter Bierger geleet. Buergermeeschter gëtt den Häer Jean-Paul Jost vun de Schëtter Bierger De Poste vum 1. Schäffen geet fir déi éischt dräi Joer un den Häer Claude Marson vun der LSAP a fir déi zweet dräi Joer un d ’Madame Nora Forgiarini vun „déi gréng“ 2. Schäffen gëtt den Häer Vic. Back vun de Schëtter Bierger. No dem dach e bësse méi spannende Start wäert dës Majoritéit hiert Bescht maachen am Interessi vun alle Bierger an der Gemeng Schëtter", schreiben die "Schëtter Bierger"

Steinsel - In Steinsel erhält die LSAP von Bürgermeister Jean-Pierre Klein mit 46,96 Prozent die meisten Stimmen und behält damit ihre fünf Sitze. Die DP, die auf 33,59 Prozent der Stimmen kommt, kann ihrerseits einen Sitz dazu gewinnen, derweil die CSV ihre zwei Sitze behält. Bei der DP wurden Claude Schintgen (1.345), Siggy Rausch (1.171), Jacques Lanners (811) und Jana Degrott (784) gewählt. LSAP-Bürgermeister Jean-Pierre Klein will auch die nächsten sechs Jahre mit der CSV ins Koalitionsbett. Der Koalitionsvertrag wurde am Montagabend unterzeichnet. Jean Rossy (CSV) und Fernand Marchetti (LSAP) bleiben Schöffen. 

Strassen - In der Gemeinde Strassen verliert die DP einen Sitz, derweil die LSAP einen dazu gewinnt, aber von der Stimmenanzahl her erhält die Spitzenkandidatin der DP, Martine Dieschburg-Nickels (1.624), mehr Stimmen als der bisherige Bürgermeister Gaston Greiweldinger (1.553). Stärkste Partei in Strassen ist die DP mit 33,48 Prozent, gefolgt von der LSAP (26,97), der CSV (21,43) und den Grünen (13,6 Prozent). LSAP-Bürgermeister Greiweldinger will die Koalition (der bislang auch „déi gréng“ angehörten) mit der CSV fortsetzen, sehr zum Leidwesen der DP. Tatsächlich haben sich LSAP und CSV am Dienstag auf eine Koalition geeinigt. Der Bürgermeisterposten wird gesplittet: In den ersten drei Jahren wird Gaston Greiveldinger (LSAP) weiterhin dem Schöffenrat mit Nico Pundel (CSV) und François Gleis (CSV) vorstehen. Vom 1. Januar 2021 an wird die CSV dieses Amt bekleiden, die beiden Schöffenposten wird dann die LSAP übernehmen. Gaston Greiveldinger hat indes auch angekündigt, sich nach drei Jahren aus der Gemeindepolitik zurück zu ziehen.

Walferdingen - In Walferdingen muss Bürgermeisterin Joëlle Elvinger einen herben Verlust hinnehmen, wird die DP mit 26,69 Prozent der Stimmen doch nur noch zweitstärkste Partei. Stärkste Partei wird die CSV mit 34,56 Prozent der Stimmen. Die LSAP kommt auf 19,85 Prozent der Stimmen, und die Grünen auf 18,9 Prozent. Die meisten Stimmen bekam der CSV-Spitzenkandidat François Sauber (1.510), Joëlle Elivinger muss sich mit 1.333 Stimmen zufrieden geben. Der Wahlgewinner CSV will nun eine Koalition mit den Grünen eingehen. Der Koalitionsvertrag ist inzwischen unterschrieben. Neuer Bürgermeister wird François Sauber (CSV), erster Schöffe wird Michel Feidt (CSV) und zweite Schöffin Danielle Van Acker („Déi Gréng“).

Majorzgemeinden

Colmar-Berg - In Colmar-Berg hatten sich 14 Kandidaten für neun Mandate gemeldet. Erstgewählter ist Christian Miny (515 Stimmen), gefolgt von Fernand Diederich (493), der aktuellen Schöffin Malou Kasel-Schmit (483), der anderen Schöffin Georgette Weber (387), Laurent Berchem (356), Marco Adamy (344), Jacqueline Majeres (324), Isabelle Wickler (318) und Alex Altmann (307). Bürgermeister Gast Jacobs ist nicht mehr dabei. Am Dienstagabend teilte die Verwaltung von Colmar-Berg mit, dass Christian Miny Bürgermeister wird, Malou Kasel-Schmit erste Schöffin und Georgette Weber zweite Schöffin.

Fischbach - Fischbach,wo zehn Kandidaten für neun Mandate angetreten sind, bekommt einen ganz neuen Schöffenrat: Erstgewählter wird Fränk Daems, gefolgt von Patrick Grotz, Claude Trausch, Lucien Brosius, Sven Bettendorf, Daniel Moura, Paul Brosius, Laurent Schiltz und Kevin Olinger. Der bisherige Schöffenrat, der nicht mehr zur Wahl antrat, bestand aus Bürgermeisterin Marianne Brosius-Kolber und den beiden Schöffen Marco Karier und Simone Majerus-Schmit.

Heffingen – In Heffingen hatten sich 17 Kandidaten für neun Mandate gemeldet. Die meisten Stimmen bekam Jérôme Seiler (386), gefolgt von Pit Wilge (346), dem bisherigen Bürgermeister Henri Kaufmann (329), Guy Schiltz (271), Christian D'Harcour (270), dem bisherigen Schöffen John Rach (257), Suzanne Wetz ép. Moschetti (253), Camille Feltes (252) und Tom Leick (215). In Heffingen war man sich bei der Besetzung des Bürgermeisteramtes und der Berufung des ersten Schöffen im Gemeinderat einig. Bürgermeister wird Jérôme Seiler und Pit Wilgé erster Schöffe. Um die Besetzung des zweiten Schöffenamtes gab es eine Kampfabstimmung, aus der Camille Feltes erfolgreich hervorging.

 

 . 

Helperknapp – Die Gemeinden Böwingen/Attert und Tüntingen fusionieren zu „Helperknapp“. Gewählt wurde aber noch nach dem Majorzsystem: sieben Räte für Böwingen/Attert und sechs für Tüntingen. In  Böwingen/Attert  gewählt wurden der bisherige Bürgermeister Paul Mangen (1.084 Stimmen) sowie Jean-Claude Mathekowitsch (927), Frank Conrad (744), Sylvie Gieres Deitz (705), Jean-Claude Bisenius (678), Henri Noesen (673) und Laurence Gengler-Valmorbida (664); in Tüntingen gewählt wurden die bisherige Bürgermeisterin Christiane Eicher-Karier (904) sowie Ben Baus (717), Joske Vosman (707), Patrick Ludwig (698), Gilles Losch (599) und Serge Erpelding (551). 

Larochette - In der Gemeinde Larochette traten zwölf Kandidaten für neun Mandate an. Erstgewählte ist Natalie Silva (471 Stimmen), gefolgt von Mirko Martellini (353 Stimmen), Nico Dhamen (339 Stimmen), Paul Ewen (323), Joël René Weis (302), Luc Jemming (297), Etienne Penez (279), Florio Dalla Vedovia (250) und Eliane Plier (230). Der bisherige Schöffenrat bestand aus Bürgermeister Pierre Wies und den beiden Schöffen Natalie Silva und Paul Weiler. Alles neu in der „Fiels“. Bürgermeisterin wird Nathalie  Silva. Nico Dahmen wird erster Schöffe und das Amt des zweiten Schöffen geht an den erstmals angetretenen Joël Weis. Der bisherige Bürgermeister Pierre Wies war nicht mehr zur Kommunalwahl angetreten.

