NIEDERCOLPACH
JEFF KARIER

Neu geschaffenes „Centre de réhabilitation du Château de Colpach“ mit innovativem Ansatz

Das Schloss in Niedercolpach schlägt ein neues Kapitel auf. Nach dem Krieg von der Familie Mayrisch dem luxemburgischen Roten Kreuz vermacht, um es als Rekonvaleszenz-Zentrum zu nutzen, übernimmt es nun weitere, neue Aufgaben. Auf einer Pressekonferenz wurde das neue Konzept des „Centre de réhabilitation du Château de Colpach“ (CRCC), wie die Einrichtung nun heißt und seit dem 1. April funktioniert, vorgestellt.

Insgesamt 60 Betten

Das CRCC besteht aus dem „Service National de Réhabilitation Post-Oncologique „ und dem „Service National de Réhabilitation Physique“, die jeweils 30 Betten für Patienten umfassen. Hier werden also zum einen Personen behandelt, die die an den Folgen einer Krebserkrankung, deren Behandlung oder eines mit solch einer Krankheit verbundenen Vorfalls, leiden. Zum anderen wird hier den Patienten ermöglicht, nach einer akuten Phase einer schweren Erkrankung, einem Schub einer chronischen Krankheit oder auch infolge eines chirurgischen Eingriffs, sich zu erholen, wieder Selbständigkeit zu erlangen und Lebensqualität wiederzuerlangen. Es handelt sich also um Patienten, deren Behandlung im Krankenhaus abgeschlossen ist, die aber noch nicht soweit sind, als dass sie wieder Nachhause auf sich allein gestellt in den Alltag zurückkehren können. Den legalen Rahmen für das CRCC wurde mit dem neuen Krankenhausgesetz vom 8. März 2018 sowie dem „Plan national Cancer“. „Es hatte sich gezeigt, dass es in Luxemburg an spezifischen Rehabilitationsmöglichkeiten fehlt, weshalb dieser Schritt nötig geworden ist“, erklärt Sonja Hoffmann, Verwaltungsratsvorsitzende des Zentrums. In dem Zusammenhang betonte Gesundheitsministerin Lydia Mutsch die Bedeutung des CRCC für das nationale Gesundheitswesen. „Das Ziel ist nicht nur zu heilen, sondern den Patienten zu einem Akteur seiner eigenen Gesundheit zu machen“, führt Mutsch aus. Entsprechend versucht das Personal des Zentrums die allgemeine Gesundheit der Patienten zu verbessern.

Pflegeplan mit Patienten ausgearbeitet

Die Patienten werden nicht nur von Generalmedizinern und Spezialisten behandelt. Ein Team aus Psychologen, Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Sozialarbeitet und anderen Professionellen aus dem Gesundheitsbereich kümmern sich ganz individuell um jede einzelne Person und ihre Bedürfnisse. Dabei wird der Patient bei der Ausarbeitung des Pflegeplans miteingebunden. „Dieser innovative Ansatz, der auf eine interdisziplinären Behandlung beruht, stellt auch das Wohlbefinden der Patienten in den Vordergrund“, betont Hoffmann. Denn Faktoren wie eine hohe Moral sind wichtig bei der Genesung. Somit findet neben einer psychologische auch eine emotionale Unterstützung bei der Bewältigung von Begleiterkrankungen, Schmerzen und anderen Problemen und Beschwerden statt.


Weitere Informationen unter

www.rehabilitation.lu