LUXEMBURG
NIC. DICKEN

KPMG Luxembourg konnte im Geschäftsjahr 2011/2012 bei Mitarbeitern und Umsatz zulegen

Uns muss interessieren, was unsere Kunden interessiert,“ so unterstrich der neue Managing Partner von KPMG Luxembourg, Georges Bock, die generelle Ausrichtung des Unternehmens, das im vergangenen Jahr seinen Umsatz um neun Prozentsteigern konnte und die Zahl der Mitarbeiter auf einen Schlag auf 1.150 erhöhte. Dass alle Geschäftsfelder zum positiven Wachstum betrugen, ist für Bock der Beleg für die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl soll Zeichen sein, dass man weiter in den Standort Luxemburg investieren will, wo seit März dieses Jahres auch an einem neuen Firmensitz gebaut wird, der am Boulevard John F. Kennedy auf Kirchberg entsteht.

Wachstum in allen Geschäftsbereichen

Zur guten Geschäftsentwicklung trugen im vergangenen Geschäftsjahr die drei Aktivitätsbereiche Audit, Tax und Advisory bei. Während der umsatzstärkste Bereich Audit um 5% zulegte, waren es für die Aktivitätssparte Tax immerhin 12,5% und für die Advisory-Tätigkeiten sogar 13,5%. Der Gesamtumsatz von KPMG Luxembourg konnte in dem zum 30 September 2012 abgeschlossenen Geschäftsjahr von 121,850 auf 132,330 Millionen Euro gesteigert werden.

Als Schlüssel zum Erfolg sieht Georges Bock die Tatsache, dass man den Kunden in einem zunehmend von neuen Regulierungen beherrschten Umfeld mit einer ganzheitlichen Aufstellung weitreichende und umfassende Lösungsvorschläge unterbreiten kann. Multidisziplinarität lautet hier das Stichwort, das allerdings ein vollständiges Eingehen auf die Bedürfnise und Vorstellungen des Kunden voraussetzt, um möglichst vollständige Beratungsarbeit leisten zu können. KPMG Luxembourg leistet sich darüberhinaus sogar noch den Luxus, den Kunden Vorschläge für die Zukunft zu unterbreiten, wobei jeweils verschiedene Szenarien als Ausgangsbasis in Betracht gezogen werden.

Regelrecht explodiert ist im vergangenen Jahr die Zahl der Mitarbeiter, die von jeweils rund 900 für die Jahre 2008, 2009 und 2010 auf 977 im Jahre 2011 und schließlich um satte 18% auf nunmehr mehr als tausend angestiegen ist. Damit bestätige KPMG voll und ganz seine Absicht, weiterhin in Luxemburg zu investieren und zu wac hsen.

Für den Audit-Bereich legte Emmanuel Dollé ein klares Bekenntnis zu Qualitätsarbeit ab, das von der Kundschaft auch gewürdigt werde. KPMG ist Nummer 2 im Markt der Fondsgesellschaften und wurde innerhalb der Gruppe zum Kompetenzzentrum für den Bereich Europa, Afrika und Mittlerer Osten bestimmt. Mit einem Marktanteil von 40% ist KPMG bei den Banken zur Nummer 1 vorgerückt, nachdem man 8 neue Kunden im Jahre 2011 und weitere 5 im Jahre 2012 hatte gewinnen können.

Die steuerlichen Belange werden für die Unternehmen immer mehr zur Dauerbelastung, weil die Staaten auf diesem Weg ihre Haushaltsdefizite ins Lot zu bringen versuchen, so Sébastien Labbé. Den neuen Herausforderungen tritt KPMG mit neuen Beratungsinstrumenten, aber auch mit einer Steigerung der in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter entgegen und bietet verschiedene neue Dienste an, die intern entwickelt wurden. Auch hier gilt als oberstes Gebot, auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen.

Gedanken über Luxemburg

Für den zuständigen Partner Alain Piquet ist der Bereich Advisory im wahrsten Sinne des Wortes ein multidisziplinärer Bereich, weil die rasch ändernden Umstände die Unternehmen dazu zwingen, sich permanent zu bewegen und neue Entscheidungen zu treffen, bei denen sie zumeist auf auswärtige Hilfe und Beratung angewiesen sind. Darüber hinaus hat KPMG Luxembourg aber auch beispielsweise für Fondsgesellschaften neue Konzepte unter dem Begriff „value for fund“ entwickelt. Wachstum durch Innovation, so lautet bei KPMG denn auch folgerichtig die Devise.

Ganz allgemein stellt Georges Bock für Luxemburg einen wichtigen Reformprozess quer durch zahlreiche Gebiete als unverzichtbar in den Vordergrund. Neben Vorsicht in der Steuerpolitik, um Unternehmen nicht zu verschrecken, mahnt er bei der Pensionsreform ein stärkeres Realitätsbewusstsein für die Zukunft an. Während der Industriebereich weiter an Bedeutung verlieren dürfte, sei eine zusätzliche Diversifizierung der Finanzaktivitäten angebracht. Wohl nicht ganz von ungefähr wurde denn auch der Kirchberg als Standort für den neuen Gesellschaftssitz gewählt, der mit 17.000 qm für 1.200 Mitarbeiter Platz bieten soll und Ende 2014 fertig sein wird.