LUXEMBURG
LJ

Arbeiten sollen im Herbst des nächsten Jahres abgeschlossen sein

Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen und Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch wohnten gestern der offiziellen Grundsteinlegung von zwei neuen Unterkünften für Menschen in einer Notsituation auf Findel bei, die in diesem Falle aber keine richtige Grundsteinlegung war, da beide Gebäude nicht mit Steinen, sondern mit Buchenholz aus einheimischem Anbau gebaut werden.

Pilotprojekt mit Buchenholz aus Luxemburg

Bausch sprach dann auch von einem Pilotprojekt, das aufzeigen soll, ob auch in Zukunft verstärkt auf luxemburgisches Buchenholz zurückgegriffen werden kann. Die beiden Notunterkünfte liegen indes in unmittelbarer Nähe des „Centre de rétention“ an der Neudorfer Straße auf einem Gelände der Gemeinde Sandweiler und sollen bis zum Herbst des nächsten Jahres fertiggestellt werden.

Das erste Gebäude soll der Unterbringung von Obdachlosen während der „Wanteraktioun“ dienen, die alljährlich vom 1. Dezember bis 31. März stattfindet, bislang - und auch noch einmal in diesem Jahr - in den Räumlichkeiten des früheren „Computerland“. Hier sollen ab dem Winter 2019 bis zu 200 Personen auf zwei Etagen Platz finden. Während der anderen Monate können hier aber je nach Bedarf des Familienministeriums auch andere Leute untergebracht werden, eventuell auch Flüchtlinge.

Das zweite Gebäude, das 18 Zimmer auf zwei Stockwerken umfasst und bis zu 36 Personen aufnehmen kann, ist für Personen gedacht, die sich in einer Notsituation befinden. Die Gesamtkosten für beide Gebäude belaufen sich auf zwölf Millionen Euro.