LUXEMBURG
JEFF KARIER

75 Nationen und über 3.000 Köche werden an der Expogast teilnehmen

In wenigen Wochen ist es soweit, „dann wird Luxemburg wieder der Mittelpunkt der Gastronomie-Welt sein“, erklärte Staatssekretärin Francine Closener bei der gestrigen Pressekonferenz zur Expogast. Schließlich wird die Gastronomie-Messe, die vom 24. bis 28. November in der „Luxexpo The Box“ laufen wird, wieder tausende Besucher aus Luxemburg, der Großregion und der ganzen Welt anziehen. Wie Alain Hostert, Generalsekretär von „Vatel Club Luxembourg“, stolz mitteilte nehmen dieses Jahr 75 Nationen am „Villeroy & Boch Culinary World Cup“ teil, der Teil der Messe ist. 30 Nationalmannschaften, 15 Jugend Nationalmannschaften und 15 Mannschaften im „Community Catering“, werden an fünf Tagen zum Mittagessen antreten. Zu diesen 60 Teams stoßen weitere Mannschaften hinzu, die für eine Region aus ihrem Land antreten, sowie Einzelköche und Pâtissiers.

„Bislang haben sich insgesamt 3.017 Köche eingeschrieben“, präzisiert Hostert. Zum Vergleich: Bei der letzten Auflage 2014 waren es 56 Nationen und rund 1.400 Köche, die sich angemeldet haben. Eine beeindruckende Entwicklung, die zeigt, dass die Expogast weltweit hohes Ansehen genießt.

Messe ermöglicht Austausch

Die Expogast bietet für Luxemburg und die Gastronomie des Landes eine ganze Reihe an Chancen und Möglichkeiten. So kommt es zu einem Austausch zwischen Köchen und anderen Personen aus dem Horesca-Bereich. Besonders der Nachwuchs erhalte eine außergewöhnliche Gelegenheit, verschiedene Facetten des Kochberufs kennenzulernen. Auch würden solche Veranstaltungen bei jungen Menschen das Interesse an dem Beruf des Kochs wecken.

Laut Morgan Gromy, Direktor von „Luxexpo The Box“, ist die Expogast ein Schaufenster für das Land und die Horesca-Branche. Die Messe ist somit eine gute Werbung für das Land, denn neben den tausenden Besuchern sowie den Teilnehmern, werden auch rund 150 Journalisten über die Messe und somit auch Luxemburg berichten. Damit das Großherzogtum in guter Erinnerung bleibt und das Echo auf die Messe möglichst positiv ist, versuche man laut Gromy mit der Expogast eine außergewöhnliche Erfahrung zu schaffen, weshalb es auch viel zu entdecken geben wird.

Neben den Wettbewerben sind auch eine ganze Reihe an Ausstellern, die neue Trends und Produkte präsentieren, zu finden. Dabei werden alle Bereiche wie etwa Lebensmittel und Getränke, Technik und Hygiene, Ausrüstung, Zubehör für Restaurants und Hotel oder auch IT abgedeckt. Für die Besucher besonders spektakulär wird das „Live-Carving“ sein, bei dem Teams täglich aus Obst und Gemüse kleine Kunstwerke schnitzen. Auch „Ice-Carving“ wird es dieses Jahr geben. Des Weiteren wird es eine Reihe von Workshops und Konferenzen geben. Aufgrund dieses großen Angebots umfasst die Expogast im Vergleich zu 2014 über 3.500 Quadratmeter mehr Fläche.

Bedeutender Wirtschaftsfaktor

Dem stimmte Closener zu und betonte in dem Zusammenhang den nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor. Denn eine Messe mit so vielen Teilnehmern und Besuchern aus der ganzen Welt bringt viel Geld ins Land. So werden die Hotels nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in der Großregion während der Messe sehr gut belegt sein. Hostert hat hierzu eine kleine Rechnung aufgestellt und bei den 60 an dem Wettbewerben teilnehmenden Mannschaften nachgefragt, zu wieviel diese anreisen werde, wann und wie lange sie bleiben. Dabei kam er auf 15.570 Übernachtungen.

Auf Basis des von der Horesca angegebenen durchschnittlichen Zimmerpreis von 113,4 Euro, schätzt der Generalsekretär, dass dadurch rund 1,2 Millionen Euro Umsatz bei den Hotels generiert werden.
Hinzu kommen nach alle anderen Teilnehmer, deren Begleiter und die Messebesucher. Aber auch der Handel und eben Restaurants, Bars und andere Lokale werden während der Messe eine Umsatzsteigerung feststellen können.

Buchungen für die Menüs der Teams, die im Wettbewerb antreten, sind ab dem 24. Oktober 11.00 unter www.expogast.lu möglich. Hier finden Sie auch alle weiteren Informationen.