LUXEMBURG
KIM GREIS

Auslandssemester im australischen Melbourne: letzte Vorbereitungen

Letzte Woche habe ich an dieser Stelle von der Bewerbung und den Vorbereitungen für ein Auslandssemester in Australien berichtet. Nun geht es weiter mit den letzten Vorbereitungen vor der Abreise. Anfang Juli erhielten wir den Hinweis, dass wir uns nun an der „University of Melbourne“ bewerben sollten. Dies sollte nur der Form halber gemacht werden, da dies jeder Student, der dort studiert, eben einmal gemacht haben muss. Was anfangs nach einem geringen Aufwand klang, entpuppte sich jedoch noch mal als große Herausforderung, denn abgesehen von der reinen Bewerbung und den zahlreichen Dokumenten, die man ohnehin irgendwie irgendwo parat hat, mussten die ausgewählten Studenten auch noch nichtsahnend ein C1 Sprachniveau in Englisch nachweisen.

Da neben dem laufenden Semester bald Klausuren anstanden, verursachte dies zusätzlichen Stress. Normalerweise verlangt die Uni in Melbourne Sprachzertifikate von zertifizierten Sprachinstituten. Die Prüfung dort kostet eine ganze Menge. Bei Austauschstudenten reicht jedoch ein einfaches Sprachzertifikat, das an dem Sprachinstitut der Heimatuniversität zu einem geringen Preis erworben werden kann. Natürlich war die Aufregung vor dem Test groß, vor allem hat man sich die Frage gestellt, was denn passieren würde, wenn man den Test nicht bestehen würde, da Unterkunft und Flugticket bereits besorgt wurden, aber am Ende haben die anderen Bewerber und ich das nötige Sprachniveau im Test erreichen können.

Nur noch Kleinigkeiten

Damit stand dem Auslandssemester in Melbourne nichts mehr im Weg. Nun mussten nur noch einige Kleinigkeiten geklärt werden. Beispielsweise was mit meinem Zimmer in Berlin passiert, während ich in Australien bin, was ich mit meinem aktuellen Mobilfunkvertrag machen soll, ob ich in Australien krankenversichert bin, wie ich mich ordentlich von meinen Freunden verabschieden soll und was ich alles einpacken soll.

Was mit meinem Zimmer in Berlin geschieht, war schnell geklärt, da ich nicht bereit war, mehr als vier Monate, ohne es zu benutzen, Miete zu zahlen. Daher habe ich mich dazu entschieden, jemanden zu finden, der für die Zeit in das Zimmer ziehen will. Schnell hat eine ehemalige Bekannte zugesagt. Bei meinem Mobilfunkvertrag hatte ich das Glück, dass der ohnehin in dem Monat vor der Abreise abgelaufen ist, und ich habe ihn dann einfach so umgestellt, dass ich lediglich einen geringen monatlichen Betrag zahlen muss, damit ich die Rufnummer behalten kann.

Für die Zeit in Australien werde ich mich dann nach einem lokalen sich lohnenden Angebot umschauen, da kein luxemburgischer Mobilfunkbetreiber günstige Angebote für Reisen außerhalb von Europa anbietet. Bei der Auslandskrankenversicherung war es einfacher, da ich bereits bei der „Caisse Médico-Complémentaire Mutualiste“ versichert bin und die automatisch bis zu einem gewissen Betrag für Operationen im Ausland, Rückführung und auch Behandlungen im Ausland aufkommt, sofern es nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird.

Abschiedsfeier in Berlin

Um uns von unseren Kommilitonen zu verabschieden, haben Julius, der Freund, der ebenfalls durch das gleiche Programm ein Semester in Australien absolvieren darf, und ich uns dazu entschieden, ein studentisches Lokal zu mieten und dort eine kleine Feier zu veranstalten. Das haben wir dann auch getan, ein paar Getränke gekauft, Leute eingeladen und einen unvergesslichen Abend erlebt!

Bezüglich des Einpackens musste ich mir einen etwas größeren Koffer besorgen, aber war dennoch auf 23 kg Gepäck und 7 kg Handgepäck beschränkt. Ich habe daher Klamotten für etwa zwei Wochen sowie weitere nötige Dinge wie Zahnbürste und so weiter eingepackt. Da ich wusste, dass es in Australien etwas teurer ist, habe ich volle Packungen Shampoo und Seife aus Deutschland eingepackt. Darüber hinaus musste ich mein Zimmer noch vollständig räumen und meine Sachen in Kisten verstauen, da die Zeit, in der ich weg bin, ja jemand anderes dort leben wird. Dies stellte mich aber nicht vor größere Probleme, sodass ich nun abreisebereit bin. An dieser Stelle geht es dann das nächste Mal weiter mit dem Hinflug und der Ankunft in Melbourne.