LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Positiver Trend hinsichtlich Reisetätigkeit - Frankreich bleibt Urlaubsziel Nummer eins

Die Reiselust der Einwohner Luxemburgs befindet sich nach einem klaren Einbruch im Jahr 2010 wieder deutlich im Anstieg. Der positive Trend in der Entwicklung der Reisetätigkeit setzte sich auch im Jahr 2013 fort (gegenüber 2012: +2%). Rund 83% der Luxemburger über 15 sind im vergangenen Jahr mindestens einmal verreist. 2010 waren es nur 74,6%.

1,4 Millionen Reisen im Jahr 2013

Insgesamt wurden 1,4 Millionen Reisen mit rund 9,7 Millionen Übernachtungen unternommen. Dies hat eine vom Statec in Auftrag gegebene und von „T.I.P. Biehl & Partner“ realisierte Studie gezeigt. Dass der „klassische“ Badeurlaub im Sommer zur wichtigsten Reiseart gehört, ist ebenfalls keine Überraschung. Insgesamt betrachtet führen die meisten Reisen (41%) aber in Städte und „nur“ ein Viertel zu Orten am Meer. 20% haben ländliche Gebiete als Ziel. Inlandreisen machen lediglich 4% aus. Im August und daneben im Dezember zieht es die meisten Einwohner ins Ausland.

Hauptziele: Frankreich und Deutschland

Frankreich und Deutschland bleiben mit Abstand die wichtigsten Reiseziele, danach folgen Belgien, Spanien und Italien. Frankreich weitab an erster Stelle und Spanien auf Platz zwei sind allerdings die Länder, in denen längere Urlaube am häufigsten verbracht werden (ab vier Übernachtungen). Jede zweite Kurzreise führt ebenfalls nach Frankreich, daneben aber auch nach Deutschland. Belgien spielt bei Kurzaufenthalten auch noch eine kleine Rolle, andere Länder jedoch nicht.

Quer durch alle Alterskategorien sind Aufenthalte im Ausland beliebt. Erst mit steigendem Alter geht die Reiseintensität leicht zurück. Zwei Drittel der über 65-Jährigen begaben sich dennoch 2013 auf Reise. Sogar die über 70-Jährigen kommen bei der Reiseintensität noch auf 56%. Bei den jüngeren Bevölkerungsgruppen waren im letzten Jahr 90% mehrere Tage zwecks Urlaub im Ausland. Je höher der Bildungsstand und das Einkommen, desto mehr wird gereist. Auch die Reiseintensität von Familien mit Kindern liegt über dem Durchschnitt, wenn auch nur leicht.

Erholung ist Reisemotiv Nummer eins -Gesundheit Haupthinderungsgrund

Erholung vom Alltag, wen wundert es, wurde als Reisemotiv Nummer eins herausgefiltert (34%), dicht gefolgt vom „Besuch bei Verwandten“ (32%).

Ursache Nummer eins, warum nicht gereist wird, ist nicht das Portemonnaie, sondern die Gesundheit. Insbesondere trifft dies auf die Bevölkerungsgruppe über 45 zu. Die Finanzen spielen dagegen eher bei den 25- bis 44-Jährigen eine Rolle, genau wie auch familiäre Verpflichtungen. Finanzielle Gründe sind indes als Hinderungsgrund deutlich zurückgegangen: Von 25% im Jahr 2012 auf 18% 2013. Es soll aber auch Menschen geben, die ganz einfach lieber zuhause bleiben, auch das hat die Umfrage gezeigt (25,3%).

Über 90% bleiben in Europa

Die meisten Urlauber (91,6%) bewegen sich nicht über die Grenzen Europas hinaus. Afrika (2,6%, hauptsächlich Tunesien und Ägypten), Asien (2,4%), Nordamerika (2,3%), Südamerika (0,9%) sowie Ozeanien und Australien (0,1%) spielen momentan noch eine relativ untergeordnete Rolle.

Durchschnittlich gibt jeder Einwohner 710 Euro für seine Reise aus, was natürlich stark von der Dauer und dem Ziel abhängig ist. Die Ausgaben sind gegenüber dem Jahr 2012 (725 Euro) indes relativ konstant geblieben.