LUXEMBURG
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„Good Morning, Stäreplaz“: Tram sorgt weiter für mehr Mobilität - und Fahrplanänderungen

Je weiter die Tram fährt, umso mehr muss auch das Busnetz weiter angepasst werden - eine logische Folgerung und ein Qualitätsgewinn: Gestern stellte der zuständige Minister François Bausch zusammen mit den Verantwortlichen die neuen anstehenden Fahrplanänderungen im Öffentlichen Verkehr vor. Doch auch werden einige Änderungen nur zeitlich begrenzt sein, wie Bausch ausführte - beim Stichtag 17. September in diesem Jahr.

86 Prozent zufrieden mit der Tram

Wenn es dann in die Avenue de la Liberté geht, dann werden bekanntlich einige Linien in die Avenue de la Gare übernommen, was Ende 2018/Anfang 2019 vorgesehen sein wird, „was einen Qualitätssprung darstellen wird.“

Immerhin sind 86 Prozent der Befragten einer TNS Ilres-Umfrage mit der Tram zufrieden, 36 Prozent sehr zufrieden. Nur zehn Prozent sind nicht zufrieden, was eine aktuelle Befragung nun ergab.

Was das RGTR-Netz nun anbelangt, so werden im Bereich „Stäreplaz“ Linien wie die 222 (Steinfort) ihren Halt am Quai 1 haben, ebenso die Linien 240 (aus Clemency) und auch 250 aus Redingen. Ferner die Linien 255 (Septfontaines), 260 (Keispelt), 265 (Redingen) und 270 (Marienthal). Die Linien 215 (Bascharage), 218 (Messancy) oder auch 248 (Eischen), 258 (Rambrouch) sowie 262 (Keispelt) und 267 (Pratz) haben ihren Terminus „Charlys Gare“. Die Abfahrt in die entsprechenden Gemeinden ist dann am Quai 2a. Mit dem entsprechenden Datum werden Helfer der Verkehrsbetriebe vor Ort sein und die Fahrgäste informieren, sagte Bausch. Aufgrund einiger Baumaßnahmen gibt es dann auch einige Umstellungen.

Einige Änderungen gibt es auch bezüglich des „Lycée Clerf“ (mit nun 15 LC-Linien) oder auch in Bezug auf das „Atert-Lycée Réiden“, wo es neue Schullinien geben wird.

Schöffe Patrick Goldschmidt ging dann auf die Änderungen im Busverkehr der Hauptstadt ein. „Tram und Fouer - es hat sich jetzt schon gezeigt, dass es eine Super-Fouer werden wird“, sprach Goldschmidt die Skeptiker an, die mit der Tram den Untergang der Fouer prognostizierten. „Die Leute haben unseren Rat angenommen, mit Bus und Tram auf die Schueberfouer zu fahren.“

Dabei betonte Goldschmidt, dass man nicht gegen das RGTR-Netz, sondern zusammen für die Fahrgäste arbeiten würde. Und doch habe man vor Augen, die Busse aus der Stadt weiter zu verbannen. „So versuchen wir durch eine Optimierung die teils leeren Busse zu füllen. Es ist auch ein Plus für die Luftqualität, an den Hauptachsen“, betonte Goldschmidt.

Neue Linien im „Ban“

Neben der „Stäreplaz“ sei auch „Ban de Gasperich“ von Änderungen betroffen. Was die „Stäreplaz“ anbelange, so würde man es nun schaffen, dass alle drei bis vier Minuten ein städtischer Bus ankommen würde, so Goldschmidt. Lex Benter, zuständiger Abteilungsleiter der Stadt, erklärte, dass man die Linien 21, 22 und 28 entsprechend verlegen würde. Auch betroffen seien die Linien 8 und 12. Der Weg sei zwar etwas länger, doch da auch neue Busspuren hinzukommen, würde sich der Zeitverlust entsprechend relativieren. Bei den Linien 8 und 12 kommen ferner zwei neue Haltestellen hinzu. Sollten Gäste von der „Stäreplaz“ zum Bahnhof fahren wollen, „so werden wir dies auch einrichten, gegebenenfalls mit mehr Kapazität“, sagte Benter.

„Was ‚Ban de Gasperich‘ anbelangt, so werde es Änderungen bei den Linien 21 und 22 geben, um eine bessere Frequenz auch in Richtung „Cloche d’Or“ sowie Bahnhofsviertel zu gewährleisten.

Die Linie 23 werde verlängert von „Fr. Hogenberg“ über Boulevard Kockelscheuer bis nach Bonneweg zum „LTB“.

Die Linie 26 (Howald-Guillaume Kroll) werde aufgelöst, da die neue Linie 29 diesen Teil mit übernehmen werde.

An den Wochenenden werden die Linien 1 und 22 nicht mehr verkehren, doch die Linie 17 werde dies übernehmen. Die Linie 20 werde eine Anbindung an die Reha-Klinik und das Klinikum Kirchberg bekommen. Am Verteiler Cents-Hamm werden die Linien 7, 20, 25 und 29 einen Halt an der Brücke erhalten, wenn die Baumaßnahmen hier fertig sind. Die ganzen Änderungen im Bereich der Stadt werden am 15. Oktober in Kraft treten.


Alle Änderungen können auf www.vdl.lu oder auch auf www.mobiliteit.lu eingesehen werden