LUXEMBURG
CAMILLE MULLER

Seit dem 1. September gilt EU-weit ein Produktionsverbot bestimmter Halogenlampen. 2009 hatten die EU-Staaten und das Europäische Parlament ein Produktionsverbot beschlossen. Weil die Übergangsfrist jetzt ausgelaufen ist, werden Halogenlampen der Klasse D oder schlechter aus dem Handel verschwinden. Verbraucher sollten aber keine Probleme haben, alternative Leuchtmittel für ihre Lampen zu finden, sagt Camille Muller, Projektbegleiter bei Oekotopten.lu. 

„Wie beim Glühbirnen-Verbot im Jahr 2009 gilt seit dem 1. September ein Herstellungsverbot bestimmter Halogenlampen, die damit vom Markt verschwinden. Das Verbot betrifft vor allem 220 Volt-Modelle (vor allem in den klassischen Schraubsockel E27 und E14 benutzt). Ausnahmen gelten aber für spezielle Leuchtmittel, wie Halogenglühbirnen in Öfen, die großer Hitze ausgesetzt sind, oder die Halogen-Leuchtstäbe für Deckenstrahler. Für letztgenannte gibt es zwar auch LED-Modelle, allerdings wird die Entwicklung noch einige Jahre brauchen, um die gleiche Leuchtkompetenz aufzubringen.

Für die jetzt vom Markt verschwindenden Modelle können Verbraucher prinzipiell zwischen Energiesparlampen und LED entscheiden, wobei wir aufgrund der deutlich höheren Energieeffizienz aber auch der unmittelbar verfügbaren Leuchtkraft und der Abwesenheit eines Vorschaltgeräts eindeutig für die LED-Variante plädieren. Anders als Energiesparlampen enthalten LED keine giftigen Stoffe, sind wirksamer und in breiter Auswahl verfügbar, sogar im Stil der Edison-Glühbirne, und decken ein breites Lumen-Spektrum ab. Sieben Watt-LED schaffen es so heute, herkömmliche 60 Watt-Glühbirnen, neun Watt-LED sogar bis zu 100 Watt-Glühbirnen zu ersetzen. Wandelten früher Glühbirnen 80 Prozent des Stroms in Hitze und 20 Prozent in Licht um, haben LEDs das Verhältnis bereits vor Jahren umgedreht. Heute schaffen LEDs sogar eine Umwandlung in Hitze von unter zehn Prozent. LEDs sind damit den Kinderschuhen definitiv entwachsen. Auch die Qualität von LEDs, die ohnehin mit einer höheren Lebensdauer als Kompaktglühbirnen oder Halogenleuchten aufwarten, hat sich verbessert.

Entscheiden sich Verbraucher dazu, eine neue Lampe zu kaufen, raten wir als Oekotopten von LED-Lampen mit speziell verbauten und geformten LED-Leuchtmitteln ab. Auch wenn LEDs eine hohe Lebensdauer versprechen, ist der Ressourcenverbrauch einfach zu hoch, wenn man die Leuchtmittel nicht ersetzen und folglich die ganze Lampe ersetzen muss. Am nachhaltigsten sind also Lampen mit ersetzbaren Glühbirnen. Bei der Außenbeleuchtung empfehlen wir Verbrauchern indes, die Illumination auf das Nötigste zu begrenzen, um Lichtverschmutzung zu vermeiden und den Energiespareffekt nicht wieder zunichte zu machen – Stichwort ‚Rebound-Effekt‘. Zudem sollten alle ausgedienten Leuchtmittel fachgerecht recycelt werden. In den Müll gehören sie definitiv nicht.“

Tipps zum Leuchtmittelkauf und vielem mehr finden Verbraucher auf oekotopten.lu