LUXEMBURG
SOPHIA SCHÜLKE

„Journées du Patrimoine“ rücken unter Motto „Haiser a Leit“ Persönlichkeiten in den Fokus

Mehr als Fassade und Dach, hinter und unter den Ziegeln, Holzbalken und Schindeln haben sich Dramen, Glücksmomente und ganz alltägliches Leben mit all seinen Außergewöhnlichkeiten und Banalitäten abgespielt. Seien es das „Château Henri Tudor“ in Rosport, die Glacis-Kapelle in der Hauptstadt oder die „Ferme Linster-Weydert“ in Hellingen: Jahrhundertalte Gebäude haben nicht nur den Lauf der Landesgeschichte mitgemacht, sondern auch Generationen ihrer Bewohner oder Nutzer begleitet.

Deren Spuren zu ergründen steht bei den diesjährigen „Journées du Patrimoine“ im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen werden unter dem Motto „Haiser a Leit - Patrimoine bâti et personnalités“ organisiert und finden zwischen Freitag, 22. September, und Sonntag, 8. Oktober, statt. Das Programm erstreckt sich auf 30 historische Stätten im ganzen Land.

Berühmte Namen im Programm

Kulturstaatssekretär Guy Arendt betont die engen Verbindungen zwischen den Gebäuden und den Menschen, die sie erbaut oder bewohnt haben. Auf dem Programm stehen Namen, welche die Hauptstadt des Landes stark geprägt und bis heute ihre Spuren hinterlassen haben: Graf Wenzel II., Vauban, Paul Eyschen, die Familien Tudor und Servais und viele andere. Ausstellungen, Führungen, Konferenzen und Ateliers sollen dem Publikum neue Facetten der Geschichte Luxemburgs aufzeigen. Patrick Sanavia, Direktor des „Service des sites et monuments“, merkte an, dass die „Journées du Patrimoine“ eine gute Gelegenheit bieten, Gebäude zu entdecken, die sonst nicht auf diese Weise zugänglich seien.

Während der gut zwei Wochen stehen viele Veranstaltungen auf dem Programm: Unter anderem gibt es Führungen durch die US-amerikanische Botschaft, das „Grand-Château Ansembourg“, das „Centre de jeunesse“ im „Château Hollenfels“ oder das „Centre national de littérature maison Mersch“ in Mersch. Das CNA in Düdelingen wiederum lädt am 8. Oktober zu einem Tag der offenen Tür rund um das Thema Theater ein und im „Château Henri“ in Rosport kann die Dauerausstellung „Sur les traces de Henri Tudor“ entdeckt werden. Am Freitag, 22. September, werden hier Exposés und Memoiren der Familie Rosport vorgestellt.

An beiden Wochenenden der „Journées du Patrimoine“ werden zudem Führungen auf den Rundgängen Wenzel und Vauban durch die alten Viertel der Hauptstadt organisiert.

Die „Journées du Patrimoine“ stehen in enger Verbindung mit den „Journées Européennes du Patrimoine“ und stellen den Anfang des „Année européenne du patrimoine culturel 2018“ dar, das am 29. September mit einer Veranstaltung in der Abtei Neimënster gestartet wird.

Das vollständige Programm steht online unter www.tinyurl.com/y6wn8agg