WILTZ
SVEN WOHL

Wiltz gibt der „Nuit des Lampions“ dieses Jahr mehr Platz

Mit Wiltz verbinden die meisten Kulturbegeisterten das berühmte „Festival de Wiltz“. Doch ein anderes Event, das 2007 seine erste Auflage im Rahmen des Kulturjahres erlebte, drängt sich immer stärker in den Vordergrund: die „Nuit des Lampions“. Wenn die Straßen der Ardennenstadt sich wieder des Nachts mit Lichtern, Farben und Formen füllen, weiß man als Besucher, dass man in eine andere Welt eingetaucht ist.

Die magische Eroberung der Stadt Wiltz

Damit diese einem auch nach mehrmaligem Besuch nicht allzu bekannt vorkommt, lässt man sich seitens der Organisatoren gerne etwas Neues einfallen. Tatsächlich nimmt das Fest einen betrachtlichen Teil der Stadt in Anspruch: Neben dem Garten der Stadt, in dem die namensgebenden Laternen auf einen warten, wird auch die „Place des Martyrs“ bereits seit Jahren in Anspruch genommen, um eine Art Straßenfest zu feiern, das im Großherzogtum seinesgleichen sucht. Theater-, Tanz-, Akrobatik und Zirkusperformances, Zauber- und Feuershows sowie Lichtspektakel wechseln sich hier ab, um eine magische Atmosphäre für die Besucher zu erzeugen. Auch die Nähe des Kulturzentrums „Prabbeli“ wird hier genutzt.

Musik vor beeindruckender Kulisse

Da darf die Musik natürlich nicht zu kurz kommen: Altin Gün, Half Waif aus New York, Hugar aus Island, Them Lights aus dem Großherzogtum und When ’Airy Met Fairy aus Luxemburg und Island sowie Walrus aus Halifax treten auf. Dafür wird dann auch die Bühne im Schloss von Wiltz in Anspruch genommen. Auch die „Grand Rue“ wird in dieser Nacht in neue Farben gehüllt. Dort kommen vor allem die „Walking Acts“ zum Zuge.

Wem bei dieser Soundkulisse auch noch der Magen knurrt, der kann beruhigt aufatmen: An fast allen Orten des Festes kann man sich sowohl bei den Vereinigungen wie auch bei den professionellen Anbietern etwas zu Essen und zu Trinken besorgen.

Wer etwas Ruhe benötigt und trotzdem ein kulturelle Programm haben möchte, wird eventuell im Kino im Kulturzentrum „Prabbeli“ glücklich: Hier wird ein „Open Screen Cinema“ organisiert und man bekommt eine Auswahl aus dem Luxembourg City Film Festival geboten.

Extra-Zugfahrten

Damit der hohe Norden nicht ganz so fern wirkt, sorgt man auch dafür, dass man es möglichst leicht hat, nach Wiltz zu kommen. Dabei wird es bevorzugt, dass man mit dem Zug anreist. Passenderweise organisiert die CFL, wie auch bereits
die vergangenen Jahre, Extra-Züge und Zusatzfahrten. Von Petingen und Ulflingen aus soll es Gästen aus dem ganzen Land bis tief in die Nacht ermöglicht werden, nach Wiltz und damit zum Festival zu gelangen.

Pendelbusse im Einsatz

Wer dennoch darauf besteht, mit dem Auto anzureisen, dem sei anzuraten, beim Shoppingcenter im Pommerloch zu Parken. Pendelbusse sorgen hier dafür, dass man problemlos nach Wiltz kommt.

Organisiert wird die „Nuit des Lampions“ von der Organisation „COOPERATIONS“, wobei der diesjährige Hauptsponsor das Versicherungsunternehmen „Foyer S.A.“ ist.

Tickets können online reserviert werden unter www.ndl.lu. Im Vorverkauf kosten sie fünf Euro, in der Abendkasse dagegen sieben Euro. Die „Nuit des Lampion“ beginnt am 22. September um 16.00.