HELSINKI
JACQUELINE KIMMER

Auftakt des Staatsbesuches des großherzoglichen Paares in Finnland

Zusammen mit Vizepremier Etienne Schneider, Außenminister Jean Asselborn und Umweltministerin Carole Dieschbourg weilen Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa noch bis morgen auf Staatsbesuch in der Republik Finnland, dem Land der 188.000 Seen - das entspricht etwa zehn Prozent der Landesfläche.

Kurz vor 16.00 (Ortszeit) setzte die Luxair-Boeing 737-800 auf dem Flughafen in Helsinki-Vantaa auf, wo die hohen Gäste aus Luxemburg von Außenhandelsministerin Lenita Toivakka willkommen geheißen wurden. Die äußerst herzliche offizielle Begrüßung des großherzoglichen Paares durch den finnischen Präsidenten Sauli Niinistö und seine Gattin Jenni Haukio erfolgte vor dem Präsidentenpalast in Helsinki.

Nach der Vorstellung der beiden Delegationen unterzeichneten Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa das Goldene Buch des Präsidentenpalastes. Anschließend zeigten sich Gäste und Gastgeber kurz auf dem Balkon des Palastes. Ausklingen sollte der erste Tag des Staatsbesuches mit einem Galadinner, zu dem Präsident Niinistö zu Ehren des großherzoglichen Paares in den Präsidentenpalast geladen hatte. In ihren jeweiligen Ansprachen gingen Großherzog Henri und der finnische Präsident auf die bestehenden guten Beziehungen zwischen Luxemburg und Finnland ein, dies sowohl auf bilateraler als auf europäischer Ebene.

Finnland hat mit großen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen

Am Rande des Staatsbesuches traf Außenminister Jean Asselborn gestern zu einer Unterredung mit seinem finnischen Amtskollegen Timo Soini zusammen. Wie Asselborn vor der Presse unterstrich, wird Finnland im kommenden Jahr den 100. Jahrestag seiner 1917 erlangten Unabhängigkeit feiern. Auch erinnerte der Minister daran, dass Josy Barthel im Olympiastadion von Helsinki 1952 Olympisches Gold für Luxemburg gewann. Finnland, das seit 1995 zur Europäischen Union gehört, nahm im vergangenen Jahr über 200.000 Flüchtlinge auf. Ferner erinnerte Asselborn daran, dass Finnland zur Zeit mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat. 2014 verlor das Land sein Triple A, woran der Einbruch des Telekomkonzerns Nokia nicht schuldlos war. Für das laufende Jahr wird mit einer Wachstumsrate von 0,3 Prozent gerechnet.

Die finnische Regierung hat drastische Maßnahmen angekündigt. So sollen unter anderem zwei Feiertage gestrichen und der Urlaub von 38 auf 30 Tage zurückgeführt werden. Inzwischen hat sich Finnland auf die Verpackungsindustrie spezialisiert.

„Finland-Luxembourg Business Forum“

Heute Vormittag werden das großherzogliche Paar und der finnische Präsident Sali Niinistö dem Finland-Luxembourg Business Forum“ in der Finlandia-Halle in Helsinki beiwohnen. Organisiert wird dieses Forum von der Handelskammer des Großherzogtums, der finnischen Handelskammer, den Agenturen „Luxembourg for Finance“, „Luxembourg for Business“ und der finnischen Agentur für die Förderung der Exporte FinPro. Ferner ist heute ein Empfang des großherzoglichen Paares durch die Stadt Helsinki vorgesehen.