WORMELDINGEN
JEFF KARIER

Pâtisserie Hoffmann und Pâtisserie Schumacher fusionieren

Die beiden Bäckereiunternehmen Pâtisserie Hoffmann und Pâtisserie Schumacher fusionieren. Das gaben die beiden Geschäftsführer Jean-Marie Hoffmann und Henri Schumacher auf einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der Pâtisserie Henri Schumacher in Wormeldingen bekannt. Demnach werde zum 1. Januar 2018 Hoffmann die Produktionseinheiten sowie die 16 Geschäfte übernehmen. Vorher werde er sich Stück für Stück in den Betrieb einarbeiten, präzisiert Schumacher, der dem Traditionsunternehmen in der Übergangsphase beratend zur Seite stehen wird. „Wie lange diese Übergangsphase andauern wird, kann man noch nicht genau sagen“, erklärt er.

Der Grund für die Fusion, oder vielmehr den Verkauf der Pâtisserie Schumacher, ist, dass Schumacher keinen Nachfolger hat. Hingegen steht in der Familie Hoffmann die nächste Generation bereit, was eine langfristige Planung ermöglicht. Insgesamt hatten sich fünf Interessenten, zwei aus dem Ausland und neben Hoffmann zwei andere aus Luxemburg gemeldet. „Wir teilen eine ähnliche Philosophie und die gleiche Einstellung zum Handwerk, weshalb ich mich entschieden hatte, dass der Betrieb in die Hände von Herrn Hoffmann übergehen soll“, begründet Schumacher seine Entscheidung.

Langfristige Investitionen

Über die Verkaufssumme wollten beide nicht wirklich etwas sagen. Allerdings sprach Hoffmann über geplante Investitionen: „Wir werden jetzt über 16 Millionen und über die nächsten fünf Jahre rund 23 Millionen Euro investieren“. Inbegriffen sind hierbei etwa die nötigen Umbauarbeiten in den 16 Geschäften der Pâtisserie Schumacher, die in Zukunft unter dem Namen Hoffmann laufen werden, sowie das damit einhergehende Rebranding des dadurch stark gewachsenen Unternehmens. Diese Investitionssummen zusammen zu bekommen, sei laut Hoffmann nicht einfach gewesen. Allerdings habe die gute wirtschaftliche Situation beider Betriebe sowie die durch die beiden Kinder von Hoffmann gesicherte Zukunft am Ende dazu geführt, dass die nötigen Kredite gewährt wurden. In den 16 Geschäften sowie in der sehr modernen Produktionsstätte in Wormeldingen von Pâtisserie Schumacher arbeiten aktuell 190 Personen. Wie betont wurde, werden weder Geschäfte geschlossen, noch Mitarbeiter entlassen. Hoffmann rechnet sogar damit, dass in Zukunft weitere Arbeitsplätze geschaffen würden. Hoffmann selbst betreibt aktuell zwei Geschäfte und beschäftigt 35 Personen. Somit wird der Große von dem Kleinen übernommen, etwas das durchaus bemerkenswert ist.