LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

STATEC zum Thema „Erwerbstätigkeit und Nichterwerbstätigkeit“ mit wenig Überraschungen

Keine wirklichen Überraschungen brachte die neue Statec-Studie zum Thema „Erwerbstätigkeit und Nichterwerbstätigkeit“ zutage. Im Zeitraum zwischen den Volkszählungen 2001 und 2011 hat sich in manchen Bereichen nur wenig verändert.

Der Anteil der Erwerbstätigen ist leicht von 43,9% auf 43,2% gesunken. Deutlich gestiegen ist der Anteil der Arbeitslosen von 1,4% im Jahr 2001 auf 3,2% im Jahr 2011. Vor allem Personen im Alter von 29 bis 38 Jahren, die bereits einen Beruf ausgeübt hatten, waren betroffen (5%). Was die Arbeitslosigkeit ohne vorherige Erwerbstätigkeit anbelangt, so war bei den 19-Jährigen der höchste Anteil zu finden (3,3%).

Dahingegen konnte festgestellt werden, dass weniger Personen ausschließlich als Hausfrau (oder eher selten als Hausmann) tätig waren. Früher kam man auf 14,1%, 2011 nur noch auf 8,8%. Hinsichtlich des gesellschaftlichen Wandels dürfte dies kaum erstaunen. Die meisten Hausfrauen sind übrigens Luxemburgerinnen.

Fast alle Männer zwischen 30 und 55sind erwerbstätig

Deutlich mehr als die Hälfte der 23- bis 56-Jährigen waren 2011 erwerbstätig. Immer noch üben mehr Männer als Frauen einen Beruf aus.

Nahezu alle männlichen Einwohner Luxemburgs zwischen 30 und 55 Jahren gehen einer Arbeit nach, wohingegen bei den Frauen in dieser Altersgruppe der Anteil derjenigen steigt, die ausschließlich im eigenen
Haushalt tätig sind.

Jeder fünfte Einwohner unseres Landes gehörte 2011 zur Gruppe der Schüler und Studenten (mehr als 50 % der Einwohner unter 21 Jahren), jeder achte war Rentner (mehr als die Hälfte der Personen ab 61 Jahren) und jeder zwölfte ausschließlich im eigenen Haushalt tätig. 0,2% der Bevölkerung lebten übrigens im vergangenen Jahr von ihrem Vermögen.

Esch/Alzette hat die meisten Arbeitslosen

Die meisten Rentner lebten im vergangenen Jahr in Clerf (18,7%), die meisten Schüler und Studenten stammten aus Berdorf (27,6%) und die meisten Arbeitslosen hatten ihr Zuhause in Esch/Alzette (5,0%). Diesbezüglich muss jedoch klar differenziert werden: Ausländische Staatsangehörige sind zwar zu höheren Anteilen erwerbstätig aber gleichzeitig auch häufiger arbeitslos. Das ist wiederum mit den unterschiedlichen Altersstrukturen zu erklären: 75,3% der ausländischen Bevölkerung sind im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 65 Jahren. Bei den Luxemburgern sind es nur 65,1%. Gemeinden mit vielen ausländischen Einwohnern weisen demgemäß auch einen höheren Anteil an Arbeitslosen auf.