LUXEMBURG
VANESSA PETER

Der SNJ bietet Kindern eine tolle Zeit in einem Zeltlager

Mit sehr gutem Wetter steht das erste Zeltlager vom „Service nationale de la Jeunesse“ (SNJ) in Colmar-Berg unter einem guten Stern. Die Laune ist sowohl bei den Animateuren als auch bei den Kindern gut. Vor dem Gebäude im Schatten bastelt eine Gruppe von Kindern, während andere drinnen gemeinsam backt. Hinter dem Chalet macht eine Animatrice die Kinder mit einem Schlauch nass. Sie hatten gerade ihr eigenes „Holi Festival“. Dabei haben sie sich mit Farbpuder gefärbt und Fotos vor einer farbigen Leinwand gemacht. Es gibt niemanden, der jammert oder traurig ist. Sie sind alle zusammen gekommen, um eine tolle Zeit zu verbringen, neue Freunde zu finden und einfach Spaß zu haben. Neben den Kindern, denen das Teilnehmen eine große Freude bereitet, freuen sich die Verantwortlichen, den Kindern eine gute Zeit zu ermöglichen.

Zeltkolonie in der Götterwelt

Wie der Name „Zeltkolonie fir eis all I“ verrät, ist sie für alle Kinder zwischen elf und 14 Jahren, dabei wird niemand ausgeschlossen. An der achttägigen Kolonie nehmen 45 Kinder teil, darunter sind 15 Kinder, die eine spezielle Betreuung brauchen und drei Flüchtlingskinder. Die Kolonie hält also, was sie verspricht; sie ist für jeden. Deshalb wurde auch aufgepasst, dass auch alle Kinder an allen Aktivitäten teilnehmen können. Das Zeltlager steht unter dem Thema „Götterwelt“. Die Kinder wachen jeden Morgen in einer anderen Götterwelt auf. Sie werden von ihren verkleideten Animateuren mit Musik geweckt und erleben so jeden Tag eine neue Welt. Am gestrigen Tag standen die Griechen auf dem Programm, heute erleben sie die Welt der Kelten. Während der Kolonie ist ihre Mission, durch Spiele und Aufgaben das Orakel wieder zusammen zu bauen und somit den aufgetretenen Streit in der Götterwelt zu schlichten und für Frieden zu sorgen. Was der Grund und die Motivation der Zuständigen Line Majerus ist, Teil eines Zeltlagers zu sein, erklärt sie so: „Es hat so angefangen, dass man als Student im Sommer einen Studentenjob sucht und hier ist einfach eine gutes Ambiente. Auch die Integration zu fördern, das hat mir gut gefallen und dass mit dem Staff mit allen Moniteuren, wir verstehen uns alle gut und wir leben hier eine Woche zusammen.“ Außerdem sei man hier abgeschirmt von der richtigen Welt. „Man kriegt nicht wirklich etwas mit und es ist einfach schön, wenn man abends ins Bett gehen kann und man weiß, dass die Kinder Spaß hatten, dass man ihnen etwas geboten hat, was sie so vielleicht im Alltag nicht geboten bekommen können oder in der Schule. Das ist meine Motivation bei Ferienlagern mitzumachen“

Abwechslungsreiche Aktivitäten

Morgens finden Ateliers statt, dabei ist die Abwechslung der Aktivitäten den Zuständigen besonders wichtig. Vor dem Frühstück kommen alle zusammen, die Kinder erfahren, welche Ateliers stattfinden und sie können sich dann für das einschreiben, was sie am meisten interessiert. Zwischen backen, kochen, basteln, Theater spielen und Musik machen können sie sich zum Beispiel entscheiden. Mittags finden entweder in kleineren Gruppen Aktivitäten wie Fahrrad fahren oder zum Park gehen statt - diese suchen die Moniteure aus - oder das ganze Camp kommt für eine gemeinsame Aktivität zusammen. Neben Olympiaden, Cluedo, einem Spiel, das sich über den ganzen Tag zieht, werden sie auch noch mit dem Fahrrad nach Ettelbrück fahren, wo ein „Stadtspiel“ stattfinden wird. So setzt sich auch eine musikalische Gruppe zusammen und schreibt ein Lied für das Zeltlager, das abends am Lagerfeuer gesungen werden soll. Sie haben bereits einen Einblick in den Text des Liedes gewährt. „Et ass Summer an et ass Zäit, well den ZeKo ass net méi weit. Pack deng Valise, huel däin Vëlo, näischt vergiessen, dann komm elo, well mir waarden all op iech fir ze spillen zu Colmar-Bierg.“