LUXEMBURG
INGO ZWANK

Österreich und Südtirol sind auch bei den Luxemburgern beliebte Skidestinationen

Das absolute Party-Mekka in den Alpen heißt auch aktuell wieder Ischgl. Das ergab die international angelegte Kundenumfrage vom Wintersportreisen-Anbieter SnowTrex. Über 3.850 Wintersportler aus zehn Nationen wählten das Skiresort im Herzen des Paznauntals wieder zum beliebtesten Après-Ski-Ort. Auf Platz 2 landete Sölden, auf Platz 3 Mayrhofen. Auch die Luxemburger zieht es gerne in diese Gefilde. Das Umfrage-Ergebnis bestätigt einmal mehr, dass Österreich beim Thema Ski am meisten überzeugt.

Luxemburger planen mittlerweile gerne selbst

Doch wie sieht es bei den luxemburgischen Wintersportlern aus? Wohin in den Schnee - wenn überhaupt - reist der Luxemburger gerne? „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es immer weniger Luxemburger hier ins Reisebüro zieht“, sagt Mara Cortolezzis von der Reiseagentur CFL-Evasion. „Vor allen die jungen Leute planen ihre Reisen eigenständig über das Internet.“ Daher sei es schwer, heute eine beliebte Destination auszuloben. „Aber Österreich und Südtirol sind hier vorn dabei.“ Und: „Viele Urlauber bleiben da ihrem Reiseziel treu und buchen auch direkt wieder über das Hotel.“ Seitdem es das Angebot nicht mehr gebe, dass mit dem Zug verschiedene Skigebiete direkt angefahren werden würden, sei es auch vielen etwas umständlich geworden, mit Skiausrüstung zu reisen. Wenn beispielsweise Busreisen in Skigebiete angeboten werden, so seien es hier vor allem Senioren, die das Angebot der Rund-um-Sorglos-Versorgung nutzen würden. „Was wir aber auch feststellen, ist der Umstand, dass viele für das Geld, was sie in eine Wintersportreise stecken würden, lieber eine Woche länger im Sommer unterwegs sind“, sagt Cortolezzis.

Alter und Budget ausschlaggebend

Mélissa Van Strydonck vom Reisebüro „Voyages Flammang“ am hauptstädtischen Bahnhof führt zu den begehrten Ski-Reisezielen der Luxemburger aus: „Verallgemeinern kann man das nicht. Ski- beziehungsweise Winterurlaub ist meiner Meinung nach immer noch eine sehr individuelle Angelegenheit.“ Vor allem das Alter und auch das Budget spielen eine wichtige Rolle. „Allerdings kann man sagen, dass der Luxemburger Wintersportler gerne ein schönes Hotel möglichst nah an der Piste haben möchte.“ Der Winterurlaub sei immer noch sehr beliebt bei den Luxemburgern, vor allem Österreich stehe noch hoch im Kurs. Was weiter bemerkenswert ist: Luxemburger scheinen sich für die Skigebiete in Frankreich recht wenig zu interessieren, bestätigt Van Strydonck. Hier spiele wohl der Umstand der Sprache eine Rolle. In Österreich könne man Deutsch sprechen, Französisch sei im Urlaub für die Luxemburger nicht so angesagt.

Günstige Alternativen

Wo man viel Skispaß für wenig Geld bekommt

Abseits der bekannten Skigebiete bekommen Urlauber viel für ihr Geld geboten. Laut dem „Post Office Travel Money Ski Resort Report 2017“, der auf Zahlen von „Crystal Ski Holidays“ basiert, ist dabei der Spitzenreiter in Slowenien zu finden. Wer sich in Kranjska Gora eine Woche auf den Pisten vergnügen will, zahlt pro Person rund 370 Euro. Darin enthalten sind neben den Kosten für Skipass, geliehene Ausrüstung und Skischule auch die Preise für Essen und Getränke auf den Pisten. Auf Platz zwei landet Bardonecchia, Italien, mit rund 390 Euro. Auch in Bulgarien ist Skifahren günstig. Im Skiort Bansko kann man mit etwas mehr als 400 Euro loslegen. Somit sind vor allem Osteuropa und Italien preislich interessant für Skifahrer. Die fünf teuersten Skigebiete liegen laut der Studie in der Schweiz und Österreich. 

 

Die besten Ski-Resorts in den Alpen

49.000 Wintersportler wählen die Top 10


Ruggell/Luxemburg Wer hat die zufriedensten Gäste? Welches Pistenangebot wird am besten bewertet? Wo bekommt man gefühlt am meisten für sein Geld? Welche Naturkulisse beeindruckt am stärksten? Wo begeistert das Ambiente? Und wo steppt der Bär beim Après Ski? Darum geht es in der Studie „Best Ski Resorts“, die von „Mountain Management“ in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck alle zwei Jahre erstellt wird. In der vergangenen Skisaison wurden 49.000 Wintersportler auf den Pisten zu 54 ausgewählten Skigebiete in den Alpen zu deren Zufriedenheit in über 20 Kategorien befragt. In der kategorieübergreifenden Gesamtauswertung nimmt Titelverteidiger Zermatt in der Schweiz, mit überragenden Zufriedenheitswerten, den begehrtesten Platz auf dem Siegertreppchen ein – knapp gefolgt von Livigno in Italien und Serfaus-Fiss-Ladis im österreichischen Tirol.

Die Macher der Studie stellten fest: Das zunehmende touristische Angebot im Winter – mit Fern-, Städte- und Schiffsreisen – erhöht den Wettbewerbsdruck auf Skiregionen. Steigende Zufriedenheitswerte der Wintersportler bestätigen das hohe Engagement einiger Regionen im Bereich neuer Produkte und Service-Qualität. Interessant dabei ist, dass die Spitzenreiter unter den Skiresorts stärker in den Zufriedenheitswerten steigen als der Rest - und das bei einer progressiven Erwartungshaltung. Die Wintergäste in Zermatt etwa bestätigten zum wiederholten Male die Spitzenplatzierung in der kategorieübergreifenden Zufriedenheitswertung und attestieren der Region damit ein besonders gutes Händchen für ihre Bemühungen.

Die aktuell größte Herausforderung für Skigebiete liegt laut Studienleiter Mike Partel darin, dass dem veränderten Gästeverhalten - genauer gesagt der abnehmenden Loyalität, denn rund ein Drittel wechselt stetig das Skigebiet - proaktiv begegnet werden muss. Die Gäste sind zwar nicht unzufrieden, wollen jedoch – im Gegensatz zu früheren Generationen – viel sehen und erleben. Künftig wird es also verstärkt darum gehen, mit welchen „Wow-Effekten“ man Gäste begeistern kann, sodass sie die Skiregion weiterempfehlen. lj

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