 

Leudelingen - In Leudelingen hatten sich 19 Kandidaten für neun Mandate gemeldet. Die meisten Stimmen bekommt Bürgermeisterin Diane Bisenius Feipel (538), gefolgt von Tom Berend (463), Jean-Paul Sunnen (457), Raphael Gindt (440), Marcel Jakobs (435), Jean-Pierre Roemen (435), Lou Linster (434), Patrick Calmus (420) und Christiame Hamen-Schmit (389). So sieht der neue Gemeinderat in Leudelingen aus: Diane Feipel ép. Bisenius, Bürgermeisterin, Tom Berend, Jean-Paul Sunnen, Schöffen. Räte: Marcel Jakobs, Patrick Calmus, Raphael Gindt, Jean-Pierre Roemen, Lou Linster, Christiane Hamen ép. Schmit.

Nach Auszählung der ersten acht Sitze am Abend des 8. Oktobers stand es pari-pari, der neunte Sitz sollte es entscheiden. Nach dem bisherigen Ergebnis erreichte diesen neunten Sitz Christiane-Hamen Schmit (Liste der Bürgermeisterin) mit einem Vorsprung von zwei (!) Stimmen vor Guy Folschette (Zesumme fir Leideleng). Folschette hatte bei der Auszählung zunächst vorne gelegen, war aber nach einer nochmaligen Zählung ins Hintertreffen geraten.

Mittlerweile hat Folschette Zweifel an der Neutralität eines Mitglieds des Wahlvorstands angemeldet und gegen das Endergebnis der Kommunalwahl in Leudelingen formal Einspruch erhoben. Sollte es kein Problem mit dem Überschreiten der Einspruchsfrist geben, können die Konsequenzen von einer Neuauszählung bis hin zu einer Neuwahl reichen. 

Guy Folschette ist mit seinem Einspruch gegen das Ergebnis der Kommunalwahl in Leudelingen gescheitert. Allerdings nicht inhaltlich, sondern formal. Das Verwaltungsgericht stellte bei seinem Einspruch ein Fristversäumnis, also ein Fristüberschreitung fest. Damit behält Bürgermeisterin Diane Feipel-Bisenius mit ihrer Liste eine 5 zu 4 Mehrheit im Gemeinderat Leudelingen.

Lintgen - Neun Mandate gab es in Lintgen zu besetzen; angetreten waren 19 Kandidaten. Die meisten Stimmen bekam Bürgermeister Henri Wurth (634); gewählt wurden des Weiteren Louis Pinto (631), der bisherige Schöffe Thierry Larsel (544), Jeannot Tousul (542), Jeff Herr (507), Luc Zwank (507), Jos Consbruck (500), Guy Decker (446) und Anne Diederich (434). 

Nommern - In Nommern waren neun Mandate zu besetzen, angetreten waren 17 Kandidaten. Bürgermeister Marc Eicher ist nicht mehr dabei. Die meisten Stimmen bekam Jean-Pierre Mühlen (440), dicht gefolgt von Franco Campana (439) und Bernard Jacobs (437). gewählt wurden zudem Henri Lommel (379), Felix Miny (346), Guy Biren (269), Alain Ries (265), Marc Reiter (248) und Laurent Weirig (241). 

Weiler-la-Tour - In Weiler-la-Tour, wo sich zwölf Kandidaten für neun Mandate gemeldet hatten, kam Bürgermeisterin Cécile Hemmen nur auf den zweiten Platz (666 Stimmen). Erstgewählter wurde Vincent Reding mit 729 Stimmen. Gewählt wurden auch noch Bob Wagner (633), der bisherige Schöffe Carlo Ernst (563), Fernand Schroeder (445), Corinne Guidoreni ép. Reichert (409), Claudine Klein (392), Jean Feipel (361) und Nadine Nober ép. Walter (318). Die Bürgermeisterin bleibt und der jugendliche Aufsteiger wird Schöffe. Der Schöffenrat von Weiler-la-Tour sieht so aus: Bürgermeisterin bleibt die LSAP-Abgeordnete Cecile Hemmen, die die zweithöchste Stimmenzahl erreicht hatte. Schöffenämter übernehmen Carlo Ernst und Vincent Reding (Erstgewählter). Die CSJ hatte sich am Mittwoch noch gesorgt, dass ihr Mitglied Vincent Reding bei der Zusammensetzung des Schöffenrates leer ausgehen würde – zu früh gesorgt.

 

 

Wahlbezirk Osten 

Die Kommunalwahlergebnisse im Bezirk Osten wurden in den Proporzgemeinden durch zwei unerwartete absolute Mehrheiten in Mertert und Mondorf und die Abwahl des grünen Bürgermeisters von Remich geprägt.

Proporzgemeinden

Betzdorf - déi gréng: 28,3 % - 3 Sitze; LSAP: 22,82 % - 3 Sitze (+2); CSV: 28,33 - 3 Sitze (-1); DP: 20,73 - 2 Sitze (-1). Damit hat die bisherige grün-blaue Koalition keine Mehrheit mehr. Nun kommt es zu einer LSAP/déi Gréng-Zusammenarbeit, wobei der Bestgewählte Jean-François Wirtz (LSAP) die ersten drei Jahre den Bürgermeister stellen wird und Fernande Klares-Goergen (déi gréng) die letzten drei Jahre. Dann löst Wirtz die Grünen-Politikerin als erster Schöffe ab. Jim Meisch (déi gréng) bleibt die ganze Zeit über zweiter Schöffe. Das war zumindest der Plan. Nun kam am Dienstagabend (17. Oktober) folgende Nachricht von der lokalen LSAP-Sektion: "Hiermit teilt die LSAP Betzder mit, dass sie heute Déi Greng Betzder mitgeteilt hat, dass sie die Koalitionsvereinbarung welche am Wahlabend zwischen den beiden Parteien unterzeichnet wurde, aufgekündigt hat. Dies weil die LSAP feststellen musste, dass keine vertrauensvolle Grundlage einer Zusammenarbeit möglich ist." Am Morgen des Mittwoch dann verteilten die Grünen von Betzdorf diese Mitteilung: „Déi gréng Betzder und die LSAP sind mit jeweils 3 von den 11 möglichen Mandaten aus den Wahlen hervorgegangen. Am Wahlabend einigten sich beide Parteien, nach Rücksprache mit ihrer jeweiligen Basis, ein Koalitionsabkommen zu treffen. Am selben Abend wurden Programminhalt und Dauer der Mandate schriftlich festgehalten und von den jeweils drei Erstgewählten beider Parteien unterschrieben.

Am Abend des 17. Oktobers, sollten déi gréng Betzder und die LSAP sich zu einer programmatischen Arbeitssitzung zum Koalitionsabkommen treffen. Vier Vertreter der LSAP, darunter die 3 gewählten Vertreter der Sektion erschienen, um nach einer kurzen Verlautbarung das Abkommen mündlich aufzukündigen und den Saal zu verlassen. Sie erklärten kein Mandat mehr von ihrer Basis zu haben und weigerten sich weitere Gespräche mit déi gréng Betzder zu führen.

Auf einen Versuch einer erneuten Kontaktaufnahme seitens déi gréng erfolgte keine Reaktion der LSAP. Diese einseitige Aufkündigung einer schriftlichen Koalitionsvereinbarung ist nicht bloß ein Wortbruch gegenüber déi gréng, sondern lässt auch erahnen, wie die LSAP es wohl in Zukunft mit ihren Wahlversprechen zu halten gedenkt."

