LUXEMBURG
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Vorerst keine Radaranlagen in Luxemburg, die Gurtmuffel und Handysünder erfassen

Frankreich rüstet auf - was die Radaranlagen anbelangt, führt der DP-Abgeordnete Gusty Graas in einer parlamentarischen Anfrage an den zuständigen Nachhaltigkeitsminister Francois Bausch aus. Bei diesen Anlagen soll es sich um Blitzer der neuesten Generation handeln, wie Graas präzisiert, mit denen auch die Ahndung des Nichtanlegens des Sicherheitgurtes oder die Handynutzung möglich sei. So möchte Graas gerne von Bausch wissen, was denn die Luxemburger Blitzer so alles können - ob auch die in der Lage seien, solche Verfehlungen zu registrieren. Und ob, sollte dies nicht der Fall sein, daran gedacht werde, solche Anlagen in den kommenden Jahren anzuschaffen.

Bausch präzisiert, dass die aktuellen Radaranlagen in Luxemburg die Überschreitung der erlaubten Geschwindigkeit sowie die unerlaubte Nutzung der Pannenspur überwachen.

Geschwindigkeit in Tunnels wird von der Polizei überwacht

In einer weiteren Phase könnten Überwachungseinrichtungen auf Autobahnbrücken oder auch in Tunnels (165.000 Euro/Installation hieß es) folgen, ein Aspekt, den der CSV-Abgeordnete bei Bausch hinterfragte. Doch dies sei aktuell nicht vorgesehen, sagte Bausch. Eine Überwachung der Geschwindigkeit in den Tunnels würde durch die Polizei mit den mobilen Anlagen oder Radarpistolen erfolgen. In dieser Phase könnten dann auch „Rotlichtblitzer“ (95.000 Euro je Fahrtrichtungsüberwachung) auf den Ampeln folgen. Was aber entsprechende neue Installationen bedürfe, erklärte Bausch.

Mögliche Erfassung der Anzahl von Fahrgästen

Damit ist klar, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen und später auch Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes und Rotlichtvergehen überwacht werden. So kommt Luxemburg im Länder-Flächen-Vergleich mit den Starenkästen auf einen Wert von 7,75 Kameras je 1.000 Quadratkilometer.

Bausch führt ebenso aus, dass auch eine mögliche Erfassung der Anzahl von Fahrgästen in einem Fahrzeug die Verwendung zusätzlicher Technologie erfordere, die in der vorhandenen Ausrüstung nicht verfügbar sei.