LUXEMBURG
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In welchen Fällen öffentlich nach Vermissten gefahndet wird

In Luxemburg werden übers Jahr gesehen immer wieder Menschen als vermisst gemeldet. Jedoch erfährt die Öffentlichkeit nur von einem Teil davon. Das liegt daran, dass im Großherzogtum zwischen zwei Gruppen unterschieden wird, und zwar zwischen besorgniserregenden und nicht besorgniserregenden Fällen. Die Staatsanwaltschaft entscheidet von Fall zu Fall ob eine vermisste Person zur öffentliche Fahndung ausgeschrieben wird.

Hierbei sind laut Polizei mehrere Kriterien entscheidend. Zu diesen zählen etwa Alter und Gesundheitszustand einer Person und ob diese auf Medikamente angewiesen ist. Kommt die Staatsanwalt zu dem Schluss, dass der Fall besorgniserregend ist, ordert dieser in Rücksprache mit der Familie eine Veröffentlichung der Vermisstenmeldung an. Dies passiert in der Regel erst dann, wenn sämtliche polizeilichen Maßnahmen ohne Erfolg blieben. In Fällen von Kleinkindern, die verschwinden, können Staatsanwaltschaft und Polizei auch den „Amber Alarm“ auslösen. (www.amberalert.lu) . Die öffentlich als vermisst gemeldeten Personen sind auf der Internetseite der Polizei zu finden. Aktuell sind es zwei Personen, Bianka Bisdorff und François Thillman. (https://tinyurl.com/LJ-Vermisst)

Bei einem nicht besorgniserregenden Fall wird zunächst eine polizeiliche Fahndung ausgegeben. Dabei handelt es sich vor allem um Jugendliche die bereits mehrfach weggelaufen sind. Diese Zahl variiert entsprechend der Jahreszeit, Events, Wetter und mehr. Deshalb könne die Polizei keine genauen Angaben machen wie viele Personen, die zu den nicht besorgniserregenden Fällen zählen, aktuell in Luxemburg vermisst werden. Der Großteil dieser Fälle löse sich dann auch innerhalb kurzer Zeit auf. Sei es weil die Personen von sich aus wieder auftauchen oder weil sie bei Freunden oder Familie gefunden wurden.