Die LSAP-Betzdorf bestätigt die Trennung, gibt sich aber bei der Frage nach dem Warum kryptisch: Hiermit teilt die LSAP Betzder mit, dass sie heute Déi Greng Betzder mitgeteilt hat, dass sie die Koalitionsvereinbarung welche am Wahlabend zwischen den beiden Parteien unterzeichnet wurde, aufgekündigt hat. Dies weil die LSAP feststellen musste, dass keine vertrauensvolle Grundlage einer Zusammenarbeit möglich ist.“

Was nun? Seit gestern wissen wir es, das neue Bündnis ist ein rot-schwarzes. Der Zusammenarbeit wurde unter der Überschrift „Koalition auf Augenhöhe“ vorgestellt. Das Koalitionsabkommen sei von den Sektionen abgesegnet worden: Der neue Schöffenrat sieht so aus: Bürgermeister wird Jean-François Wirtz (LSAP), das Amt des ersten Schöffen übernimmt Marc Ries (CSV). Das zweite Schöffenamt wird zwischen Holdy Dahlem (LSAP) - bis 2020 - und Christopher Marc Lilyblad (CSV) - ab 2020 - aufgeteilt.

 

 

Echternach - déi gréng: 23,24 % - 3 Sitze; LSAP: 26,37 % - 3 Sitze; CSV: 29,75 - 3 Sitze; DP: 20,64 - 2 Sitze. In Echternach war man sich schon am Sonntagabend über die Fortsetzung der CSV/LSAP-Koalition einig. Yves Wengler (CSV) bleibt Bürgermeister, erster Schöffe wird Ben Scheuer (LSAP), der zweite Schöffensitz wird zwischen den Parteien zeitlich geteilt.

Grevenmacher - déi gréng: 13,51 % - 1 Sitz; LSAP: 18,64 % - 2 Sitze; CSV: 42,08 % - 5 Sitze; DP: 25,78 - 3 Sitze. Die CSV nimmt ihrem grünen Koalitionspartner einen Sitz ab. In Grevenmacher wird das CSV-Grüne Bündnis unter leicht verschobenen Vorzeichen fortgesetzt. Léon Gloden bleibt Bürgermeister. Die CSV hat einen Sitz zu Lasten ihres Koalitionspartners hinzugewonnen. Die Mehrheit besteht künftig aus fünf CSV-Räten und einem  grünen Rat. DP (3) und LSAP (2) hielten ihre Ratssitze. Interessant ist, dass die Frauen mit sechs Ratssitzen in Maacher in der Überzahl sind.

Junglinster - déi gréng: 18,45 % - 2 Sitze; LSAP: 12,842 % - 2 Sitze; CSV: 36,89 - 5 Sitze; DP: 31,82 - 4 Sitze. Die LSAP hat nach ihren Verlusten beschlossen aus dem schwarz-roten Schöffenrat in die Opposition zu wechseln. Woraufhin die CSV Gespräche mit DP und Grünen führte. Das Ergebnis erfuhr man gestern Abend: In der flächenmässig grössten Gemeinde im Wahlbezirk Osten löst eine CSV/DP-Koalition die bisherige CSV/LSAP-Partnerschaft ab. Die LSAP hatte am Sonntag einen Sitz eingebüsst, die CSV einen dazu gewonnen (auf 5), die DP war bei vier geblieben, die Grünen bei zwei. Bürgermeister bleibt Romain Reitz, der bei den Wahlen die meisten Stimmen bekam, Schöffin wird Ex-Ministerin und Ex-Bürgermeisterin Françoise Hetto-Gaasch (CSV, Zweitgewählte insgesamt) und auch Gilles Baum (DP, Drittgewählter insgesamt) bekommt ein Schöffenamt.

Mertert - LSAP: 51,88 % - 6 Sitze; CSV: 31,74 - 3 Sitze; DP: 16,38 - 2 Sitze. Für die von landesweiten Verlusten gebeutelte LSAP gab es in Mertert-Wasserbillig einen Lichtblick. Dort holte Jérôme Laurent, der erst seit 2016 als Bürgermeister amtiert, für die Sozialisten die absolute Mehrheit. Nach langen Jahren als Juniorpartner einer Koalition mit der LSAP muss die CSV jetzt mit drei Sitzen (-1) auf die Oppositionsbank wechseln. Die DP konnte mit zwei Sitzen ihr Ergebnis halten.

Mondorf - déi gréng: 15,08 % - 1 Sitz; LSAP: 8,84 % - 1 Sitz; CSV: 25,86 - 3 Sitze; DP: 50,22 - 6 Sitze. Noch einen jungen Bürgermeister, der eine absolute Mehrheit erreichen konnte, gab es mit Lex Delles und der DP in Mondorf. Nach zwei blau-grünen Legislaturperioden kann es die DP nun alleine richten. Der Stimmengewinn der DP ging zu Lasten der örtlichen CSV (-1), die nur noch über drei Sitze verfügt. Grüne und LSAP haben ihre Einzelsitze gehalten. Und trotz absoluter Mehrheit gibt es eine Koalition: Am Dienstag wurde ein Abkommen  zwischen DP und déi gréng unterzeichnet, dies obwohl die Liberalen die absolute Mehrheit erringen konnten. Dem alten-neuen Bürgermeister Lex Delles (DP) steht wohl weiterhin unter anderem Schöffe Steve Schleck (déi gréng) zur Seite.

Remich - déi gréng: 20,42 % - 2 Sitze; LSAP: 10,18 % - 1 Sitz; CSV: 26,4 - 3 Sitze; DP: 29 - 4 Sitze; Piraten: 14% - 1 Sitz.  Politisches Beben an der Mosel. Eine für déi gréng äußerst negative Überraschung gab es in Remich. Dort wurde Bürgermeister Henri Kox abgewählt, die Grünen-Fraktion halbiert (-2). Die CSV verlor einen Sitz. Gewinner ist die DP, die von zwei auf vier Sitze kletterte. Die LSAP erhielt einen Sitz. Neben zwei Sitzen in Petingen (Süden) konnte die Piratenpartei auch in Remich einen Sitz im Rat erobern, den Daniel Frères einnehmen wird. In Remich stehen alle Zeichen auf eine blau-schwarze Schöffenratskoalition. Am Dienstag hat man sich dann an der Mosel offiziell zu einer Koalition gefunden: DP (vier Sitze) und CSV (drei Sitze) haben sich geeinigt, dass die Liberalen mit Jacques Sitz den Bürgermeister stellen werden. Der 1. Schöffe geht an Mike Greiveldinger und der 2. Schöffe an Pierre Singer, beide von der CSV. Nach vier Jahren geht der 2. Schöffenposten an die DP in Person von Jean-Paul Kieffer.

Majorzgemeinden 

Tabula rasa in einigen kleineren Gemeinden

In den Majorzgemeinden des Ostens gab es auch ein paar Überraschungen. So wurden einige Bürgermeister, wie Henri Frank in Manternach oder Arnold Rippinger in Lellingen, auf der Liste nach hinten durchgereicht. Andere, wie André Poorters in Consdorf, flogen ganz aus dem Rat. 

Sollte es in den entsprechenden Gemeinden streng nach den erzielten Stimmen gehen, werden in Zukunft Berdorf (Suzette Seyler-Grommes), Consdorf (Edith Jeitz), Stadtbredimus (Octavie Modert) und Waldbillig (Andrée Henx-Greischer) von Bürgermeisterinnen geführt werden. 

