LUXEMBURG
NORA SCHLEICH

Die Vorbereitungen für den „Tour de Luxembourg à Cheval“ laufen auf Hochtouren

Zum 52. Mal werden sich Luxemburgs Reiter dieses Jahr wieder im August versammeln, um gemeinsam mit ihren vierbeinigen Freunden das Land zu erkunden. Über Stock und Stein klingt zwar sehr nach Wildnis und Spontaneität, jedoch muss ein solches Event sehr umsichtig geplant werden. Claudine Klein, eine der Veranstalterinnen, ist von Anfang an dabei, wenn es wieder heißt: „Tour de Luxembourg“ zu Pferd.

Damit die ersten Einladungen früh genug verschickt werden können, muss das Organisationsteam oft die Köpfe zusammenstecken. „Zuerst müssen wir die verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten ausfindig machen“, erklärt Claudine Klein. „Dieses Jahr haben wir ein sehr positives Feedback von den Jugendherbergen erhalten, sodass wir drei der im ganzen fünf Nächte in den Herbergen verbringen können.“ Für die anderen Nächte gilt es sich bei den jeweiligen Kommunen zu informieren, ob man eventuell das Kulturhaus zur Unterbringung der Reiter nutzen könnte. Entsprechende Grünflächen für die Pferde müssen natürlich ebenfalls vorhanden sein. „Dann suchen wir ganz traditionell mit dem Finger auf der Landkarte nach den Reitwegen, um die verschiedenen Stationen untereinander zu verknüpfen“, führt Claudine Klein weiter aus.

Praxistest für die Reitwege

Damit die Verbindungen aber nicht nur auf dem Papier gut aussehen, werden die Wege zuvor von den Guides getestet. Claudine Meckel macht sich in ihrer Freizeit auf den Weg, um mit ihrem Pferd die Tauglichkeit der Reitwege auch in der Praxis zu prüfen. „Insgesamt sind wir zu sechs Guides. Die Wege werden immer von zweien von uns abgeritten, da wir auch am Reittag selbst in zwei Gruppen starten“, erklärt sie. Meistens sind die Wege zwischen 20 und 30 Kilometern lang. „Wir versuchen, recht abwechslungsreiches Gelände einzuplanen, viele Wälder und Felder. In manchen Dörfern machen wir auch gerne halt, um etwas zu trinken. Wir geben auch darauf Acht, dass die Wege nicht zu steil sind und der Boden nicht zu steinig oder zu hart ist. Dieses Jahr sind wir etwas beschränkt, der Osten gibt an sich nicht soviel her, wie zum Beispiel das Ösling. Wir haben hier aber viele befestigte Wege zur Verfügung“, bemerkt Claudine Meckel.

Rundumversorgung für jeden

In der Einladung wird es dann offiziell: Dieses Jahr werden die Reiter von Hassel aus über Remerschen, Canach, Herborn, Echternach und Berdorf ziehen. „Es ist wichtig, dass die Leute sich früh genug anmelden, damit das Bodenpersonal sich um das Catering und Übernachtungsmaterial kümmern kann“, gibt Claudine Klein zu bedenken. Es gibt nämlich nicht nur ein lahmes Butterbrot unterwegs, mittags und abends werden richtige Rastplätze aufgebaut und es wird warm gekocht. Dies nicht nur für die Mitreiter und -arbeiter, sondern auch für die, die der Gruppe einen Besuch abstatten wollen. An jedem Tag kann man sich dazugesellen und eine kleine gemütliche Mahlzeit miteinander einnehmen, auch hierfür verlangt es eine Anmeldung. „Uns begleitet ein großer LKW, in dem alles gelagert wird. Das Wasser für die Pferde, das Kochmaterial samt Küche, und im Kühlraum ist alles für die Verpflegung zu finden, ach, in 52 Jahren haben wir bereits einiges an Material und Know-How sammeln können“, lässt Claudine Klein wissen. Dazu müssen auch noch zwei weitere Pferdeanhänger samt Fahrern organisiert werden, die das Heu und die Paddockumzäunung für die Pferde, sowie die Feldbetten und das Gepäck der Leute mitbringen. 

Der Weg ist das Ziel

Um den Wünschen der Mitreiter so gut es geht entgegenkommen zu können, lässt sich die Teilnahme mittlerweile ganz individuell gestalten. „Es gibt nur wenige, die sechs Tage lang dabei sind. Man kann sich nach Lust und Laune für einen oder beliebig viele Tage anmelden“, führt Claudine Klein weiter aus. Geritten wird in zwei Gruppen zu je 20 oder 30 Pferden jeder Art, seien dies Turnier- oder Freizeitpferde. Größtenteils werden die Strecken im Schritt bewältigt, es gibt aber natürlich auch Gelegenheiten zum Traben oder Galoppieren. Es geht auf jeden Fall gesittet zu, keiner hat Lust die Pferde zu verheizen oder Nervosität in die Truppe zu bringen. Das ist der Organisatorin sehr wichtig: „Wir wollen einen entspannten Urlaub anbieten, wobei wir viel Wert auf einen respektvollen Umgang mit Pferd, Mensch und Natur legen, der Weg ist das Ziel“. Es sind noch einige Anmeldeplätze zum Mitreiten frei. Wer Lust bekommen hat, mit seinem vierbeinigen Gefährten durch Luxemburgs Landschaft zu ziehen, kann unter dem unten stehenden Link oder auf Facebook weitere Informationen und das Anmeldeformular finden.

 

Anmeldung unter: bit.ly/2LzEXnD

Facebook: Tour de Luxembourg à Cheval

 

Besucher können gerne das Event begleiten; die Anmeldungen für ein gemeinsames Essen wurden jedoch bereits am 3. August geschlossen. Nachfragen können jedoch weiterhin via Mail an tdlcheval[at]pt.lu
und telefonisch über die Nummer 34 70 94 gerichtet werden.