LUXEMBURG
GIL BELLING

Wer ist Europas bester junger Frisör, wer der beste Restaurantfachmann? Die Berufsmeisterschaft „Euroskills“ wird ab diesem Mittwoch bis zum Freitag in Budapest stattfinden und nach Wettbewerben in den einzelnen Handwerksberufen Antworten liefern. Mittendrin sind auch wieder vier junge Luxemburger. Gil Belling, „technical delegate“ für die „Euroskills“, erklärt, warum die Berufsmeisterschaft für junge Leute eine besondere Chance darstellt und weshalb der Blick auf das Handwerk oft veraltet ist.

„Die Teilnahme an dem Wettbewerb ,Euroskills‘ ist für die jungen Leute eine große Chance und eine besondere Gelegenheit. Vier luxemburgische Teilnehmer haben sich über die ,Luxskills’ für die Teilnahme an dem europaweiten Wettbewerb qualifiziert. Zur Vorbereitung hat jeder der vier Teilnehmer mit seinem Experten seit dem Frühsommer intensiv trainiert. Die jungen Handwerker können sich bei dem Wettbewerb in Budapest mit Gegnern aus anderen europäischen Ländern messen und sehen, wie gut sie in ihrem Beruf sind und welche Fähigkeiten sie haben oder noch weiter ausbilden müssen. Überdies ist es eine gute Werbung für sie selbst, ihren Experten und gegebenfalls ihren Arbeitgeber und wertet ihren Lebenslauf auf. An so einem europäischen Wettbewerb teilzunehmen ist eine einmalige Erfahrung, schon allein, weil diese Wettbewerbe immer sehr viele Zuschauer anziehen; so waren zum Beispiel bei der vergangenen Ausgabe der Euroskills 2016 in Göteborg in drei Tagen 65.000 Zuschauer anwesend. Also auch eine gute Gelegenheit, um Kontakte in der Branche zu knüpfen. Sie zehren noch Jahre später davon.

Berufsmeisterschaften wie ,LuxSkills‘, ,Euroskills‘ und ,Wordskills‘ sind natürlich auch eine gute Werbung für das Handwerk. Solche Wettbewerbe helfen, den Blick auf Berufe

aus Handwerk, Industrie und Handel zu erweitern und bringen auch anderen jungen Leuten diese Berufe näher. Den Besuchern wird verdeutlicht, dass das Bild, das sie von diesen Berufen haben vielleicht auch teilweise falsch ist. Handwerk ist heute viel moderner. Ein Landwirtschaftsmechatroniker repariert einen Traktor nicht nur mit traditionnellem Werkzeug sondern heute auch mit dem Laptop. Zudem sind die Berufsmeisterschaften Werbung für unsere Berufsausbildung hier in Luxemburg, unser Land kann sich sehr gut mit anderen Ländern vergleichen und braucht sich nicht zu verstecken. In den vergangen Jahren ist in Luxemburg viel für den Stellenwert des Handwerks getan worden. Ich bin der Meinung, dass die Berufsausbildung viel besser ist als ihr Ruf. In den vergangenen Jahren hat Luxemburg mit seinen Kandidaten stets gute, teilweise sogar sehr gute Resultate erzielt.“

Weitere Informationen unter www.euroskills2018.com