Beaufort - Camille Hoffmann, Bürgermeister (612); Emile Wies (471); Lily Scholtes (470); Cindy Pereira-Donneaux (465); Jean-Luc Nosbusch (440); Jean-Paul Stirn (390); Andreza Sanguessuga Nene-Meester (347); Marie-Ange Marson-Ivelj (326); Sandra Levy-Drouet (253). In Beaufort war schon am Sonntagabend alles klar: Camille Hoffmann bleibt Bürgermeister, Emile Wies und  Lily Scholtes fungieren als Schöffen. In Beaufort haben die Damen die Mehrheit der Sitze inne.

Bech - Hier traten nur acht Kandidaten für neun Mandate an. Sie wurden automatisch gewählt: Gaby Biewer, Emile Bohnenberger (bisher Schöffe) Norbert Classen, Christian Friden, Gaston Gengler, Camille Kohn (bisher Bürgermeister), Marc Pitzen, Nicolas Schmit. 

Berdorf - Gewählt wurden Suzette Seyler-Grommes (354); Joé Nilles (340); Daniel Scharff (324); Guy Adehm (322); Raoul Scholtes (296); Carlo Bentner (295); Jean Schoos(291); Carlo Reuter (286); Marc Wintersdorf (270)

Biwer - Gewählt sind Marc Lentz, Schöffe, 596 Stimmen;Sylvie Steinmetz, Schöffin (550);Ady Goebel (513); Marc Greis (472); Martine Birkel (346); Nico Lemmer (336),Léa Mai (335); Fernand Weyer (324); Claude Du pont (318). In Biwer stand der Schöffenrat schnell fest: Marc Lentz wird Bürgermeister, Sylvie Steinmetz und Marc Greis übernehmen Schöffenämter.

Bous - Gewählt wurden Jos Johanns, Bürgermeister (486); Netty Kill (392); Joe Beissel (379); Antonio da Costa Araujo (365); Antonio da Costa Araujo (365); Carlo Kütten (356); Pierre Braun (289); Patricia Gonzales (276); Aurore Rössler (260); Bernard Zimmer (247)

Die Zeiten wo in den Majorzgemeinden, in denen die Stimmen nach dem Mehrheitswahlrecht vergeben werden, die Ämter streng nach den errungenen Wählerstimmen verteilt werden, neigen sich vielerorts zu Ende. Mehr und mehr setzt sich auch in den kleinen Gemeinden mit weniger als 3.000 Einwohnern ein Wahlkampf und eine Zusammenstellung des Gemeinderates nach informellen Listen oder Gruppen durch. Das kann natürlich nicht denjenigen gefallen, die nach Wählerstimmen den besten Platz erzielt haben, aber beim Ringen um das Bürgermeisteramt leer ausgehen.

So ergeht es auch Jos Johanns, bisher Bürgermeister von Bous, trotz seines guten Stimmenergebnisses hat sich der Rat mehrheitlich für einen anderen Bürgermeister entschieden. Johanns betonte in einer gemeinsam mit Ratskollegin Aurore Rössler verfassten Pressemitteilung sein Unverständnis darüber, dass sich die Ratsmehrheit für einen kommunalpolitisch unerfahrenen Bürgermeister entschieden hat.

Neuer Bürgermeister von Bous wird Carlo Kütten, Netty Simon-Kill und Joé Beissel werden Schöffen.

Consdorf -  Edith Jeitz (610), Willy Hoffmann (532); Henriette Garson-Weber (479); Nicolas Vesque (419); Tommy Urbing (383); Michel Majerus (372), David Arlé (368); Alain Fil (365); Marco Bermes, Schöffe (360). Der bisherige Bürgermeister André Poorters wurde nicht mehr in den Rat gewählt auch der bisherige erste Schöffe Camille Weiland schaffte es nicht.

Dalheim - Gewählt wurden Joseph Heisbourg, Bürgermeister (627); Nicolas Dicken (537); Luc Mangen (470); René Ernst (462); Peggy Olinger (459); Laurent Limpach (449); Marie-Louise Beissel-Ernst (428); Francine Ernster (422); Tracy Bloomer (379). Jos Heisbourg bleibt Bürgermeister und auch der Schöffe Nic Dicken bleibt im Amt. Schöffe wird auch Luc Mangen, der erstmals bei den Gemeindewahlen angetreten war und sofort als Drittgewählter aus ihnen hervorging.

Flaxweiler - Gewählt wurden Jean-Marie Sadler (538); Roger Barthelmy (496); Juliette Fusenig (475); Ernest Apel (474); Mike Bast (414); Gérard Siebenaler (409); Frank Rollinger (365); Jorge da Felicidade Sousa (302); Guy Heiderscheid (289).

Lenningen - Gewählt wurden Daniel Hoffmann (423), Daniel Gillen (414); Josiane Bellot (410); Robert Back (391); Arnold Rippinger, Bürgermeister (365), Joël Wagener (363); Marc Thill (321); Claude Leuck (249); Raymond Detail (198). Der bisherige Bürgermeister Arnold Rippinger kommt nur auf den fünften Platz. Die Liste macht‘s. Auch in Lenningen hat dem Erstgewählten sein Erfolg nichts genützt – Daniel Hoffmann geht bei der Zusammensetzung des Schöffenrates leer aus. In der Gemeinde im Moselhinterland wird de facto schon nach Listen gewählt und das Team von Bürgermeister Rippinger landete zwar einzeln betrachtet auf den hinteren Rängen, hat aber dennoch sechs Mitglieder im Rat. Was freies Schalten und Walten der Mehrheit bedeutet. Mit jeweils sechs zu drei Stimmen wurde der Schöffenrat bestimmt: Bürgermeister bleibt Arnold Rippinger, erster Schöffe wird Joël Wagener und zweiter Schöffe Marc Thill. 

Manternach - Jean-Pierre Pol Hoffmann (564); Claude Theisen (551); Alix Ungeheuer-Klein (550); Isabelle Steinmetz-Krier (538); Henri Frank, Bürgermeister (422); Robert Mehlen (405); Alice Petri-Schram (389); Marie-Rose Lehmann-Thoss (376), Franky Hellers (364). Der bisherige Bürgermeister Henri Frank erreichte nur den fünften Platz. Wie am Dienstag mitgeteilt wurde, wird Jean-Pierre Pol Hoffmann den Bürgermeister-Posten übernehmen. In der ersten Halbzeit der Wahlperiode wird Alix Ungeheuer-Klein, danach Isabelle Steinmetz-Krier das Amt des 1. Schöffen übernehmen. Die ganze Wahlperiode wird Claude Theisen als 2. Schöffe im Amt sein.

Rückzug von Henri Frank. Mit völligem Unverständnis hat der langjährige Bürgermeister von Manternach auf seine Wahlniederlage reagiert. Frank war am Sonntag nur fünfter geworden. In einem Radio-Interview listete er noch einmal seine Erfolge für die Gemeinde auf, sachliche Gründe für seine Wahlschlappe habe es keine gegeben. Schuld an der Niederlage sei das „Pamphlet“ eines politischen Gegners gewesen. Frank wird den Sitz im rat nicht annehmen und sich aus der Kommunalpolitik zurückziehen.

Rosport-Mompach - Die Fusionsgemeinde entsteht zum 1. Januar 2018, wählt aber noch nach dem Majorzsystem. Die Sektion Rosport wählt sieben Räte, die Sektion Mompach sechs. 

Sektion Mompach: Gewählt wurden Stéphanie Weydert (1.025); Joseph Schoellen (912); Michel Koepp (832); Chantal Hein-Zimmer (764); Sam Serres (626); François Charles Hurt(582).

