LUXEMBURG
ANNETTE WELSCH

Welttag der Verkehrsopfer - AVR regt höhere Strafen an

Straßensicherheit, aber auch die Sicherheit der Automobile ist ein beständiges Anliegen der Politik und der Industrie. Dennoch hört man auch hierzulande täglich von Verkehrsunfällen, die allzu oft auch tragisch enden und Leben fordern. Im Schnitt 50 Verkehrstote pro einer Millionen Einwohner, mitsamt all dem Elend, das eine solche Tragödie für die Angehörigen bedeutet, verzeichneten die EU-Staaten im Jahr 2016. Das meldete Eurostat zum gestrigen „Welttag der Verkehrsopfer“, der jedes Jahr am dritten Sonntag im November begangen wird.

In Luxemburg fanden sich bereits am Samstagnachmittag auf Einladung der „Association nationale des Victimes de la Route“ (AVR) zahlreiche Angehörige an der Gedenkstätte in Weimericht/Junglinster ein. Der Zeremonie mit ihren Traulichtern für jedes Verkehrsopfer wohnte auch der für die Transportpolitik zuständige Nachhaltigkeitsminister François Bausch bei. Diesem gab AVR-Präsident Raymond Schintgen mit auf den Weg, die Strafen für das Hantieren mit dem Handy beim Fahren über zwei Punkte und 145 Euro hinaus zu verschärfen. Man könnte auch über die Einführung der Null-Promille-Grenze im Straßenverkehr nachdenken.

25.624 Personen starben 2016 auf den Straßen der EU - zwei Prozent weniger als im Jahr davor. Der Abwärtstrend der vergangenen 20 Jahre bestätigt sich demnach: Die Zahl der Verkehrstoten sank seit 1996 von leicht über 60.000 um 57 Prozent, ob wohl das Verkehrsaufkommen stark anstieg.