LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Großherzog Henri plädiert in seiner Weihnachtsansprache für mehr Sachlichkeit

Großherzog Henri sprach die Geheimdienstaffäre in seiner Weihnachtsbotschaft an Heiligabend zwar nicht direkt an, bemerkte allerdings, dass man „net liichtfankeg all Rumeur opgräifen“ sollte, sondern sich sachlich und fair in den Dienst der Wahrheit stellen und den Menschen hinter der Nachricht nicht vergessen sollte. Auch brach der Landesvater eine Lanze für mehr Toleranz in der Gesellschaft, derweil der Einzelne Orientierung brauche. Werte wie Respekt, Verantwortung, Ehrlichkeit, Nächstenliebe und ein gutes Zusammenleben könnten zur Orientierung werden und unser Handeln bestimmen.

Ein Hoch auf den Sozialstaat

Dann ging Großherzog Henri auch noch einmal auf die Krise ein, die ja inzwischen auch tiefe Spuren bei uns hinterlassen habe. Diejenigen, die direkt unter der Krise zu leiden hätten und die finanziell immer schlechter über die Runden kommen würden, bräuchten mehr denn je die Unterstützung durch unseren Sozialstaat. Das jetzt zu Ende gehende Jahr bezeichnete er als bewegtes Jahr, während dem sich schöne und weniger erfreuliche Momente abgewechselt hätten. Ein schöner Moment sei indes die Hochzeit seines ältesten Sohnes und die Verlobung von Prinz Felix mit Claire Lademacher gewesen.