NEW YORK
AP

Die Cholera hat im Bürgerkriegsland Jemen seit Ende April bereits mehr als 1.600 Menschen das Leben gekostet. Die Epidemie habe sich auf alle 21 Provinzen des Landes ausgebreitet, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Mittwoch. Es gebe 270.000 Verdachtsfälle von Cholera.

Die Weltgesundheitsorganisation habe 400 Tonnen Medikamente und Ausrüstung erhalten, darunter auch 300 Krankenwagen, um 10.000 Menschen in Aden und Hodeida zu behandeln, sagte Dujarric weiter. Partner der WHO würden an 600 Orten im ganzen Land Betten aufstellen, um den Cholera-Kranken Flüssigkeit zuzuführen.

Nach Angaben des Welternährungsprogramms wissen 17 Millionen Jemeniten nicht, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen sollen. Der seit mehr als zwei Jahren andauernde Krieg zwischen den Huthi-Rebellen und der Regierung mit Unterstützung Saudi-Arabiens hat das bereits zuvor ärmste arabische Land ins Chaos gestürzt.