LUXEMBURG
DANIEL OLY

Die Restauration und touristische Verschönerung der seit 1933 betriebenen Kasematten wird in Angriff genommen. Das seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Erbstück der Geschichte Luxemburgs soll auf Herz und Nieren auf den neuesten Stand in Puncto Sicherheit und Tourismus katapultiert werden. Den offiziellen Startschuss gab deshalb die feierliche Bergung der aus dem Jahre 1834 stammenden, gut erhaltenen preußischen Kanone. 

"Diese Kanone ist ein Symbol für die Zeit, in der wir uns befinden", meinte die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg, Lydie Polfer. "Es ist ein Zeichen unserer Vergangenheit, das gemeinsam mit den Kasematen einen Teil unserer Geschichte erzählen." Es sei nun die Aufgabe des "Luxemburg City Tourist Office", sich um die entsprechende Instandsetzung des Tourismuszieles zu kümmern. 

Die Feuerwehr hob das fast 200 Jahre alte Gusswerk aus den Katakomben auf die "Place de la Constitution" herauf, wo sie für eine Präsentation öffentlich ausgestellt wurde. Die Kanone wurde daraufhin auf einen Armee-Tieflader verzurrt, mit dem sie in Deutschland von dem Gießereibetrieb, der sie vor all den Jahren anfertigte, restauriert werden soll. "Es gehört zu unserer Geschichte und es soll auch weiterhin als Denkmal wirken können", erklärte Polfer abschließend. "Damit wir auch weiterhin aus unserer Geschichte lernen."