Undank ist der Welten Lohn. Da schlägt sich der Premierchef Nacht für Nacht die Nacht um die Ohren, um Athen und den Euro zu retten, und dann wird ausgerechnet seine Parteifreundin Dr. Reding (wegen ihres Einsatzes für die Frauenquote) unter die vom US-Magazin „FP - Foreign Policy“ auserkorenen „100 Top Global Thinkers“ gewählt - zwar nur auf Platz 97, aber immerhin.

Eine andere Parteifreundin des Premierchefs, Frau Hennicot-Schoepges, dürfte sich ebenfalls über die Topplatzierung ihrer Landesgenossin freuen, traut sie dieser doch sowieso alles zu, sogar die Wahl zur ersten Premierministerin Luxemburgs. Gar nicht froh zeigt sich Erna Hennicot indes auf ihrer www-Seite über den Verkauf des Arbed-Sitzes am Rousegaertchen, aber: „Der Inder hatte ohnehin keinen Bezug zu dem Palais, das Verwaltungssitz der neuen Herren war“.

Saures bekommt dann auch noch der Ex-Wirtschaftsminister Krecké, der immer noch im Arcelor-Verwaltungsrat sitze und „rechtzeitig abgetaucht“ sei, „bevor die Cargolux-Akte politischer Sprengstoff wurde“. Und niemand habe nachgefragt, „wo denn Krecké war, als die Firma an die Scheichs verhökert wurde“. Muss Hühnchen rupfen schön sein...