LUXEMBURG
NORA SCHLEICH

Nach „The Voice of Germany“: Krick stellt ihre erste Single vor

Wer gerne die deutsche Castingshow „The Voice of Germany“ schaut, hat Christine Heitz (21) aus Merzig bestimmt schon mal gesehen. In der vergangenen Staffel war die junge Luxemburgerin, mit Künstlernamen „Krick“, bei den Sing Offs dabei und konnte dadurch ihren Bekanntheitsgrad in Luxemburg und Umgebung deutlich steigern. Ihren Traum, Sängerin zu werden, lebt die angehende Krankenschwester durch und durch. Wie sie zum Singen kam und was die Zusammenarbeit mit der luxemburgischen „Summer Sky Agency“ mit sich brachte, haben wir sie im Interview gefragt.

War Deine Teilnahme bei „The Voice of Germany“ der Startschuss für Deine Karriere als Sängerin?

KRICK Ich habe schon immer Musik gemacht, eigentlich schon seitdem ich denken kann. Bei „The Voice“ habe ich mich nur zum Spaß angemeldet. Dass da tatsächlich etwas draus werden würde, hätte ich nie gedacht. Was sich jetzt spürbar geändert hat ist, dass ich etwas bekannter bin. Die Leute erkennen mich eher und es kommen auch mehr Anfragen für Konzerte rein. Daher denke ich schon, dass „The Voice“ für mich von Vorteil war. Ich bin Mitglied von verschiedenen Bands, spiele Klarinette, Gitarre, Ukulele und Klavier und bin in einer ganz musikalischen Familie aufgewachsen, sodass ich von Anfang an mit Musik zu tun hatte. Vor „The Voice“ hatte ich also bereits Bühnenerfahrung.

Welchen Stellenwert hat das Singen für Dich?

KRICK Ich empfinde singen als normalen Bestandteil des Alltags. Vielleicht schätze ich das auch nicht genug, aber es fällt mir wirklich mittlerweile nicht mehr als etwas Besonderes auf. Meine Freunde weisen mich schon mal darauf hin und sagen mir, dass ich echt gut singe. Aber eigentlich denke ich, dass halt jeder singen kann, die einen besser, die anderen schlechter. Für mich gilt Singen ein wenig als Therapie. Meine Single „Fake Cake“ spiegelt wider, was ich in einer bestimmten Zeit meines Lebens gefühlt habe. Durch diesen Song konnte ich im Nachhinein besser mit der erlebten Situation umgehen. Ich konnte mich auch mit dem Song, den ich bei „The Voice“ vorgetragen habe, „Don’t Kill my Vibe“ von Sigrid, besonders gut identifizieren. Er hat genau in meine Gefühlslage von damals gepasst. Auch dies hat mir über einiges hinweggeholfen.

Werden Deine Songs vorwiegend Abbilder Deiner Gefühlswelt sein?

KRICK Eigentlich bin ich offen für alle Themen. Aber da ich die Musik wirklich als Art Therapie schätze, würde ich am liebsten Musik machen, die mich beschäftigt und somit eine Art Motivation für mich und mein Umfeld schaffen. Es bringt nichts, den Kopf hängen zu lassen, das ergibt keinen Sinn, es geht immer weiter! Jeder hat schon mal schwierige Zeiten durchlebt, zum Beispiel wenn sich Freundschaften als Fake herausstellen. Ich wollte mit dem Song zeigen, dass die Welt sich dennoch weiterdreht und man mit seinen Problemen nicht alleine dasteht.

Wie ist es zu den Aufnahmen mit Jimmy Braun gekommen?

KRICK Jimmy Braun und Adriel von Grüningen der „Summer Sky Agency“ hatten sich schon vor „The Voice“ bei mir gemeldet. Sie wollten unbedingt, dass ich mit ihnen arbeite. Da hatte ich mich aber schon bei der Castingshow gemeldet. Zuerst dachte ich, dass ich dadurch die Chance bei der Künstleragentur verpasst hätte. Sie waren aber sehr froh darüber, dass ich sie nach meinem Ausscheiden wieder angeschrieben habe. Gemeinsam haben wir dann „Fake Cake“ auf die Beine gestellt.

Wie verliefen die Aufnahmen und der Videodreh?

KRICK Für die Aufnahmen war ich bei Jimmy Braun im Studio. Anfangs war ich noch sehr scheu, da wir uns noch nicht so gut kannten. Das Singen fiel mir zunächst etwas schwer. Aber Jimmy hat es mir sehr einfach gemacht, wir haben viel miteinander geredet und seine offene Art hat mir auch geholfen. Dadurch konnten wir das Resultat so positiv und so persönlich wie möglich gestalten. Beim Videodreh und den Fotoshoots waren Cedric Letsch und Amii Watson dabei. Die ganze Truppe ist einfach cool, sodass es mir auch leichter fiel, lockerer zu werden. Der Dreh war echt anstrengend, da wir bereits um fünf Uhr morgens begonnen haben. Ich hatte aber sehr viel Spaß dabei und es gefiel mir schauspielern zu können.

Jimmy Braun, Adriel von Grüningen, Cedric Letsch und Amii Watson, das sind Namen, an denen man mittlerweile in Luxemburgs Musikszene nicht mehr herumkommt. Wie siehst Du das, gibt es eine neue Musikergeneration hierzulande?

KRICK Ich hoffe das sehr! Ich finde, man muss die Jugend in ihrem Träumen unterstützen. Man sagt zwar immer, dass man zunächst mal die Schule fertig machen muss, aber dennoch: Wenn nicht jetzt, wann dann? Junge Sportler werden immer wie selbstverständlich unterstützt, bei jungen Musikern hegen die meisten dann doch noch Zweifel. Das muss geändert werden und in Luxemburg tut sich diesbezüglich Gott sei Dank jetzt recht viel.

Was zeichnet Dich aus, Krick?

KRICK Ich will mit meiner ehrlichen Art die Menschen erreichen. Ich war eine Zeit lang ein recht negativer Mensch, aber ich habe sehr viel an mir gearbeitet und die Welt der kleinkarierten und unzufriedenen Menschen hinter mir gelassen. Ich will den Menschen draußen nun zeigen, dass ich einen starken Charakter habe! Ich will die Welt kennenlernen, meine Zeit mit Leuten verbringen, die an mich glauben und das Beste für mich wollten. Diesen positiven Drang will ich durch meine Musik mitteilen!

Hast Du Pläne für die Zukunft?

KRICK Wir warten jetzt erst einmal ab, wie die Single draußen ankommt. Es steht zwar auch schon einiges in Aussicht, zu viel verraten will ich aber jetzt noch nicht. Ich hoffe natürlich sehr auf gutes Feedback und einmal auf eine große Tour gehen zu können. Das ist ein großer Traum von mir und ich werde mich auch von ganzem Herzen dafür einsetzen. Momentan bin ich meist im Rahmen privater Konzerte zu finden.


Krick findet man bei Facebook, Instagram, Spotify und iTunes