PASCAL STEINWACHS

Da können sich die Profipolitiker noch so sehr Mühe geben, dem Wähler nach dem Mund zu reden, gegen „Sam“, einen neuseeländischen Roboter, haben sie definitiv keine Chance. So soll „Sam“ schon bald
„fit als Premierminister“ sein, wie das „Tageblatt“ dieser Tage zu berichten wusste. Der Roboter
interagiert nämlich jetzt schon via „Facebook Messenger“, und behauptet dort, im Gegensatz zu den Politikern aus Fleisch und Blut absolut objektiv zu sein. Auch sei seine Erinnerung „unendlich“, und „im Gegensatz zu einem menschlichen Politiker betrachte ich bei der Entscheidungsfindung jede Position ohne Voreingenommenheit“. Klingt gut, aber wehe wenn er durchdreht.

Einen Roboter nötig hätten sie momentan aber auch in Esch/Alzette, wo das Kulturhauptstadtdings für „chaotische Machtspiele“ sorgen soll, wie das „Tageblatt“ gestern feststellte, und dabei auch von einem „Politdrama“ sprach, „das immer mehr einem billigen TV-Thriller“ ähnele. In der Erzbistumszeitung sind sie hingegen der Auffassung, dass „der „Dialog mit der vorherigen Escher Gemeindeführung schwieriger“ gewesen sei, und die „Missverständnisse um ‘Esch 2022’“ jetzt „aus dem Weg geräumt“ werden sollen. Mit „Sam“ als Escher Bürgermeister hätte es so was nicht gegeben...