LUXEMBURG
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Sektorielle Leitpläne: Folgen des Wachstums nicht ausreichend bei Planung berücksichtigt, sagt „natur&ëmwelt“

„Natur&ëmwelt“ begrüßt die sektoriellen Pläne „als wichtige Maßnahme für eine nationale und kohärente Landesplanung“. Gleichzeitig werde der Naturschutz „bei verschiedenen Projekten“ vernachlässigt. Das teilt die Naturschutzorganisation mit, die im Rahmen der öffentlichen Prozedur ihre Einwände und Anmerkungen verfasst hat. Positiv merkt sie an, dass die vier Pläne parallel zueinander und aufeinander abgestimmt entworfen wurden, „welche die drei Agglomerationspools Luxemburg, Süden und Nordstadt als Ballungszentren festlegt und entsprechend vernetzt“. Transport, Aktivitätszonen und Wohnungsbau könnten so abgestimmt geplant werden.

Sorgen bereitet „natur&ëmwelt“ allerdings das weitere Wachstum des Landes und die damit verbundenen Konsequenzen. Druck auf die verfügbare Fläche, wachsende Anforderungen an die Mobilität, wachsender „Freizeitdruck“ auf die Natur: All diese Aspekte werden laut Ansicht von „n&ë“ „nicht ausreichend bei der Planung berücksichtigt“. Die Organisation zweifelt daher daran, ob dem Artensterben so Einhalt geboten werden kann.

Als besorgniserregend bezeichnet der gemeinnützige Verein dann auch die wachsende Infragestellung der Strategischen Umweltprüfung (SUP). „Trotz der negativen Ergebnisse der Strategischen Umweltprüfung wurden einige Projekte, aufgrund der Durchführung eines Ausnahmeverfahrens, zurückbehalten“. Eine solche Vorgehensweise, um Gewerbe- und Wohngebiete sowie den Transport immer weiter zu entwickeln, sei „inakzeptabel“.

Die Veröffentlichung der detaillierten Analyse der vier sektoriellen Leitpläne (Transport, wirtschaftliche Aktivitätszonen, Landschaften und Wohnen) kündigt „natur&ëmwelt“ auf ihrer Webseite an.

naturemwelt.lu