LUXEMBURG
JEFF KARIER

„Wafer Messenger“ bietet große Freiheit und birgt viel Potenzial

Bist du auf Facebook oder hast du Whatsapp?“ Solche oder ähnliche Fragen stellen sich immer wieder, wenn man mit neuen Bekanntschaften oder Freunden per App in Kontakt bleiben will. Denn nicht jeder nutzt dieselben sozialen Medien und Applikationen für Smartphones. Zudem erlauben es die Apps nicht, dass man mit anderen außerhalb des eigenen Netzwerks kommuniziert. Dadurch braucht man gleich mehrere Apps, um mit allen in Kontakt zu bleiben. Eine Lösung für das dadurch entstandene Wirrwarr soll der „Wafer Messenger“ bieten, der im Großherzogtum entwickelt wird.

Jeder ist erreichbar

„Wafer ist eine Messenger-Plattform“, erklärt Simone La Torre, CEO und Mitgründer von „Waffer Inc.“ Dabei verfolgt das junge Unternehmen einen simplen Ansatz: Sie ermöglichen über „Wafer Messanger“ Personen Nachrichten zu senden, die eine andere App verwenden. „Wir wandeln die Konversation in einen lesbaren Chat um“, führt La Torre weiter aus. Der Nutzer schickt dann den Link zu der Konversation an die jeweilige Person. Dabei ist es egal, ob diese „Facebook“, „Whatsapp“, „Skype“, „iMessage“, „Snapchat“, SMS oder eine sonstige App verwendet. Alternativ kann man den Link auch per E-Mail zukommen lassen. Mit dem „Wafer Messenger“ kann man also theoretisch jeden Menschen, dessen Handynummer man hat, eine Nachricht, die mehr als reiner Text ist, zukommen lassen.

Dem Team rund um La Torre und dessen Partner Robert Llanes, COO von „Wafer Inc.“, ist somit gelungen, das Prinzip der Einladung, wie man sie etwa von „Whatsapp“ kennt, logisch weiterzuführen. Denn dort kann man allen Kontakten, die noch kein „Whattsapp“ verwenden, eine Einladung per SMS zukommen lassen, doch auch die App zu verwenden. „Unsere App überlässt es dem Gegenüber, ob er diese herunterlädt oder ob ihm der generierte Chatverlauf, auf den er über einen Browser zugreift, ausreicht.“ Die Hoffnung der Entwickler ist es, dass die Nutzer nach Verwendung des Chats im Browser merken, dass sie eigentlich auch einfach direkt die App herunterladen können.

Nicht nur schnöder Text

„Wafer Messenger“ unterscheidet sich noch in einem weiteren Punkt von dem Großteil der anderen Apps. Denn er bietet außerdem eine sehr große Freiheit bei dem Verfassen, Gestalten und Antworten auf Nachrichten. „Man kann sowohl Text, als auch Kritzeleien, Fotos, Sticker, Audio und Video miteinander verbinden “, erklärt La Torre. Das gilt auch für das Bearbeiten von Nachrichten. Diesen kann man beim Antworten noch mal seine ganz persönliche Note verleihen.

Ein Detail ist auch, dass man zum Senden nicht auf ein Icon drückt, sondern nach rechts wischt. Wenn man nach links wischt, dann kann man die Nachricht über Facebook oder auch Twitter versenden. Vorausgesetzt man hat seine Accounts mit dem „Wafer Messenger“ verbunden. Unterstützung für „Instagram“ und „Pinterest“ soll folgen. Weiter Funktionen sind das Anklopfen sowie das Liken von Nachrichten einer Konversation. Man kann sich anschließend nur die geliketen Nachrichten anzeigen lassen, um so mehr Übersichtlichkeit zu bekommen. Das ist vor allem bei Gruppenchats sehr hilfreich, die ebenfalls möglich sind. Und möchte man eine Nachricht nachträglich löschen, ist das auch kein Problem.

„Wafer wird sich aber noch stark weiterentwickeln“, erklärt La Torre. So wird es in Kürze neben dem Telefonieren - von „Wafer Messenger“ zu „Wafer Messenger“ - auch die Möglichkeit geben, über einen Link und somit den Browser einen Voice-Over-IP-Anruf mit jedem anderen Handykontakt zu führen.

Einfach ausprobieren

„Mit unserer App ist man nicht mehr auf reine Textnachrichten reduziert, sondern erlebt eine enorme Freiheit“, führt der CEO aus. Und diese Freiheit ist die große Stärke des „Wafer Messegers“. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind riesig, und es macht Spaß, selbst einfache Nachrichten zu verschicken. Die App ist übersichtlich gestaltet und hatte während unseres Tests über mehrere Tage auch keine Abstürze, Bugs oder sonstige Probleme.

Die Idee mit der Konversation via Browser für Nicht-Wafer-Nutzer ist zwar ebenfalls gelungen. Da der Mensch aber ein Gewohnheitstier ist, wird es schwierig sein, ihn von den Apps, die er aktuell nutzt, wegzueisen. Das liegt allerdings weniger an der Qualität der App, sondern zeigt, dass der „Wafer Messenger“ sich einem sehr harten Konkurrenzkampf stellt, diesen unserer Meinung nach aber mit den richtigen Waffen führt. Doch mit bereits mehr als 300.000 Downloads seit September ist schon ein guter Anfang gemacht. Wir empfehlen: Ausprobieren.


Der „Wafer Messenger“ ist für iOS und
Android-Geräte verfügbar

www.wafermessenger.com