LUXEMBURG
PIERRE WELTER

Brutaler Raub in Berg: Dritter Täter gefasst

In der Nacht vom 21. auf den 22. April 2014 überfielen drei maskierte Männer den 57-jährigen Landwirt Pierre M. in seinem Haus in Berg. Weil jetzt ein dritter Angeklagter für den Raub vor Gericht steht, muss die Kriminalkammer mit dem Verfahren neu beginnen.

Am Montag standen die drei mutmaßlichen Täter nun gemeinsam vor der Kriminalkammer Luxemburg. Ihnen wird nach gefestigter Rechtsprechung neben dem Raub auch die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Diebstahl mit Gewaltanwendung gegen eine Person und Freiheitsberaubung angelastet. Der Angeklagte Mihail M. bestritt erneut am Montag an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Die zwei anderen waren geständig.

Das Opfer, das erneut zu den Taten aussagen musste, gab am Montag zu Protokoll, dass der jüngere Täter dermaßen mit der Eisenstange auf ihn eingeschlagen habe, dass er heute Probleme mit dem Zwerchfell hätte. Das Täterprofil, das er beschrieb, passte zu dem mutmaßlichen Täter Zoltan G. (23).

In seiner Nebenklage beantragte das Opfer 5.000 Euro moralischen und materiellen Schadenersatz.

Der 42-jährige Angeklagte Florin S. erklärte gestern, dass er 2014 als Straßensänger nach Luxemburg gekommen sei. Den 23-jährigen Angeklagten Zoltan G. hätte er in einer Bar getroffen. Der hätte den Spitznamen der „Ungar“. Mit ihm sei er auf einen Campingplatz gezogen. Dort hätten sie drei Wochen zusammen gewohnt.

Den 37-jährigen Mihail M. hätten sie dann am 21. April abends getroffen. Weil der „Ungar“ dort gearbeitet hätte, sollten sie ihm helfen den Restbetrag von 1.500 dort abholen, die der Landwirt G. noch schuldete. Vor dem Haus angekommen, sei der Landwirt plötzlich aufgetaucht. Den Mann hätte er dann umklammert, hochgehoben und ins Haus getragen. Sie seien nicht maskiert gewesen. Im Haus hätte er nicht nach Geld gesucht. Das hätten andere getan. Das Opfer sei zu dieser Zeit noch nicht gefesselt gewesen. Das Geld aus dem Portemonnaie nahm M. an sich. Er hätte dann zum „Ungar“ gesagt, er soll aufhören das Opfer zu schlagen. Den Mann hätte er auf einen Stuhl gesetzt. Das Opfer wurde dann vom „Ungar“ an den Stuhl gefesselt. Dem Untersuchungsrichter hatte der Mann etwas anderes erzählt.

Der Prozess wird heute fortgesetzt.