DIFFERDINGEN
PATRICK WELTER

Differdingen ändert ständig sein Gesicht - Grundsteinlegung für „Aurea“-Turm

Differdingen verändert sein Gesicht kontinuierlich. Der „Aurea“-Turm wird zwar nicht das erste Hochhaus der Stahlstadt sein, das war ein längst abgerissenes Verwaltungsgebäude der früheren ARBED, aber der Turm wird eine ganz neue Qualität in die Stadt bringen. Geschäfte im Erdgeschoss und darüber Wohnungen auf 14 Stockwerken - bei einer Gesamthöhe von 58 Metern. Mit dem Aurea-Turm wird quasi der überdimensionale Schlussstein für die Urbanisierung des „Plateau funiculaire“ gesetzt. Der Standort liegt genau zwischen dem Einkaufszentrum „opkorn“ und der zukünftigen Internationalen Schule. Der Bauträger und Projektentwickler IKO (früher Ikogest) will denn Turm bis 2021 fertig gestellt haben.

Obwohl die Spezialbagger schon seit einiger Zeit dabei sind mit riesigen Erdbohrern Platz für Betonpfähle zu schaffen, um das Bauwerk auf sichere „Füße“ zu stellen und auch schon ein Teil der Tiefgarage fertiggestellt ist, fand gestern Morgen die Grundsteinlegung für den Turm statt.

Letzte Etappe nach 15 Jahren

Der von Stefan Moreno (Moreno Architecture & Associés) entworfene Aurea-Turm schließt eine rund 15 jährige Entwicklung ab. Ikogest / IKO hat auf der ehemaligen Industriebrache von rund acht Hektar Größe mitten in der Stadt seit 2003 ein neues Stadtviertel errichtet, das über eine gesunde Mischung aus Wohnen und Nahversorgung verfügt. In Zusammenarbeit mit „Dewey Muller Architectes et Urbanistes“ und „Förder Landschaftsarchitekten“ wurde seinerzeit das entsprechende Konzept entwickelt und umgesetzt. Insgesamt wurden dort bisher 728 Wohnungen mit 80.000 Quadratmetern Wohnfläche von verschiedenen Architekten realisiert. Der letzte große Schritt war die Eröffnung des Shopping-Centers Opkorn (Auchan) im letzten Oktober.

In das Konzept der Nahversorgung für das Stadtviertel gehört auch die Ansiedlung von Bankfilialen und Verwaltungen im Aurea-Turm. Kommerziell ist das Hochhaus schon jetzt ein Erfolg. Von den Wohnungen im Turm mit zwei oder drei Zimmern und Maisonette-Penthouse sind nur noch einige auf dem Markt.

Bürgermeister lobt unternehmerischen Mut

Roberto Traversini (déi gréng), Bürgermeister der Stadt Differdingen, lobte den unternehmerischen Mut von IKO-Chef Eric Lux, innerhalb von 15 Jahren mit viel Arbeit aus einer Industriebrache ein ansehnliches Wohnviertel gemacht zu haben. Was unter anderem auch eine Sanierung und Entsorgung des kontaminierten Erdreichs bedeutete. Differdingen habe sich ganz dynamisch entwickelt, Traversini weiter, entgegen aller Unkenrufe sei das Kreativzentrum 1535° ein Erfolg mit rund 500 Arbeitsplätzen für Kreative. Auch die Ansiedlung einer zweiten Hochschule zeige das neue Bild der Stadt. Jetzt will Differdingen, so Traversini wörtlich, eine „Stadt der Kreislaufwirtschaft“ werden. Eric Lux seinerseits bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Differdingen. Der Erfolg dieser Urbanisierung sei aber nicht sein persönlicher Verdienst, sondern der Verdienst einer ganzen Mannschaft.

www.aurea-differdange.lu