LUXEMBURG
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Belval: Agora hat Projektwettbewerb ausgelobt

In den vergangenen Jahren wurden bereits die Süd- und Nordachse der „Square Mile“ in Belval entwickelt und bebaut. Nun schreiten die Arbeiten an der Zentralachse des Quartiers voran, dort, wo sich aktuell noch der provisorische Parkplatz „Square Mile“ befindet. Im Herbst 2016 wurden bereits über ein Wettbewerbsverfahren drei Lose im Westen der Achse ausgelobt und im vergangenen Juni erfolgte deren Vergabe.

Harmonische Eingliederung in geplante Bebauung der Umgebung gefordert

Nun hat Agora, die Entwicklungsgesellschaft für Belval, einen Projektwettbewerb für die Umgestaltung und Revitalisierung des Bereichs um die früheren Sinterbecken lanciert. Dieser Ort soll künftig der zentrale öffentliche Platz des neuen Quartiers sein. Ziel des Wettbewerbs ist es daher, ein anspruchsvolles Nutzungs- und Freiraumkonzept für diesen besonderen Ort zu definieren, das sich harmonisch in die geplante Bebauung einfügt und einen hochwertigen Aufenthaltsort schafft.

In der früheren Sinteranlage aus den 1970er Jahren wurden pulverisiertes Eisenerz mit Kohle-Resten und Konzentraten zusammengebacken und zu Pellets verarbeitet, die anschließend in den Hochöfen zu Roheisen weiterverarbeitet wurden. Von der Anlage sind, außer den beiden Kaminen, nur noch die sogenannten Sinterbecken erhalten, die einen Durchmesser von bis zu 40 Metern und eine Tiefe bis zwölf Metern aufweisen.

Relikte der früheren Industriekultur

„Im Rahmen der Quartiersentwicklung streben wir an, die ehemaligen Sinterbecken wieder einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Als Relikte der früheren Industriekultur sollten sie nach Möglichkeit erhalten, umgewidmet und in den neuen urbanen Kontext integriert werden. Genauso wie die Hochöfen, bilden sie ein identitätsstiftendes Element im städtebaulichen Gesamtkonzept von Belval“, sagte Vincent Delwiche, Direktor von Agora.

Der Wettbewerb wurde international ausgeschrieben. Im vorgeschalteten Bewerberverfahren haben insgesamt dreizehn multidisziplinäre Teams ihr Interesse an der Teilnahme bekundet.

Von ihnen wurden sieben Teams ausgewählt, die bis Ende Januar 2018 ihre Entwürfe vorlegen werden. Eine Jury wird anschließend das oder die besten Projekte im Hinblick auf die vorgeschlagene Nutzung und das städtebauliche Konzept auswählen.

Organisiert und moderiert wird das Wettbewerbsverfahren mit Unterstützung von Paul Wurth Geprolux im Auftrag von Agora.