LUXEMBURG
CHRISTINE NEHRENHAUSEN

Ausstellung „Colorful Style“ in Kehlen von Tom Kree

Der Name Tom Kree dürfte den Kunstliebhabern in Luxemburg mittlerweile ein Begriff sein, hatte er doch bereits über zwanzig Ausstellungen im Großherzogtum.

Zurzeit stellt er seine abstrakten Werke aus den Jahren 2011-2012 in der „Galerie bei der Kierch“ in Kehlen aus. Doch der Begriff „abstrakt“ klingt fast schon zu platt, um die verschiedenen Techniken und Stimmungen der einzelnen Bilder zu beschreiben. Es handelt sich meistens um Collagen, und weniger um eindimensionale Farbbilder.

Die Kunst von Tom Kree wirkt weder aggressiv, noch durcheinander. Es ist eher eine durchdachte Komposition, die durch Mischtechniken von Acryl mit übermalten Stoffstreifen, Texturen aus Teer oder Gummi und Farbveränderungen durch Wasser oder Bunsenbrenner sehr interessant und vielschichtig werden. So wirken die Bilder sehr plastisch und verleiten einen zum Anfassen.

Die Bilder in der Ausstellung sind sehr unterschiedlich in Farbwahl und Stimmung. Durch die natürlichen Erdtöne, gemischt mit Sandsteingelb und Moosgrün erinnern verschiedene Bilder einen an Steine oder Marmorblöcke. Moderne Akzente kommen vereinzelt durch leuchtende Farben, wie intensives Lila oder frisches Grasgrün. Andere Bilder lassen Menschenformen erahnen, oder sehen aus wie Landschaften in der Abenddämmerung.

„Die Inspiration nehme ich aus dem Alltag.“

Im hauseigenen Atelier produziert er um die fünfzig Werke im Jahr. Die durch knalliges grün geprägte Bilderserie „Palma de Mallorca“ entstand aber im Urlaub auf der Baleareninsel, wo gleich der Sand mitverarbeitet wurde.

Seine Liebe zur abstrakten Kunst äußerte sich bereits mit acht Jahren, als er im Atelier seiner Patentante anfing zu malen. Seitdem hat der begabte „Minnetter“ den Pinsel nicht mehr aus der Hand gelegt. Seine erste Einzelausstellung hatte Tom im Alter von zwölf Jahren. Seit einiger Zeit folgt mindestens eine Ausstellung jährlich. „Am Anfang habe ich auch noch Comics gezeichnet, aber es stellte sich relativ schnell heraus, dass ich eigentlich lieber mit Formen und Farben spielen wollte“, so Tom Kree. „Ich kann mich mit den verschiedenen Strukturen und Farben austoben, und das geht mit abstrakter Kunst einfach am Besten.“ Er malt jede freie Minute, „eigentlich jeden Tag ein bis zwei Stunden“. Klar dass bei diesem Pensum einiges zusammenkommt. Dabei ist der Künstler Autodidakt. „Erst in diesem Jahr habe ich an zwei Kursen in Wien und München teilgenommen, um mich zu perfektionieren. Aber im Grunde habe ich mir durch experimentieren von klein auf alles selber beigebracht“.

Heute vermittelt er dieses Wissen in Kunstkursen an Kinder und Erwachsene weiter. „Ab nächstem Jahr werde ich dann Kurse in Geras (Österreich) und München geben.“

Wer die Ausstellung nicht verpassen will, kann noch heute und morgen, jeweils von 14.00-16.00 , in der „Galerie bei der Kierch“ in Kehlen vorbeischauen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen über den Künstler sind auf seiner Webseite zu finden:kreetom.lu oder www.konschtportal.lu