PASCAL STEINWACHS

Da muss dem Ex-Chef des „Télécran“ und des www-„Wort“ aber eine Riesenlaus über die Leber gerannt sein, ansonsten er sich gestern ja wohl kaum auf Facebook derart gewaltig über die aktuelle klimapolitische Stummheit der CSV echauffiert hätte: „Kee Wuert op Facebook, kee Wuert op Twitter, kee Wuert op csv.lu. Elo as d’Klimakonferenz zu Marrakesch schon eng Woch amgang, mee déi gréisste Lëtzebuerger Oppositiounspartei schéngt dat einfach net matzekréien“. Dabei sei sogar ein CSV-Abgeordneter in Marrakesch „live und in Farbe derbäi“, der auf jedem zweiten Foto zu sehen sei, „déi den Henri Kox vun deene Gréngen dorëmmer post“. Nur gut, dass Marco Schank gestern wenigstens in der Erzbistumszeitung die Gelegenheit hatte, „jetzt erst recht“ zu sagen, und ein Foto von ihm ist auch zu sehen, aber das „Wort“ ist eben nicht die CSV.

Richtig zufrieden ist momentan indes Vizepremier Schneider, der jetzt in Bezug auf seine Weltraumsprengungspläne einen prominenten Unterstützer hat, wie er gestern voller Stolz auf Twitter in die Welt hinausposaunte: „The CEO of Planetary Resources Explains Why Asteroid Mining Isn’t That Crazy (And Totally Feasible)“. COP22-kompatibel ist solcher Asteroidenbergbau aber bestimmt nicht...