Sektion Rosport:Gewählt wurden Romain Osweiler (1.353);Patrick Hierthes (969); Claude Grünewald (803); Nadine Kohnen-Weydert (690); Tom Leonardy (642); Ingvi Halldorsson (611); Reiner Hesse (580).

Schengen - Die Fusionsgemeinde hat weit über 4.500 Einwohner. Nach dem Fusionsgesetz werden die elf Räte aber noch nach dem Majorzsystem bestimmt. Bürgermeister Ben Homan trat nicht mehr an. Gewählt wurden  Michel Gloden (1.658); Jean-Paul Muller (1.404); Tom Weber(1.139); Josée Funk-Kiesch (952); Pierre Hirtt (908); Aline Pütz (837);Pierre Breda (701); François Goldschmit(661); Marc Rasic (605); Annette Kirsch-Willems (588); Raphael Wilmes (565). Während in zahlreichen Majorzgemeinden schon die Listen die politische Bühne und die Ergebnisse der Wahl bestimmen, wird in der Fusionsgemeinde Schengen (Schengen, Bürmeringen, Wellenstein)  trotz ihrer Größe immer noch nach Köpfen gewählt. Das schlägt sich auch in der Bildung des Schöffenrates nieder. Bürgermeister wird der Erstgewählte Michel Gloden, Schöffen werden Jean-Paul Müller und Tom Weber. Der erste Bürgermeister der fusionierten Gemeinde Schengen, Ben Homan, war nicht mehr angetreten, ebenso wie Roger Weber, der ehemaliger Bürgermeister der Altgemeinde Schengen.

 

Stadtbredimus - Gewählt wurden Octavie Modert (539);  Marco Albert (512); Pierre Zahlen (418); Jean-Pierre Sibenaler (377); Ernst Lohmeier (367); Claude Stebens (367); Josiane Wecker (345);  Robert Beissel (315); Paul Meyers (280). Die ehemalige CSV-Ministerin Octavie Modert hat den amtierenden Bürgermeister Marco Albert auf den zweiten Platz verdrängt.

Waldbillig - Gewählt wurden Andrée Henx-Greischer, 1. Schöffin (543); Serge Boonen (454); Théodore Moulin (450); Maxime Bender (358); Mike Michels (354); Romain Tobes (351); Marc Barthelemy (330); Corinne Meyers (311); Jean Joseph Toll (304).

Waldbredimus - Gewählt wurden Louis Oberhag, Bürgermeister, 374 Stimmen;Jean-Paul Thiltges (291);Trine Guldager Madsen- Bodker (285); Thomas Wolter (285); Jean-Claude Ruppert (260); Mike Molling (254); Philippe Rennel (228); Martin Bohler (203); Gaston Knepper (181).

Wormeldingen - Gewählt wurden Max Hengel (701); Mathis Ast (606); Claude Pundel (573); Martine Schmit (556); Martine Kohll (503); Armand Becker (473);Marc Kring (443); Marc Beckius (440); Philippe Steffen (409). Am Dienstagabend haben sich die beiden "Listen", die bei den Wahlen angetreten waren - jene von Hengel, der zwar Bestgewählter wurde, allerdings weniger Leute in den Gemeinderat bekam als jene von Mathis Ast - wie folgt geeinigt: Max Hengel wird die ersten drei Jahre Bürgermeister und Mathis Ast erster Schöffe, in der Halbzeit wird dann "geswitcht". Martine Schmit (Liste Ast) hingegen wird für die gesamte Legislaturdauer zweite Schöffin. Alle haben kommunalpolitische Erfahrung. Mathis Ast war Schöffe und Max Hengel und Martine Schmit waren Gemeinderäte.

Wahlbezirk Norden

Proporzgemeinden

Clerf - Hier wird erstmals nach dem Proporzsystem gewählt. Député-maire Emile Eicher (CSV, 1.992 Stimmen) bringt mit 42,71 Prozent und sechs von elf Sitzen eine absolute Mehrheit zustande. Gewählt sind noch auf der CSV-Liste: Claude Weiler (1.274), Georges Michels (1.219), Romain Braquet (1.081), Romy Karier ép. Doederich (778) und Théo Blasen (749). Auf Platz zwei folgt die DP-Liste, die es auf 16,95 Prozent schafft, mit den Gewählten Raymond Beffort (757) und Safet "Jacques" Sabotic (437). Einen Sitz ergattert Georges Keipes (985) für die Biergerlëst Gemeng Cliärref. Déi greng kommen auf 15,56 Prozent und zwei Sitze für Betsy  Aschmann (700) und Jacquot Junk (683). Die Piraten gehen mit 5,4 Prozent genauso leer aus wie die adr mit 5,17 Prozent. 

Diekirch - In Diekirch bleibt die LSAP mit Bürgermeister Claude Haagen (2.194) und ihren weiterhin  sieben Sitzen stärkste Partei (47,01 Prozent der Stimmen). Auf einen Koalitionspartner ist sie nicht angewiesen. Um Haagen gruppieren sich fortan: René Kanivé (1.516), Claude Thill (1.510), Claude dit Jing Daleiden (1.193), Pascale Schmoetten (1.117), Nico Hertz (1.105) und René Blum (1.020). Die CSV kommt nun auf vier Sitze und legt um einen Sitz zu: Paul Bonert (1.264), Françoise Kerger (1.084), Robert Bohnert (1.082) und Charles Weiler (1.040). Für déi gréng bleibt Frank Thillen (705) im Gemeinderat. Die DP fällt um einen Sitz auf einen Sitz zurück für José Lopes Goncalves (479). Am Dienstabend, dem 17. Oktober, kam von der LSAP Diekirch eine Mitteilung über die künftige Zusammensetzung des Schöffenrates: Bürgermeister bleibt Claude Haagen, Schöffen bleiben René Kanivé und Claude Thill. Rat René Blum verzichtet indes auf sein Mandat. Für ihn kommt René Krack in den Gemeinderat.

Ettelbrück - Es bleibt mit 39,97 Prozent (+ 5,34 Prozent) bei fünf Sitzen für die CSV um Bürgermeister Jean-Paul Schaaf (1.976): Paul Solvi (1.641), Pascal Nicolay (1.391), Edmée Juncker ép. Feith (1.351) und Mireille Schmit ép. Reuther (1.111) ziehen mit ein. Für die LSAP, die mit 28,93 Prozent leicht weniger Stimmenanteil erhält als 2011 (30,72 Prozent) sind es weiterhin vier Sitze für Bob Steichen (1.902), Christian Steffen (1.203), Claude Halsdorf (1.182) und Jairo Delgado Ferreira (865). Für die DP sind es unverändert Jean-Pierre Gutenkauf (730) und Alain Feypel (650), für die Günen unverändert Abbes Jacoby (863) und Marthy Thull (683).

Rambrouch - Bürgermeister Toni Rodesch (1.607) hat es mit seiner CSV-Liste geschafft, eine absolute Mehrheit mit 51,09 Prozent einzufahren und sechs Sitze zu ergattern. Bislang regierte er mit der Fräi Lëscht - beide hatten vier Sitze. CSV-Sitze gab es für: Myriam Binck (1.178), Mike Bolmer (924), Sonja Kettmann ép. Soares Pereira (871), Pierre Pletschette (811) und Jean-Paul Baudot (741). Die LSAP kommt auf 27,95 Prozent und drei Sitze für Marcel Maack (844), Myriam Picard (725) und Patrick Schuller (502). Die DP bekommt zwei Sitze: Guy Wanderscheid (565) und Guy Molitor (438).  

