Die nächsten Wahlen sind zwar erst in ziemlich ferner Zukunft, doch im OGBL/LSAP-„Tageblatt“ macht man sich jetzt schon mal Sorgen, wie das mit der CSV weitergehen soll: „Jean-Claude Juncker weg, Luc Frieden weg, François Biltgen schon länger weg“.

Am Hungertuch nagen werden die drei genannten Ex-Spitzenpolitiker jedenfalls nicht, werden sie als EU-Kommissionspräsident, Banker und EU-Richter doch zweifelsfrei mehr Moneten verdienen als sie dies in ihrer Zeit als großherzogliche Ministermenschen je getan haben. Dass Luc Frieden als Minister unter seinen Fähigkeiten bezahlt wurde, darauf weist in seinem heutigen Leitartikel auch der „Wort“-Chefredakteur hin, der hier an die letzte Zusammenkunft von Schwarz-Rot erinnert: „Während es für die meisten der austretenden Minister hieß, den wohl bestbezahlten Job ihrer Karriere aufzugeben, fiel ihr Blick unausweichlich auf den, der womöglich gerade aus dem schlechtbezahltesten Job seines Lebens ausschied: Luc Frieden“.

Für Viviane Reding, die zukünftige voraussichtliche CSV-Spitzenkandidatin, muss ihr Abstieg von einer EU-Vizekommissionspräsidentin zur einfachen EVP-Abgeordneten unerträglich sein. Nix mehr zu sagen, und dann auch noch nix mehr verdienen. Das Leben ist ungerecht...