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Trier übernimmt für 2013 und 2014 die kulturelle Leitung der Großregion

Im Rahmen der lothringischen Gipfelpräsidentschaft der Großregion haben die Kulturminister bei einer Konferenz am 28. November eine Erklärung über die zukünftigen politischen Leitlinien der nächsten Jahre abgegeben. Sie haben zwei Konventionen unterzeichnet, eine zur Verbreitung von pädagogischem Unterrichtsmaterial in Form eines Kulturkalenders über die Großregion für Kinder und eine zweite zur weiteren Zusammenarbeit aller Partner im Verein Kulturraum Großregion.

Symbolische Übergabe an Trier

Da die Präsidentschaft des Vereins Kulturraum Großregion analog zum Gipfel turnusmäßig wechselt, gab Thibaut Villemin, Vizepräsident der Region Lothringen, zuständig für Sport, Kultur und Vereinswesen und derzeitiger Präsident des Vereins Kulturraum Großregion, die Präsidentschaft symbolisch an Thomas Egger, Beigeordneter (d.h. Schöffe) der Stadt Trier für Wirtschaft, Tourismus, Kultur, Sicherheit und Ordnung, weiter. Die Stadt Trier führt die Präsidentschaft 2013 und 2014 gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur aus.

Gemeinsames Konzept

Die Kulturminister betonten die wichtige Rolle, die der Kulturraum Großregion für die Kooperation spielt. Sie unterstrichen ebenfalls die Effizienz der gewählten Struktur für die Umsetzung eines konzertierten kulturpolitischen Konzeptes. Sie betonten die Bedeutung der neuen Webseite www.espaceculturelgr.eu für die Ressourcenbündelung bei der kulturellen Kooperation in der Großregion, da dort grenzüberschreitende Netze und Projekte vorgestellt werden

Insbesondere wiesen sie auf die Erstellung der Online-Version des gemeinsamen Subventionsformulars für grenzüberschreitende Projekte hin, das die Formalitäten für Träger grenzüberschreitender Projekte weiter vereinfacht.

Die Kulturminister präsentierten eine Studie des Vereins Kulturraum Großregion, die Informationen zu den rechtlichen und steuerlichen Vorschriften für die Mobilität von Künstlern in den verschiedenen Gebieten der Großregion enthält.
Jugendportal www.grrrrr.eu
Die Kulturminister betonten ebenfalls die Bedeutung des 2010 geschaffene Online-Kulturportal für Jugendliche, das das Zugehörigkeitsgefühl der jungen Menschen zur Großregion als einem gemeinsamen Lebens-, Kultur- und Bildungsraum stärken soll. Durch Projekte und zahlreiche Kooperationen konnte grrrrr.eu Synergien zwischen den in der Großregion initiierten Aktionen in den Bereichen Bildung und Kultur schaffen. Dank der Beteiligung von zwei europäischen Freiwilligen an der Betreuung des Portals fördert das Projekt das ehrenamtliche Engagement junger Menschen.

Ein Erbe des blauen Hirsch

Seit dem Jahr 2007, in dem Luxemburg und die Großregion Kulturhauptstadt Europas waren, hat sich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf kultureller Ebene weiterentwickelt. Zum ersten Mal in Europa arbeiten seitdem so verschiedene Verwaltungsstrukturen wie die Kulturministerien des Saarlandes, von Rheinland-Pfalz, der Wallonie und Luxemburgs, der Regionalrat und die Generalräte der Region Lothringen, die dezentralisierte Vertretung des französischen Kulturministeriums in Lothringen, DRAC Lorraine, und die Stadt Trier in einem grenzüberschreitenden Verein zusammen, einer Plattform für die kulturelle Kooperation in der Großregion. Der Verein Kulturraum Großregion sichert einen dauerhaften Austausch zwischen all diesen Strukturen. ecgr/LJ
www.espaceculturelgr.eu