Ulflingen - In Ëlwen hat der Député-maire von der DP Edy Mertens mit seiner Ëlwenter Biergerlëscht bei weitem die meisten Stimmen bekommen und erhält sieben Sitze: 58,77 Prozent der Wähler unterstützten ihn, die zweite Kandidatenliste, die der CSV, kommt  auf 41,23 Prozent. Mit 1.229 führt Mertens seine Liste an, gefolgt von Norbert Breuskin (844), Guy Henckes (819), Carlo Schroeder (810), Max Hahn (703), Sonja Aubart (700) und Jerry Jacobs (591). Für die CSV ziehen vier Kandidaten in den Gemeinderat ein: Romain Plümer (727), Marianne Meyers (673), Mario Glod (629) und Catherine Dormans (571). Jetzt steht fest:  Bürgermeister Edy Mertens  bleibt im Amt, erster Schöffe wird Norbert Breuskin, zweiter Schöffe Guy Henckes.

Wiltz - Erdbeben in Wiltz: Die LSAP hat ihre absolute Mehrheit verloren. Mit 45,45 Prozent und noch sechs Sitzen reicht es nicht mehr für den Député-maire Fränk Arndt. Wiltz hatte mit Eschweiler fusioniert und wählte nun das erste Mal 13 Räte - nach der Übergangszeit mit 17 Gemeinderatsmitgliedern. Von den nun zu vergebenden Mandaten entfallen zwei auf die DP und fünf auf die CSV, sodass es auch für eine CSV-DP-Koalition reichen würde. Für die LSAP ziehen folgende Räte ein: Fränk Arndt (1.816), Pierre Koppes (1.156), Raymond Shinn (1.128), Michael Schenk (1.019), Mike Hieff (951) und Daniel Strecker (897). Für die CSV (34,82 Prozent) sind es: Patrick Comes (1.211), Albert Waaijenberg (1.078), Ronny Strotz (845), Chantal Kauffmann (809) und Carole Petitnicolas-Weigel (785). Für die DP (19,73 Prozent) zieht der Hausarzt und Newcomer Guy Herbin (692) in den Rat ein, während der langjährige DP-Rat Jean Jacquemart auf den zweiten Platz verwiesen wird. Am Donnerstagabend teilten die Verhandlungsdelegationen von LSAP und CSV folgendes mit: "Für die anstehende Legislaturperiode bis 2023 haben sich die LSAP und die CSV am  12.  Oktober 2017 auf ein Koalitionsabkommen geeinigt. Die LSAP bleibt mit 6 Sitzen weiterhin die stärkste Partei in Wiltz und die CSV ist mit nunmehr 5 Sitzen der deutliche Sieger von den Wahlen am letzten Sonntag. Die neue Koalition wird vom heutigen Bürgermeister und Nord-Abgeordneten Fränk Arndt, der bei den Wahlen bei weitem die meisten Stimmen hatte, geführt werden. Den Posten des 1. Schöffen werden die Christlich-Sozialen mit ihrem Spitzenkandidaten Patrick Comes stellen.  Des weiteren werden die jeweiligen Zweitgewählten, Pierre Koppes von der LSAP und Albert  Waaijenberg von der CSV, dem neuen Schöffenrat der Gemeinde Wiltz angehören. Damit wird dem Wählerwillen größtmöglich Rechnung getragen.
Dieses Koalitionsabkommen muss von den jeweiligen Parteigremien noch gutgeheißen werden.
Die strategische Positionierung von Wiltz als starkes regionales Zentrum in den Luxemburger Ardennen wird auch in Zukunft konsequent von den beiden Koalitionspartnern getragen werden und die großen Entwicklungsleitlinien um die Themen Erziehung und Weiterbildung, Tourismus, Wirtschaft und Arbeitsplätze, hochwertiger Wohnungsbau, Freizeitinfrastrukturen sowie soziale Auffangstrukturen bleiben die Prioritäten des neu gewählten Schöffenrates.
Nach dieser Wahl und mit dem neubesetzten Schöffen- und Gemeinderat ist der 2015 angefangene Fusionsprozess zwischen der früheren Gemeinde Eschweiler und Wiltz vollständig abgeschlossen."


Wintger - Hier schneidet die LSAP mit einem weiteren Sitz und dank dem besten persönlichen Resultat dieser Abstimmung für Carlo Weber (2.017) sehr gut ab, bleibt aber mit 32,04 Prozent und einem weiteren Sitz zweite Kraft hinter der CSV, die mit Bürgermeister Marcel Thommes (1.875) auf 39,64 Prozent kommt. Die vier LSAP-Räte sind neben Carlo Weber Guy Scholzen (771), Yannick Bewer (765) und Serge Hoffmann (617). Neben Thommes ziehen für die CSV ein: Lucien Meyers (1.118), Albert Koos (921) und Sonja Schruppen (850). Für die DP bleiben mit 17,75 Prozent zwei Sitze für Alex Thillens (823) und Johny Schanck (474). 10,57 Prozent gibt es für die adr, die bei einem Sitz für Jeff Engelen (1.083) bleibt. 

Auch in Wintger sind die Würfel gefallen. Den Schöffenrat stellt in Zukunft eine Koalition aus CSV und DP. Bürgermeister wird  Marcel Thommes (CSV), das Amt des ersten Schöffen geht an Alex Thillens (DP), zweiter Schöffe wird  Luss Meyers (CSV).

Majorzgemeinden 

Äerenzdallgemeng - In der Fusionsgemeinde wird auch weiterhin nach dem Majorzwahlsystem gewählt. In der Sektion Ermsdorf sind fünf, in der Sektion Medernach sechs Räte zu wählen. Für Medernach sind gewählt: Bob Bintz (765), Jeff Feller (657), Carole Krier ep. Vital (634), Eugène Unsen (520), Nico Kisch (495) und Marc Feller (479). Der bisherige Rat Pascal Zeihen ist nicht wiedergewählt. Die fünf Räte aus Medernach standen schon vorher fest, da sich nur fünf Kandidaten aufstellten: Daniel Baltes, Claude Hoffmann, André Kirschten, Francis Ries, und Jean-Pierre Schmit.  

Beckerich - Bürgermeister Thierry Lagoda bekommt mit 830 die meisten Stimmen. Laurent Klein kommt mit 665 Stimmen auf den zweiten Platz, gefolgt von Claude Loutsch (623), Marco Fassbinder (577), Severin Boonen (551), Marc Neu (503), Ingrid Van der Kley (487), Mickels Schmartz (482) und Patrick Wampach (374). In Beckerich hat man sich einstimmig dazu entscheiden, das Thierry Lagoda (34) als Bürgermeister weiter macht. Neben Lagoda wird Claude Loutsch (36) erster Schöffe, das Amt des zweiten Schöffen wird gesplittet. Bis zum Jahresende 2020 nimmt Marco Fassbinder (58) das Amt ein, dann folgt ihm Laurent Klein (24) im Amt. Alle vier erreichten bei den Wahlen die ersten vier Plätze.

Bettendorf - Gewählt sind: José Vaz Do Rio mit 588 Stimmen vor Paul Troes (568), Albert Back (553), Pascale Hansen ép. Meyers (546), Lucien Kurtisi (409), Suzette Serres ép. Schannel (404), Patrick Mergen (400), Jean-Marie Sauber (378) und Romain Heitens (300). Der Schöffenrat war bisher: Bürgermeister Albert Back und Schöffen Pascale Hansen sowie Patrick Mergen. Am Dienstag wurde bekannt gegeben, dass sich die Gewählten darauf geeinigt haben, der Viertgewählten Pascale Hansen aufgrund ihrer kommunalpolitischen Erfahrung den Bürgermeisterposten anzuvertrauen, flankiert vom eigentlich Erstgewählten José Vaz Do Rio, der auf das Bürgermeisteramt verzichtet, und Paul Troes.    

