PASCAL STEINWACHS

Die so genannten besinnlichen Tage haben - neben der vermehrten Freizeit - doch vielleicht irgend etwas Positives an sich, brachten sie es diesmal doch sogar fertig, den gemeinhin famos furios Anti-Juncker und Anti-Regierung eingestellten „Tageblatt“-Chefleitartikler dazu zu bewegen, für einmal nicht über falsche Budgetzahlen oder neben der Spur fahrende Sozengenossen zu schreiben, sondern für einmal an das Gute im Menschen zu glauben. „Wetten, dass Juncker, nun, wo er öfter zu Hause ist, spürt und weiß, wie man die im Koma liegende Tripartite wieder beleben kann? Im Sinne Luxemburgs, im Sinne der Menschen in Luxemburg?“, fantasierte sich der trotz Ruhestand immer noch ganz schön umtriebige Esch/Alzetter Denkermensch gestern ins anstehende Jahr hinein.

Nicht weniger nachdenklich gab man sich gestern aber auch im Erzbistums-„Wort“, wo sogar die Weihnachtsansprache des Großherzogs mit ihrer „Unser Land wird morgen anders aussehen als heute“-Aussage herhalten musste, um die Editorialistin zu ihrer Konklusion über eine gute Steuerreform zu bringen: „mehr Einnahmen für den Staat und mehr soziale Gerechtigkeit für die Bürger“. Man darf doch wohl noch träumen...