Hört doch auf mit dem Quatsch! Bitte! Bitte! Jedes zweite Jahr dasselbe Theater. Bitte keine sinnentleerten Konferenzen mehr. Bitte keine nächtelangen Debatten mehr um jeden Semikolon, dessen exakte Positionierung die Welt retten soll. Es wäre schon ein Gewinn für das Klima, wenn alle diese Minister, Diplomaten, NGOs, NROs, UNOs, UFOs und was auch immer nicht per Business- oder gar First-Class-Flug an irgendeinen exotischen Ort der Welt fliegen würden, um dort in vollklimatisierten Sälen lange Reden zu halten und in noch toller klimatisierten Hotels zu wohnen. Allein schon die Tatsache, dass die letzte Klimakonferenz in Doha stattgefunden hat, ist ein übler Witz. Denn dort kann man sich vom heißen Wüstenklima in einer Ski- und Eislaufhalle erholen, deren Klimabilanz der eines europäischen Kleinstaates entsprechen dürfte. Auf einem angeblichen kleinsten gemeinsamen Nenner wurde ein Kompromiss gefunden, der aus lauter Absichtserklärungen besteht. Die einen sollen mal wieder zahlen und die anderen wollen mal wieder weniger Kohle verbrennen.

Die medial aufgeheizte Klimadiskussion produziert so schon viel heiße Luft, dass es gar keiner Selbstbeweihräucherungskonferenzen bedarf, um weiteren Mumpitz über den bevorstehenden Weltuntergang zu verbreiten. Den Eisbären wird es zugegebenermaßen irgendwann Sch… gehen, aber dem Steppentier homo sapiens machen ein paar Grad mehr nicht sonderlich viel aus. Er hat schon mehr als eine Warm- oder Eiszeit überstanden. Aber eines Tages wird er an der Konferenzeritis zu Grunde gehen…

Ist eigentlich irgendeinem dieser Konferenz-Tramps klar, dass sowohl Lieschen Müller als auch Frau Dr. Lieselotte Müller, mittlerweile beim Thema Klimakonferenzen mental auf stand-by gehen und nichts mehr von diesem Thema hören und sehen wollen? Betroffenheitskonzerne wie Greenpeace haben mit ihrem medialen Dauergetrommel auch das Gegenteil ihres Zieles erreicht - die Leute wollen von dem „Klimakram“ schlicht nichts wissen.

Wohlgemerkt, die Energiewende wird Europa aufgrund energie- und industriepolitischer Innovationen unabhängiger machen, technologisch an die Spitze bringen und dort lange halten. Wer glaubt, dass die USA aufgrund irgendeiner Konferenz, die dazu noch von der kommunistisch-gottlosen UNO veranstaltet wird, auch nur eine alte ausgelatschte Raffinerie oder ein qualmendes Kraftwerk abstellen, ist schlicht naiv. Downsizing und Energiesparen sorgen in der europäischen und japanischen Autoindustrie für Fortschritte (abgesehen von der ökologischen Mogelpackung Elektroauto). Trotzdem werden weder Chinesen noch Inder auf Massenmotorisierung verzichten. Da hilft auch die nächste Klimakonferenz nicht. Von Chinas Kohlekraftwerken ganz zu schweigen.

Lasst uns die Eisbären umsiedeln und Deiche bauen, in Holland und auf Kiribati. Die Hälfte der Kosten kann man schon dadurch aufbringen, dass man alle zukünftigen Klimakonferenzen streicht. Nicht wie Sisyphos immer wieder von vorne anfangen, sondern sich auf die Folgen einstellen. Machen statt schwätzen.