Bauschelt - Bürgermeister René Daubenfeld bleibt mit 472 Stimmen Erstgewählter. Es folgen Jeff Gangler (401), Antoine Nanquette (337), Guy Schon (272), René Albers (263), Michael Schumacher (262), Arsène Streveler (254), Arnold Jakobs (245) und Carlo Thill (202). 

Bourscheid - Bürgermeisterin Annie Theis ép. Nickels erhielt die meisten Stimmen: 508. Es folgen Jim Leweck (367), Raymond Junker(348), Marc Rodenbour (343), Joseph Cannivy (316), Jean Braconnier (312) Guy Schreurs (303) Marcel Agnes sowie Charles Nockels, der mit 242 genauso viele Stimmen erhielt wie Jean-Marie Bartholomey. 

Ell - Der Erstgewählte Armand Schuh (387) ist Newcomer im Gemeinderat. Es folgen: Henri Rasque (324), der bisher Rat war, Georges Weis (284), der bisherige Schöffe Christian Hahn (264), Marion Lepage-Beltgens (264), Raymond Jans (254), Eugène Kolbet (241), Claude Hilbert (233) und Jo Reiser (215).   

Erpeldingen/Sauer - Bürgermeister Claude Gleis erhält mit 795 Stimmen seinen ersten Platz. Romain Pierrard (684), Gilbert Leider (569), Carlo Tessaro (529), Marc Weisgerber (528),  Max Blom (527), Frank Kuffer (505), Eric Osch (505) und Claude Wolter (461) folgen auf den Plätzen. 

Esch/Sauer - Hier kommt der CSV-Abgeordnete Marco Schank auf die meisten Stimmen (867). Bürgermeister Gilles Kintzele wird nicht in den Rat wiedergewählt. Auf Schank folgen Franco Pereira Goncalves (586), Roger Origer (543), Romain Brimmeyer (535), Laurent Hilger (488), Jeannot Sanavia (417), Mireille Welter ép. Missavage, Marc Binsfeld (370) und Anne dite Annette Lutgen ép. Demuth (343). Bestätigt ist nun, dass Marco Schank neuer Bürgermeister wird und der Zweitgewählte Franco Pereira sowie der Sechstgewählte Jeannot Sanavia die Schöffenposten übernehmen.

Feulen - Hier sind für neun Mandate neun Kandidaten angetreten. Sie sind also automatisch gewählt: Guy Arend, Tanja Braun ep. Bindels, Miriame Suely Correia, Alain Hansen, Georges Hentges, Christiane Merge ep. Zahles, Fernand Mergen, Thomas Pirsch und Daniel Wilmes. Bislang leiteten Fernand Mergen als Bürgermeister sowie die Schöffen Alain Hansen und Daniel Wilmes die Geschicke der Gemeinde - alle drei bewarben sich nochmals um ein Mandat und einigten sich nun auch darauf, das Schöffenratsgremium genauso weiter zu führen. 

GoesdorfGewählt sind: Christa Schmitz ép. Majerus (511), Marc Siebenaller (464), Claude Gilson (415), Claude Treff (350), Sandra Antinori ép. Beyer (307), Jean-Paul Mathay (298), Marc Keilen (291) Christian Flora (236) und der bisherige Bürgermeister Norbert Maes, der mit 233 Stimmen Letztgewählter ist. Die bisherige Schöffin Marie-Rose Rentmeister kandidierte nicht mehr, während Schöffe Marc Siebenaller als Zweiter abschnitt. 

Grosbous - Gewählt sind: Paul Engel (392), Anne Steichen (337), Armand Olinger (322), Roger Gereke (238), Jeannot Faber (236), Maggy Haas ép. Glesener (236), Fos Schuster (223), André Stefanetti (164). Es dürfte zu einem Führungswechsel kommen: Bürgermeister war bislang der nun Drittgewählte Armand Olinger, Schöffen waren Tom Eyschen, der nicht mehr angetreten ist, sowie der nun Fünftgewählte Jeannot Faber. Haut um 18h00 hunn sech déi 9 nei gewielte Gemengerotsmemberen am Gemengenhaus zu Groussbus getraff fir de neie Schäfferot ze bestëmmen. Am Montagabend teilte die Gemeinde Grosbous Folgendes mit: "Buergermeeschter gëtt den Här Paul Engel, 1. Schäffen gëtt den Här Armand Olinger, 2. Schäffen gëtt den Här Marc Goelff. Et ass kee Splitting virgesinn. Matgedeelt am Optrag vun de 9 Membere vum neigewielte Gemengerot Groussbus".

Kiischpelt -  Gewählt sind: Yves Kaiser (356), Antoinette Lutgen-Lentz (293), Philippe L'Ortye (290), Jean-Marie Boumans (277), Christian Schmit (249), Sven Patz (244), Serge Zenner (233), Romain Schmitz (224) und Françoise Folmer (214). Der langjährige Bürgermeister Armand Mayer hatte hier seine Karriere nach 42 Jahren beendet. Yves Kaiser wird nun Bürgermeister.    

Mertzig Nachdem Bürgermeister Claude Staudt nicht mehr kandidierte schließt als Erstgewählter Mike Poiré (662) ab, gefolgt von Stefano D'Agostino (535), Isabelle Conzemius ép. Elsen (446), Mady Weber ép. Bormann (412), Amaro Garcia Gonzalez (368), Luc Weiler (348), Fernando Ferreira (345), Cathy Meurisse ép. Hoffmann (341) und Myriam Hansen ép. Holzem (337)."Aujourd'hui, le L4 octobre 2017, les nouveaux élus de la commune de Mertzig se sont réunis au secrétariat communal pour procéder à la formation du nouveau collège des
bou rgmestre et échevins.
Le résultat est le suivant :
Bourgmestre
Monsieur Mike POIRE, juriste, demeurant à Mertzig.
Premier échevin :
Monsieur Stefano D'AGOSTINO, politologue, demeurant à
Mertzig.
Deuxième échevin :
Madame lsabelle CONZEMIUS, épouse ELSEN, éducatrice
graduée, demeurant à Mertzig.
Tous ont été élus à l'unanimité. L'ordre des nominations reflète
ainsi le vote démocratique du scrutin du 8 octobre 20L7."

Nommern - Schöffe Jean-Pierre Mühlen macht hier das Rennen mit 440 Stimmen, nachdem Bürgermeister Marc Eicher kein Kandidat mehr war, Franco Campana (439), Bernard François Nicolas Jacobs (437), Henri Jean Nicolas Lommel (379), Felix Miny (346), Guy Claude Biren (269), Alain Ries (265), Marc Reiter (248) sowie Laurent Weirig folgen auf den Plätzen. 

Parc Hosingen - Die Fusionsgemeinde Parc Hosingen hat eine spezielle Regelung. Gewählt wird noch nach Majorzsystem: sieben Räte in der Sektion Hosingen und jeweils drei in den Sektionen Consthum und Hoscheid. In Hosingen sind es: Romain Wester (915), Guy Trausch (834), Charly Muller (825), Nico Eicher (804), Louise Frieseisen (773), Nico Heckemans (718) und Nico Dabé (604). In Consthum sind es: Jos Degrand (740), Gilles Thilgen (705) und Christiane Moris (579). In Hoscheid sind es Georges Majerus (874), Nico Wagener (755) und Francine Keiser ép. Peffer (699). 

Préizerdaul - Schöffe Marc Gergen (579) macht hier das Rennen um das Bürgermeisteramt, um das sich Amtsvorgänger Fernand Heyart nicht mehr bemühte. Gewählt wurden weiterhin: René Zigrand (508), Marc Rehlinger (378), Marc Groben (352), Tom Schaus (335), Fernand Muller (332), François Hilger (323), Michel Loes (317) und Mareike Boenigk (272). Marc Gergen (Bürgermeister), René Zigrand (1. Schöffe) und Marc Groben (2. Schöffen) bilden fortan den Schöffenrat.

Putscheid - In den neun-köpfigen Gemeinderat sind gewählt: Roger Zanter (357), Conny Kanivé ep. Hermes (293), Fabienn Sinnes-Huberty (287), Bernard Greischer (271), Carlo Birchen (268), Sylvain Feidert (248), Christian Junk (248), Marc Schleich (233) und Nico Jacobs (206). Der bisherige  Bürgermeister Jean Kinn wurde mit nur 178 Stimmen nicht wiedergewählt. Ebenso erging es Rat Roger Schirtz (155).  

Redingen/Attert - Nachdem Henri Mausen nicht mehr antrat, könnte ihm Henri Gerekens als Bürgermeister folgen - er bekommt mit 827 deutlich die meisten Stimmen. Luc Pauly (722) kommt noch auf einen Platz vor den Schöffen Tom Faber (695), gefolgt von Monique Kuffer (640), Jeff Muller (531), Wally Zacharias (500), Jean Valentin Bodem (455), Charles Welter (391) und Raymond Remakel (340).  

Reisdorf - Jean-Pierre Schiltz (335) wird den Stimmen nach wohl Bürgermeister Fränk Weber (297) ablösen, der nur noch auf den achten Platz kommt. Auf Schiltz folgen Anouk Hientgen ép. Sauber (326), Jean-Paul Dimmer (318), Patrick Nipperts (317), Daniel Mander (315), Hélène Diederich ép. Reckinger (308), Sinia Marques De Oliveira (308) und Schlusslicht Jean-Marie Funk (295), der bislang Schöffe war.  

Saeul - Wenig Änderungen in dieser Gemeinde, denn mit  Raoul Clausse (274), Marc Fisch (212) und Gérard Zoller (205) sind die drei an der Spitze, die auch den Schöffenrat stellen. Geschafft haben es auch: Jean-Paul Mousel (193), Edmond Gengler (189), John Kaufmann (183) und Jean Konsbruck (170). 

Schieren - Hier bekommt der Schöffenrat kein gutes Zeugnis ausgestellt: Bürgermeister André Schmit kommt mit 397 Stimmen nur auf den fünften Platz. Eric Thill gewinnt mit 479, es folgen Tessy Kries (463) Suzy Pfeiffer (455), François Wirth (427), André Schmit sowie der ehemalige Schöffe Camille Pletschette (338), Ben Pierrard (301), Patrick Heischbourg (272) und Claude Mohnen (248).  

Stauseegemeinde - Bürgermeister René Michels konnte seine Spitzenposition halten mit 578 Stimmen. Ihm folgen Francis Schon (496), Marco Koeune (480), Nico Majerus (456), Jean-Paul Staudt (399), Marc Koos (371), Gaby Gaasch (353), Claude Dondelinger (346) und Romain Koeune (260). 

Tandel - In Tandel verliert Député-maire Aly Kaes möglicherweise seinen Bürgermeisterposten. Er kommt hinter Alain Aust (617) auf den zweiten Platz mit 552 Stimmen. Es folgen Christophe Thirifay (486), Mike Weber (483), Nico Weis (481), Carlo Scheuren (468), Frank Schmit (455), Marc Roeder (422) und François Leonardy (370). 

Useldingen -  Bürgermeister Léon dit Pollo Bodem kann mit 569 Stimmen seinen Bürgermeisterposten verteidigen vor Pierre dit Pé Da Silva (524), Christian Frank (475), Irène Melcher ép. Staus (460), Raoul Schaaf (416), Raymond Feinen (415), Gérard Anzia (414), Claude Rieff (393) und Claude Bach (391). Die bisherigen Schöffen, der Abgeordnete Gérard Anzia (déi gréng) sowie Raymond Feinen verlieren an Stimmen. Am Dienstag wurde bestätigt: Pollo Bodem wird Bürgermeister und unter Respektierung der Stimmenzahl gehen die Schöffenposten an Pierre dit Pé Da Silva und Christian Frank. 

Vianden - Bürgermeister Marc Schaefer trat nicht mehr an, sodass der bisherige Schöffe Henri Majerus nun als Erstgewählter (467) aus der Wahl herausging. Es folgen Claude Tonino (443), Joé Heintzen (331), Kevin Pereira Esteves (31), Jean-Marie dit Jengel Klasen (318), César Dinis Andrade (305), Frank Leonardy (297), Anne Marie Holweck (289), Paolo Malerba (280). 

Vichten - Bürgermeister Camille Scheuren kommt mit 314 Stimmen noch auf Platz drei. Das Rennen macht Luc Recken (339) vor Jean Colombera (328). Schöffin Rita Junk-Reuter (294) kommt auf Platz vier vor Gilbert Moris (263), Paul Marechal (260), Christiane Pauly (230), Jean Kirsch (221) und Monique Dabé (205). Am Mittwoch einigte man sich in Vichten darauf, dass Jean Colombera das Bürgermeisteramt übernimmt. Camille Scheuren und Rita-Junk Reuter sekundieren ihn als Schöffen. 

Wahl - Bürgermeister Marco Assa wird mit den meisten Stimmen bestätigt (399), es folgen als in den Rat Gewählte: Christiane Bach ép. Thommes (350), Patrick Antony (275), Sylvère Welter (232), Marc Witkowsky (207), Servais Majerus (200) und Jea-Paul Neiertz (188). 

Weiswampach - Abgestraft wurde Bürgermeister Henri Rinnen, der als Viertgewählter abschließt mit 373 Stimmen. der bisherige Rat Michel Deckenbrunnen gewinnt mit 415 Stimmen, gefolgt von Danièle Patz (394), Vincent Geiben (384), Ambroise Reuland (353), den bisherigen Schöffen Marie-Paule Johanns-Hamer (323) und Norbert Morn(303) sowie Anita Faber (284) und  Jos Vesque (283). Da Rinnen aber mit seiner Mann schaft auf fünf Stimmen im neu gewählten Rat kommt, wird er die andere Mannschaft um den Erstgewählten Deckenbrunnen ausbooten und die Gemeindegeschicke weiterleiten. Als Schöffen sind Norbert Morn  und der Letztgewählte Jos Vesque im Gespräch. Das wäre eine ziemlich gewagte Umsetzung des Wählerwillens.        


Winseler - In Winseler traten für neun Mandate neun Kandidaten an. Die Wahl erübrigte sich. Da bislang der Gemeiderat aus acht Personen bestand, die allesamt auch wieder ihre Kandidatur stellten, ist der Gemeinderat nun auch komplett besetzt: Roland Esch, Christophe Hansen, Paul Kayser, Fernand Majerus, Charles Pauly, Marco Schmitz, Romain Schroeder, Aloyse dit Aly Stelmes und als neuntes und neues Ratsmitglied Will Toex. Der bisherige Schöffenrat bestand aus Bürgermeister Romain Schroeder  und den beiden Schöffen Charles Pauly und Aloyse dit Aly Stelmes und daran wird sich auch künftig nichts ändern.